Französisch - Stil verbessern/Bücher lesen ;-)

Da kann ich nur noch sagen: „une étoile pour toi“ (hoffentlich ist das richtig)

Où as-tu acheté ce livre?
Je suis allé à Strasbourg pour l’acheter à la Fnac.

Schöne Grüße

MM

Hallo Martin!

ich greif jetzt mal ein paar, alle hab ich nicht:

ich hab mittlerweile ne Übersicht gefunden: http://www.maigret.de/suche.php?typ=listen&action=ma…

Ist es sinnvoll mit dem esten Buch anzufangen? Sind die heute von der Sprache wirklich noch empfehlenswert?
Was gibt’s denn sonst noch?

Danke und
mfG
Car

Hallo Car,

Ist es sinnvoll mit dem ersten Buch anzufangen?

Das ist sicherlich nicht zwingend: Die Geschichten bauen nicht aufeinander auf, und Maigret und Janvier sind ziemlich alterslos.

Sind die heute
von der Sprache wirklich noch empfehlenswert?

Das ist eine interessante Frage - ich würde den Zeitpunkt, seit dem sich die Schriftsprachen Europas nicht mehr stark weiterentwickelt haben, auf etwa 1918 datieren. Vergleiche mit deutschsprachiger Lektüre: Ein Roman von 1880 wirkt vielleicht hie und da ein wenig „alt“, aber die großen Erzähler aus Österreich und Deutschland der Epoche zwischen den Weltkriegen kann man wohl kaum als sprachlich angestaubt bezeichnen.

Was gibt’s denn sonst noch?

Um Spaß an der Sprache zu finden: Selbstverständlich Astérix, dessen französische Originale sprachlich viel besser sind als die Übersetzungen bei Ehapa, die ich nicht gut finde. Von Astérix alle Bände, die vor der „Grande Fossée“ erschienen sind, also noch von Uderzo & Goscinny im Gespann geschaffen wurden.

Meine persönlichen Favoriten aus französischer Literatur der zweiten Hälfte des XX. Jahrhunderts sind Boris Vian (vor allem die wunderbare abgefahrene Liebesgeschichte „L’écume des jours“. „L’automne à Pékin“ kommt auch gut) und der in Deutschland wenig bekannte Alexandre Vialatte (z.B. „Dernières Nouvelles de l’homme“, „Et c’est ainsi qu’Allah est grand“).

Aber das ist alles Geschmackssache, ein weites Feld…

Schöne Grüße

MM

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Re^2: bien sur! :wink:
Hi,

trotz korrigierter Rechtschreibung: der Tipp mit Harry ist ganz richtig ! Läßt sich super lesen.

Woher ? … http://www.ebay.fr France !

Dummerweise läuft das dort nicht so richtig mit Überweisen per e-banking. Die wollen immer Schecks und so komplizierte Sachen. Also vorher abklären.

Gruss und viel Spass
Howy

Hallo Martin!

Das ist eine interessante Frage - ich würde den Zeitpunkt,
seit dem sich die Schriftsprachen Europas nicht mehr stark
weiterentwickelt haben, auf etwa 1918 datieren. Vergleiche mit
deutschsprachiger Lektüre: Ein Roman von 1880 wirkt vielleicht
hie und da ein wenig „alt“, aber die großen Erzähler aus
Österreich und Deutschland der Epoche zwischen den Weltkriegen
kann man wohl kaum als sprachlich angestaubt bezeichnen.

Stimmt sicherlich, ist mir noch gar nicht aufgefallen.

Meine persönlichen Favoriten aus französischer Literatur der
zweiten Hälfte des XX. Jahrhunderts sind Boris Vian (vor allem
die wunderbare abgefahrene Liebesgeschichte „L’écume des
jours“. „L’automne à Pékin“ kommt auch gut) und der in
Deutschland wenig bekannte Alexandre Vialatte (z.B. „Dernières
Nouvelles de l’homme“, „Et c’est ainsi qu’Allah est grand“).

In einigen Leserrezensionen hieß es, dass „L’écume des jours“ sehr viele Neologismen benutzt, was es dann zu schwierig machen dürfte. Worum geht’s bei „Dernières Nouvelles de l’homme“? Ich konnte dazu nichts finden.

MfG
Car

Re: Französisch - Stil verbessern/Bücher lesen :wink:
hallo

du kannst dir bedenkenlos die ganze reihe der zweisprachigen oder aus der roten reihe (frz. texte) des reclam verlages einverleiben, alles klassiker :wink:. ausserdem sind die bändchen billig, was nicht schlecht ist wenn du alle lesen möchtest…

http://www.reclam.de/

es ist ganz interessant dann parallel zu lesen, hilft für verständniss der anderen sprache.

grüssli, fred

Hallo,

In einigen Leserrezensionen hieß es, dass „L’écume des jours“
sehr viele Neologismen benutzt, was es dann zu schwierig
machen dürfte.

Eigentlich nicht. Ich habe bis heute noch nicht alle verstanden - man kann das Buch lesen und auffassen, auch wenn einem manche Wörter entgleiten, die Vian ad hoc erfunden hat.

Etwa wird die Krankenhausszene (ich weiß nicht mehr aus welchem Vian-Werk), in der Professor Mangemanche mit einem Assistenten über die Symptome eines schwer kranken Stuhls diskutiert, der knarrend und furzend mit hohem Fieber im Bett liegt, nicht mehr und nicht weniger abgefahren, wenn man nicht auf Anhieb versteht, warum die beiden sich von einem Halbsatz zum nächsten plötzlich über den Bau von Dampflokomotiven unterhalten. Auslöser dafür ist ein Relativsatz „… qu’il a là“ (… was er da hat), der so ähnlich klingt wie wenn ein Franzose den Namen des finnischen Ingenieurs Kylälä ausspricht, der zusammen mit André Chapelon die besten Dampflokomotiven der Welt entwickelt hat. Achjaübrigens, der Stuhl wird dann totgespritzt, damit Professor Mangemanche sich wieder dem Bau von Modellflugzeugen widmen kann…

Worum geht’s bei „Dernières Nouvelles de
l’homme“? Ich konnte dazu nichts finden.

Die „éloges“ von Vialatte sind sehr schwer zu beschreiben. Sie sind in den fünfziger Jahren ähnlich wie heute das „Streiflicht“ in der Süddeutschen in einer Provinzpostille aus der Auvergne erschienen. Im Grund wiederholt er immer die gleiche ein wenig surrealistische Technik: Er beschreibt „Selbstverständliches“, an das man sich gewöhnt hat, mit dem Blick eines Fremden auf dieser Welt, und baut es in Collagen ein, die die Mineralwasserindustrie der Auvergne in unmittelbare Nähe z.B. zu den in Indien bei festlichen Anlässen geschminkten Elephanten bringt. Vialatte macht sich etwa Gedanken über die Tarnfarben von Tieren und kommt dabei darauf, dass die Giraffe in Farben und Mustern etwa wie ein bürgerlicher Salon (Holzdielen und Astlöcher) aussieht. Er spricht die Vermutung aus, dass diese Tarnung zusammen mit dem langen Hals der Giraffe dazu dient, die Brötchen vom sonntäglichen Frühstückstisch zu mopsen. Er bringt diese völlig ungebremst assoziativen Gedankensaltos mit einem Ernst, der vor dem inneren Auge auch in irgendeinem Vorort von Clermont-Ferrand sofort eine Giraffe zum Fenster hereinschauen lässt.

Vialatte hat etwas Magritte- oder Escher-Artiges - die sich beide nicht gern den Surrealisten zurechnen ließen, und da eigentlich auch nicht hingehören. Genau wie die beiden gehört er nirgendwo wirklich hin, er ist ein Fremder.

Eine zufällig gegriffene Leseprobe aus dem Artikelchen „Plaisir et tristesse du mois de juin“:

"J’aurais aimé ne pas terminer sans parler du sabot flotteur qui permet à l’homme le plus grave de glisser sur les eaux comme le poisson volant, ou l’hirondelle avant l’orage. Conformément au précepte chinois qui interdit de terminer un texte sans dire un mot du papillon.
La place me manque. Nous ferons donc flotter le sabot la semaine prochaine.

Et c’est ainsi, à la rigueur, qu’Allah est grand."

In diesem Sinne

MM

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Hallo Martin!

Danke!

Klingt ja richtig interessant, mal gucken, wofür ich mich entscheide.

MfG
Car

hi

ja, hab ich:

anne-sophie brasme: „respire“ …und wenn dus durch hast kannstes nochma auf deutsch lesen: „dich schlafen sehen“. ist ein ziemlich kurzes buch, liest sich gut und relativ einfach, der sachverhalt ist vielleicht etwas schwierig zu verstehen, nicht die story an sich, aber die gedankengänge der handelnden person (14jährige, macht sich vollkommen abhängig von einer freundin, endet im mord)
gruß
yvi