Französische Aussprache

Hallo zusammen,

wie spricht man folgenden Namen aus:
Philbert Maurice d’Ocagne

Insbesondere interessiert mich die Aussprache des Buchstabens c in d’Ocagne. Eher wie s oder eher wie k?

Schonmal vielen Dank
Stefan

wie spricht man folgenden Namen aus:
Philbert Maurice d’Ocagne
Insbesondere interessiert mich die Aussprache des Buchstabens
c in d’Ocagne. Eher wie s oder eher wie k?

Hallo Stefan,

Da unter dem c kein cédille ist würde ich es eher wie ein k aussprechen.

Gruß
Sticky

Servus Stefan,

obwohl Eigennamen im Franz oft Überraschungen bieten, vor allem hinsichtlich des Umfangs, zu dem die barocken Endungen ausgesprochen werden oder auch nicht, ist Dein Fall einfach, weil regelmäßig:

c vor „hellen“ Vokalen i,e entspricht einem deutschen s-Laut - céleri = Sellerie
c vor „dunklen“ vokalen a, o, u entspricht einem deutschen k-Laut - café = Kaffee
wenn man das c vor dunkeln Vokalen so haben will, wie es sonst vor hellen klingt, macht man ein winziges s unten dran, welches als cedille bloß noch wie eine Art Häklein ausschaut: ç

Also „cela“ (das kaum mehr hörbare e macht das c zum s-Laut), aber nach Wegfall des e muss der cedille in Funktion treten: „ça ira!“

Schöne Grüße

MM

wie spricht man folgenden Namen aus:
Philbert Maurice d’Ocagne

Nicht nur mittels der von stickyams und Martin sehr richtig angeführten Logik, sondern auch durch die Angabe in Léon Warnants »Dictionnaire de la Prononciation française – Noms propres« (1966), lässt sich die Aussprache als [ɔˈkaɲ] (etwa: o’kanje) feststellen. Der komplette Name lautet dann grob phonetisch [filˈbɛʀ mɔˈʀis dɔˈkaɲ] (etwa: fil’bähr mo’riß do’kanje).

Gruß
Christopher

naja
Lieber Martin

c vor „dunklen“ vokalen a, o, u
entspricht einem deutschen
k-Laut - café = Kaffee

Diese Aussage ist natürlich nicht falsch, aber
in dieser Verkürzung irgendwie «gefährlich»,
will sagen: irreführend.
Denn im Deutschen ist es üblich, harte
Konsonnanten zu aspirieren, eben wie in Kaffee –
ausgesprochen als «Khaffee».

In den romanischen Sprachen macht man das nicht.
Darauf sollte m.E. hingewiesen werden, z.B.
durch eine Transskription wie «ggaffee» für
café. Sieht zwar komisch aus, kommt aber der
Phonetik näher.

Grüsse
Rolf

Hallo Christopher, Martin und Rolf,

Vielen Dank für eurte Hilfe. Ihr habt mir sehr gut geholfen.

Viele Grüße
Stefan

Servus Rolf,

hier gibt es natürlich sehr viele verschiedenen Spielarten; ich wüßte ehrlich gesagt nicht, welches Anlaut-K im Standarddeutschen giltet. So sehr aspiriert kommt mirs außerhalb alemannischer Melodie nicht vor.

Aber Du hast schon recht: die „weichen harten“ frz. Konsonanten lassen sich allemal bloß ungefähr mit deutschen gleichsetzen. Interessanterweise gibt es unmittelbar nördlich des alemannischen Sprachraumes eine Gegend, wo die Anlaut-Konsonanten „französisch“ gesprochen werden. Eine Sandkastenfreundin von mir erzählt aus dem Seminar, wie sie vom Prof nach vorne gebeten wurde, als dieser gehört hatte, daß sie aus dem schwäbischen Oberland kommt. Vor versammelter Mannschaft fragte er sie: „Wenn Sie eine große Runde eingeladen haben, was brauchen Sie denn da noch außer Essen, Trinken und den Stühlen?“ - „Hano, en Disch halt“ - „Haben Sie das gehört, meine Damen und Herren? Haben Sie genau zugehört? Das, genau das ist la table!!“

Schöne Grüße

MM

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