Hallo!
Ich schreibe bald eine Französischarbeit, in der man auch einen freien Text in Umgangssprache schreiben soll.
Wir haben im Unterricht aber bloß einen kurzen Comic gelesen und ein paar Wörter besprochen.
Um mich besser vorzubereiten suche ich im Internet schon die ganze Zeit einen französchischen Text in Umgangssprache. Kennt jemand zufällig einen Text, bzw. eine Internet adresse mit so einem Text? Oder einfach ein paar umgangssprachliche Wörter?
Ich schreibe bald eine Französischarbeit, in der man auch
einen freien Text in Umgangssprache schreiben soll.
Wir haben im Unterricht aber bloß einen kurzen Comic gelesen
und ein paar Wörter besprochen.
Um mich besser vorzubereiten suche ich im Internet schon die
ganze Zeit einen französchischen Text in Umgangssprache. Kennt
jemand zufällig einen Text, bzw. eine Internet adresse mit so
einem Text? Oder einfach ein paar umgangssprachliche Wörter?
mit einen umgangssprachlichen Wörtern wird dir kaum geholfen sein
Comics, auf fr. bandes dessinées sind eine gute Adresse für Umgangssprache
Google mal nach bande dessinées en ligne (>online)
hier ist zB eine Anlaufstelle http://www.dmoz.org/World/Fran%C3%A7ais/Arts/Bande_d…
Um mich besser vorzubereiten suche ich im Internet schon die
ganze Zeit einen französchischen Text in Umgangssprache. Kennt
jemand zufällig einen Text, bzw. eine Internet adresse mit so
einem Text? Oder einfach ein paar umgangssprachliche Wörter?
dies hier ist eine französische nachrichtenseite, auf der üblicherweise viel kommentiert wird: http://www.rue89.com/
du könntest schauen, bei welchem thema (das dich bestenfalls noch interessiert) viele kommentare („réactions“ in grau) sind und dort mal reinlesen. die kommentare sind natürlich von unterschiedlichem niveau, sprachlich wie inhaltlich. aber vermutlich findest du dort recht viel in alltagsfranzösisch.
Ein nahezu unerschöpflicher Quell umgangssprachlicher Ausdrücke sind Popsongs. Ich bin nicht auf dem neuesten Stand der Jugendsprache, aber vieles, was man in den Texten von Renaud Séchan findet, ist auch heute noch aktuell:
tu me fous les glandes
peinard
pétasse
boxon
nibards
dirlo
furax
emmerder
laisse béton
enculé
déconner
dégueulasse
Von den in den letzten Jahren in Mode gekommenen Ausdrücken gefallen mir besonders folgende, die alle eine besondere Qualität einer Sache zum Ausdruck bringen sollen:
also Renauds Talent in allen Ehren (ich mag seine Musik auch). Aber einen Sänger, der auf die 60 zugeht, als Beispiel für aktuelle Jugendsprache heranzuziehen, halte ich doch für etwas ungeschickt. Da sollte man sich doch eher an jüngeren Sängern orientieren. Denn ein paar Ausdrücke, die in den Siebzigern in Mode waren, gibt es heute sicher auch noch. Aber andere sind mir bei Franzosen meines Alters (d.h. zwischen 20 und 30) noch nie untergekommen.
Abgesehen davon halte ich es eh für ein wenig fragwürdig, als Französischlehrer seine Schüler bewusst Umgangssprache schreiben zu lassen. Denn a) kann das, wenn man die richtige Schriftsprache noch nicht sicher beherrscht eher kontraproduktiv sein und b) ist die Umgangssprache, die die meisten Lehrer kennen, vermutlich eher die von Renaud oder das nette „Zut alors“, das noch in meinem ersten Französischbuch stand, und eben nicht die tatsächliche heutige Umgangssprache.
P.S.: Daneben gibt es natürlich auch noch eine umfangreiche Chat- und SMS-Sprache. Aber ich glaube, spätestens da würde der Lehrer/die Lehrerin sich die Haare raufen.
Wenn dein Beitrag typisch für die im ALK-Brett hochgelobten Experten-Beiträge der Alt-User ist, dann kann dieses Forum gut auf deren Anwesenheit verzichten.
Erst macht man den Beitrag unqualifiziert schlecht und dann kreißt der Berg und gebiert ein Mäuschen, im vorliegenden Fall ein (in Worten: ein) Beispiel als Beitrag zur ursprünglichen Frage.
Wenn du mein Posting genau gelesen hättest, dann hättest du verstanden, dass ich kein Experte für zeitgenössische französische Jugendsprache bin, und daher auch nichts dazu beitragen kann und will.
In der ursprünglichen Frage ging es nicht um Jugendsprache sondern Umgangssprache, das steht sogar im Betreff. Auch wenn es aus deiner Perspektive so erscheinen mag, so ist Umgangssprache nun mal nicht nur die Sprache der 20- bis 30-Jährigen sondern auch der über 50-Jährigen, aber auch der 15-Jährigen.
Auch was die Lehrer anbelangt scheinst du nicht ganz auf dem laufenden zu sein. Es gibt durchaus Leute, die in deinem Alter schon fertiger Lehrer sind, und daher aktuelle Umgangssprache in den Unterricht einbringen können. Die raufen sich bei SMS-Slang nicht Haare aus, was ich mir übrigens auch nicht tue, obwohl ich noch genügend davon habe.
da Du mich schon gezielt als „Alt-User“ ansprichst, kann ich Dir als solcher einen ernst gemeinten Rat geben: Sinn und Zweck dieses Forums ist nicht nur, dass User A eine Frage stellt und User B eine Antwort darauf schreibt. Oft genug kommt es, gerade hier bei den Fremdsprachen, zu ausführlichen Diskussionen darüber, welcher Ausdruck angemessener als ein anderer ist o.ä. Wenn dann User C die Antwort von User B kritisiert oder relativiert, ist das eben Teil einer Diskussion und nicht, wie Du es scheinbar empfindest, ein persönlicher Angriff.
Und nun (unter Umgehung Deiner persönlichen Angriffe) nun zu den inhaltlichen Fragen. Denn ja, ich habe Dein Posting genau gelesen.
Sicherlich umfasst der Bereich „Umgangssprache“ nicht ausschließlich Ausdrücke der aktuellen Jugendsprache. Das ändert jedoch nichts daran, dass man bei Modeausdrücken von vor dreißig Jahren grundsätzlich vorsichtig sein muss, ob diese tatsächlich noch geläufig sind – egal in welcher Altersgruppe. Nimm nur mal Ausdrücke wie „funky“ oder „groovy“. Die scheinen, wenn man Filme aus der Zeit schaut, in den 1970ern sowohl im angelsächsischen Raum als auch in Deutschland (unter Jugendlichen und jungen Erwachsenen) Teil der Alltagssprache gewesen zu sein. Dennoch würde man heute eher belächelt, wenn man sie benutzt.
Was die Geschichte mit den Lehrern angeht: Ich bin mir durchaus bewusst, dass es viele (angehende) Lehrer in meinem Alter gibt. Ich habe derer genügend in meinem Freundeskreis. Aber aus meiner eigenen Schulzeit weiß ich auch, dass der Typus „jung, engagiert, immer am sprachlichen Puls der Zeit“ dann doch eher eine Minderheit darstellt, während der Großteil der Lehrer seine Kenntnisse dann doch überwiegend durch Zeitungslektüre oder Klassiker der Literatur pflegt, die eben nicht unbedingt Beispiele für aktuelle Umgangssprache liefern. Wenn es sich beim Aufgabensteller im Falle des UP um einen jungen Lehrer handelt: Gut für die Schüler. Wenn es sich allerdings um den „typischen“ Lehrer (nicht ganz ernst gemeinte Verallgemeinerung) handelt, dann wird dieses Projekt „Text in Umgangssprache“ – je nach Erwartungshaltung – vermutlich für beide Seiten eher ernüchternd. Aber das nur am Rande.
Gruß,
Stefan
(der auch schon öfters hier im Forum Kontra bekommen hat und deshalb weiß, wie er mit sachlicher und unsachlicher Kritik umzugehen hat)
Oft genug kommt es, gerade hier bei den Fremdsprachen, zu ausführlichen
Diskussionen darüber, welcher Ausdruck angemessener als ein
anderer ist o.ä.
Leider hast du in deiner Antwort genau das nicht gemacht. Mich hätte sehr interessiert, welche der Begriffe aus meiner Liste heutzutage nicht mehr zur Alltagssprache gehören, natürlich mit einer überzeugenden Begründung. Abgesehen von ein oder zwei Ausdrücken, die schon immer nicht besonders weit verbreitet waren, kann ich auf Wunsch gerne als Nachweis der Gebräuchlichkeit die Zahl der Treffer bei Google, Links auf Postings in Newsgroups und Foren oder Kommentare in der Online-Presse anführen. Mit deinen pauschalen Aussagen und dem Verweis auf deine Erfahrung in einer sehr beschränkten Zielgruppe kann ich dagegen wenig anfangen.
Das von dir angeführte „Zut alors“ ist übrigens bei Menschen aller Altersgruppen nach wie vor weit verbreitet. Nicht alles, was in deinem alten Französisch-Buch steht, muss deswegen veraltet sein. Und nur weil ein 20- bis 30-Jähriger aus Snobismus, Rebellion gegen die Alten oder warum auch immer, einen Ausdruck nicht in den Mund nimmt, heißt das nicht, dass der Ausdruck aus der Alltagssprache verschwunden ist.
Mein Wissen beziehe ich übrigens aus dem täglichen Umgang mit Menschen aller Schichten und jeden Alters, in der Familie, im Bekanntenkreis, auf der Arbeit, auf der Straße, im Geschäft. Trotzdem versichere ich mich, bevor ich hier etwas rein schreibe, durch Internet-Recherche und Nachschlagen in der Literatur, dass ich nicht total daneben liege.