Frau aber fühlt sich männlich

Hi,

mein Name ist Silvia, aber möchte gerne mit Silvio angesprochen werden,und bin 20 Jahre alt.
Ich weiß gar nicht wie ich genau anfangen soll.
Als ich geboren wurde,habe ich schon gemerkt das irgendwas mit mir nicht stimmte.
Ich habe mit Autos gespielt und habe mich oftmals dreckig gemacht.
Habe nie Kleider getragen nur Jungen Sachen.
Wollte nichts mit Mädchen zu tun haben.
Ich spielte lieber mit den Jungs Fußball oder ärgerte die Mädchen.
Meine Patentante merkte früher auch schon das mit mir was nicht stimmte.
Als ich dann 8 Jahre Alt war,wurde ich von meinem Stiefopa sexuell missbraucht ( Vergewaltigt ).
Er weckte mich jede Nacht und brauchte mich draußen in einem kleinen schuppen.
Er zog mich dann Komplett aus und
ich sollte mich dann auf einem Weißen Stuhl setzten, und leise sein.
Wenn ich es so schreibe was damals war kommen mir heute noch die Tränen.
Und frage mich jedes mal warum er es gemacht hat.
Ich verstehe es bis heute nicht.
Als ich heulend zu meiner Oma ging und ihr von der Sache erzählt habe,
sagte sie nur ich solle doch keine lügen Märchen erzählen.
Und habe es dann auch keinem mehr gesagt, ich dachte eh mir würde keiner glauben.
Danach habe ich die ganze Sache für mich behalten und das Jahre lang in mich hinein gefressen.
Jedes mal wenn ich in den Spiegel schaue,fühle ich mich eklig und im falschen Körper.
Ich heule und werde aggressiv warum ich kein junge sein kann.
Weil es mein größter Wunsch ist endlich glücklich zu werden.
Habe mir auch oftmals was angetan weil ich einfach so nicht mehr leben möchte.
ich möchte auch so glücklich sein wie jeder andere.
Wenn ich raus geh binde ich mir meine Brust immer mit Bandagen ab.
Damit man nichts sehen kann.weil äußerlich sehe ich genau wie ein junge aus,
und fühle mich auch so.Wenn ich zum Arzt muss oder andere Termine habe,
und sie rufen meinen Namen auf,schauen mich die Leute so komisch an.
Das tut weh,ich wurde auch schon oftmals beleidigt als Transe und oft gemobbt in der Schule.
Ich will einfach so nicht mehr leben,habe keine Kraft mehr.
Ich hoffe mein größter Wunsch von einer Geschlechtsumwandlung geht in Erfüllung.

Ich schaff das einfach nicht mehr,meine Eltern stehen mir auch nicht zur Seite.

Vielleicht hat einer von euch ein paar tipps für mich???!!!

Silvio

Hallo Silvio!

Erstmal tut es mir sehr Leid für dich.
Ich kann dich vollkommen verstehen, dass du dich alleine gelassen fühlst.
Ich denke, dass es ziemlich viele Menschen gibt, die das gleiche Problem haben wie du.
Es gibt bestimmt eine anonyme Beratungsstelle bei dir in der Nähe, an die du dich wenden kannst.
Ansonsten, hast du nicht einen guten Freund/Freundin, die/der dir irgendwie helfen kann?
Ich denke, wenn du dir wirklich sicher bist, solltest du eine Geschlechtsumwandlung machen lassen. Danach wirst du dich hoffentlich so männlich fühlen, wie du es dir wünschst!

Ich wünsche dir alles, alles erdenklich Gute!

LG
Nine

Hi Silvio!

Dir ist wirklich viel Gewalt angetan worden, nicht nur von deinem Stiefopa, der dich missbraucht hat, sondern auch von deiner Oma und deinen Eltern, die dich allein gelassen haben damit.

Deine Anfrage aber würde, glaube ich, fast besser ins Psychologiebrett passen, weil diese Geschichte mit Erotik ja wohl weniger zu tun hat als mit Gewalt und den Folgen, die das bei dir ausgelöst hat.

Du hast eine Menge Dinge noch nicht verarbeitet und solltest dich dabei professionell unterstützen lassen. Ob du nun wirklich männlich bist oder das möglicherweise eine Schutzreaktion ist (wenn ich kein Mädchen mehr bin kann mich keiner mehr sexuell missbraucehn) wird ohnehin sehr ausgiebig von Psychologen ausgelotet bevor man wirklich eine Geschlechtsumwandlung bei dir vornehmen würde.

Lass dich ruhig auf eine Therapie ein. Du schreibst, dass du glücklich sein möchtest: Das kannst du bestimmt irgendwann, denn man kann durchaus solche Erlebnisse verarbeiten. Aber das braucht auch seine Zeit und vor allem Hilfe. Du musst das nicht allein schaffen.

Ein Therapeut kann dir einfach helfen, herauszufinden, wer du wirklich bist und wie du glücklich werden kannst.

Leider kann ich dir keine konkrete Beratungsstelle nennen, aber sicher meldet sich hier noch jemand.

Ich wünsche dir Kraft und Glück!

LiebeGrüßeChrisTine

Grüß dich Silvio,

es ist nicht schlimm, dass du dich eher als Junge/Mann fühlst, obwohl du eine Frau bist. Es gibt genug andere Frauen, die ebenso empfinden und Männer die sich eher als Frau fühlen.

Deine Geschichte ist sehr schlimm, besonders wenn gesagt wird, dass man lügen würde.

Habe mir auch oftmals was angetan weil ich einfach so nicht
mehr leben möchte.

Ich hatte auch mal eine solche Fase durchgemacht, wo ich mir auch Sachen antun wollte, weil mein Leben nutzlos schien(ich war klein fett und gemobbt worden) und dachte, wer will mich schon haben. Bis ich die Liebe entdeckt habe, die mir wieder Hoffnung in mein Leben gepflanzt hat. Ich hatte trotzdem noch meine sehr beschissenen Fasen, konnte damit aber dann besser umgehen.

Damit man nichts sehen kann.weil äußerlich sehe ich genau wie
ein junge aus,
und fühle mich auch so.Wenn ich zum Arzt muss oder andere
Termine habe,
und sie rufen meinen Namen auf,schauen mich die Leute so
komisch an.

Das tut weh,ich wurde auch schon oftmals beleidigt als Transe
und oft gemobbt in der Schule.

„Lass die Leute reden und hör ihnen nicht zu
Die meisten Leute haben ja nichts Besseres zu tun
Lass die Leute reden, bei Tag und auch bei Nacht
Lass die Leute reden - das haben die immer schon gemacht“

Wenn etwas nicht „normal“ ist, sind eben viele (besch******) Menschen so, dass die eben Glotzen müssen und hinter deinen Rücken lästern/kommentieren/beschimpfen sie dich. Wenn du anders bist/handelst/aussiehst sind eben viele Menschen so, dass sie solche unnötige Sachen machen.

Was ich betonen will ist, dass es auch Menschen gibt, denen das egal ist und sogar stolz auf solche Menschen sind, die so sind, wie sie sind und sich nciht der Masse anschließen. Ich bin einer davon.
Es ist nämlich dein Leben was du in der Hand hast und wenn es den anderen nicht passt, müssen sie trotzdem damit leben.

Ich will einfach so nicht mehr leben,habe keine Kraft mehr.

Finde deine Erfüllung und dein Leben sieht dann anders aus…

Ich hoffe mein größter Wunsch von einer Geschlechtsumwandlung
geht in Erfüllung.

Das wünsche ich dir auch =)

Ich schaff das einfach nicht mehr,meine Eltern stehen mir auch
nicht zur Seite.

Dann muss ich dir sagen, dass du schlechte Eltern hast, denn Eltern sollten ihre Kinder unterstützen, egal in welchem Fall…

Vielleicht hat einer von euch ein paar tipps für mich???!!!

-Lebe dein Leben weiter und tue dir nichts an… ansonsten gibts haue von mir =P

-Versuche es mit der Geschlechtsumwandlung, wenn es dich glücklich macht

-behalte deinen Lebensstil und passe dich nicht der Masse an

-wenn andere dich mobben, dann hast du 2 Entscheidungen:

  1. Du schlägst sie mit ihren eigenen Waffen(Worten) oder
  2. Lässt sie einfach reden

-schaue dich nach gleichgesinnten in deiner Umgebung um, die evt. ähnliche Wünsche/Probleme haben, sodass ihr euch gegenseitig unterstützen könnt und wer weiss, vieleicht findest du ja neue Freunde. Was du nur brauchst ist etwas Mut ^^

mit freundlichen und nicht Mainstream Grüßen,

Hanzo

…daran, dass dir mit der Gechlechtsumwandlung allein geholfen sein wird. Hilfe muss in deinem Fall sehr vielschichtig erfolgen und sich über einen sehr langen Zeitraum erstrecken müssen.
Neben den medizinischen Eingriffen denke ich vor allem an psychologischen Beistand, aber auch die finanzielle Deckung deiner Bedürfnisse.
Das kann niemand alleine stemmen und so wirst du nicht nur jede Menge Informationen sammeln, sondern dich auch nach Unterstützung umsehen müssen - je mehr, je besser. Denk bitte jetzt schon daran, dass Menschen meist nur einen begrenzten Teil eines Weges gemeinsam gehen. Du wirst also Verluste erleben, aber mit Sicherheit auch Gewinne.
Viel Glück wünscht dir

Hermann

Hallo,

Ich habe mit Autos gespielt und habe mich oftmals dreckig gemacht. Habe nie Kleider getragen nur Jungen Sachen. Wollte nichts mit Mädchen zu tun haben. Ich spielte lieber mit den Jungs Fußball oder ärgerte die Mädchen.

Bis hierhin trifft das auch auf mich zu. Ich bin heute dennoch gerne eine Frau.

Ob er ursächlich war, weiß ich nicht, aber ich vermute stark, dass der Missbrauch sehr viel damit zu tun hat, dass du deine Rolle als Frau nicht annehmen kannst/willst. Die Hilflosigkeit, in der du als Mädchen warst, war/ist ein Zustand, den du nie wieder erleben möchtest.

Insgesamt wird dir nur eine Therapie weiterhelfen - auch und besonders wenn du den Weg in ein anderes Geschlecht konsequent weitergehen möchtest. Bevor du operiert wirst, muss die Motivation für die Geschlechtsumwandlung ganz klar sein, sonst wird es schwierig werden, diesen Schritt zu vollziehen.

Ich kann mich irren, aber ich habe den Verdacht, dass die Ablehnung deiner Rolle als Frau weniger damit zu tun hat, dass du tatsächlich im falschen Körper geboren wurdest - was selbstverständlich möglich ist. In jedem Fall finde ich es für dein Seelenheil ganz wichtig, dass du dein Trauma mit therapeutischer Hilfe aufarbeitest.

Schöne Grüße,
Jule

Hallo Silvio,
das ist schwer, das was Du schreibst. Keiner darf da ein Urteil fällen oder einen Ratschlag so spontan zuwerfen.

Das was Dir Dein Stiefopa angetan hat ist schrecklich und bedarf einer seperaten Aufarbeitung.

Das was Dir in die Wiege (in die Gene) gelegt worden ist, ist aber etwas was Du als Solches akzeptieren lernen musst.
Es ist keine Schande als knabenhaftes Mädchen zu existieren - lerne Deine Qualitäten kennen und Dich selbst lieben so wie Du bist.

Dabei führt kein Weg an einer Therapie vorbei - und suche Dir Therapeuten oder Therapeutinnen gut aus. Wenn’s nicht passt, wechsele. Das darfst Du ohne Begründung bis zu fünf Mal tun. Erst wenn Du Dich sicher und verstanden fühlst, entscheidest Du Dich den Weg des „aufräumens“ zu gehen.

Vielleicht habe ich es überlesen - aber wie alt bist Du? Überstütze nichts. Du kannst eine Selbsthilfgruppe aufsuchen, wo Du Dich austauschen kannst.

Danach kannst Du als Frau weiterleben, die einen männlichen Charakter und Körpergefühl hat - dabei kannst Du es auch lernen mit Deinem weiblichen Körper zu leben. Es gibt sehr viele Frauen, die das lieben!

Oder Du kannst, wenn Du reif dafür bist, Dich umoperieren lassen - aber Du musst wissen, was Du damit erreichen willst. Ist es eine Flucht oder ist es die Erlösung?

Viele Grüße

Nochwas: wie stehen Deine Eltern zu Dir? Hast Du Vertraute, mit denen Du reden kannst? Hast Du Dich informiert (über Missbrauch, Identitätssuche)?

Du solltest Dir (eine Therapie wird Dir dabei helfen) daüber klar werden, dass Du nicht die Schwache in Deiner Lebensgeschichte bist!

Du bist nicht anders - Du bist so wie Du bist und es ist ok.

Suche Dir psychologische Begleitung (www.therapeuten.de) und gehe zur Polizei und zeige Deinen Opa an!

Viele Grüße

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Hallo,

sorry, dass ich das jetzt so schreibe, aber ich denke, eine Geschlechtsumwandlung wäre eine weitere Vergewaltigung deines Körpers. Für mich sieht die ganze Sache danach aus, als ob du schlichtweg den Missbrauch und die Reaktionen deiner Umwelt nicht aufgearbeitet hast. Der Hass auf deinen Körper kommt möglicherweise nicht daher, weil du im falschen Körper steckt - das tut niemand - sondern, weil er dir fremd geworden ist und du dich von deinem Körper entfremdet hast.

Dass du dich als Kind gerne „schmutzig“ gemacht hast und mit Jungs gespielt hast, vermag mich nicht zu überzeugen von deinem Wunsch nach einer Geschlechtsumwandlung, denn das haben fast alle Frauen/Mädchen, es wurde ihnen lediglich leider oft „abtrainiert“ von überbesorgten Eltern.

Wie schon die Vorposter vorgeschlagen haben, denke ich, dass eine langjährige Therapie helfen könnte. Ich würde dabei allerdings nicht den „Fehler“ machen, mich auf Therapeuten zu stürzen, die dir ein Attest für die Krankenkasse zur Geschlechtsumwand ausstellen sollen, sondern mich an Therapeuten oder Kliniken wenden, die Erfahrung bei Personen haben, die sexuellem Missbrauch ausgesetzt waren.

Vielleicht hilft dir auch ein offenes Gespräch mit Therapeut und Familie.

Alles Gute.

Hallo Silviofeatjenny1990,

der Missbrauch ist die Hauptsache, das andere nebensächlich. Wenn Du schon vorher lieber ein Mann sein wolltest, mag das vielleicht einen Zusammenhang zur Familie haben, auch zum Stiefopa, dieser Zusammenhang ebenso wie alle weiteren Zusammenhänge werden aber vom Missbrauchsfall ziemlich zugedeckt. Du solltest unbedingt in jahrelangen Gedanken diesen Missbrauch durchforschen, bevor Du Dir weitere Entscheidungen abverlangst. Nachher gilt es erst einmal, in ein soziales Netz zurückzukommen, in welchem die Familienmitglieder neue Rollen spielen und Du Dich freier fühlen kannst als vorher.

Gruss
Mike

Hallo Leopold,

in deinem Alter sollte man doch besser informiert sein, bevor man solche Irrtümer postet!

Der Hass auf deinen Körper kommt
möglicherweise nicht daher, weil du im falschen Körper steckt
- das tut niemand - sondern, weil …

Hier verweise ich auf
http://de.wikipedia.org/wiki/Transsexualität

Dass du dich als Kind gerne „schmutzig“ gemacht hast und mit
Jungs gespielt hast, vermag mich nicht zu überzeugen von
deinem Wunsch nach einer Geschlechtsumwandlung, denn das haben
fast alle Frauen/Mädchen, es wurde ihnen lediglich leider oft
„abtrainiert“ von überbesorgten Eltern.

Quellen?

Ich habe durch meinem Job ca. 2000 Kinder zw. 0,5 und 6 Jahren mind. 3 Wochen lang erlebt. Ich denke, das ist genug für eine soziologische Erhebung und somit irrst du auch hier gewaltig!
Es ist sogar so, dass sich Eltern aus dem „alternativen Spektrum“ häufig bemühen, diese Rollenzuweisung zu unterbinden, den Jungs Puppen schenken und den Mädchen Autos. Das Interesse daran ist jedoch meist gering.

Wie schon die Vorposter vorgeschlagen haben, denke ich, dass
eine langjährige Therapie helfen könnte

mit dem Thema

sexuellem Missbrauch

hier stimme ich endlich mal mit dir überein.

@ silvio,

ich hatte dir letztens länger geschrieben und bin dann daran hängen geblieben, dass ich dir sowohl durch Inhalt als auch Schreibstil deine 20 Jahre nicht abnehme. Hab´s dann gelöscht.
Sag mal ehrlich, bist du wirklich 20? Oder hast du eventuell befürchtet, du wirst nicht ernst genug genommen, wenn du dein wahres Alter angibst?
Ich finde dein Alter für den gesamten Kontext und mögliche Ratschläge wirklich wichtig!

Grüße von
jeanne

Hierzu sind die Auffassungen - auch unter Experten - unterschiedlich. Mich auf Grund meiner Sichtweise als „uninformiert“ zu bezeichnen, zeugt nicht gerade von der eigenen „Informiertheit“ - aber das nur am Rande.

Ich selbe habe im eigenen Bekanntenkreis einen Mann, der die Geschlechtsumwandlung vollzogen hat - und glaub mir: er leidet jetzt mehr als zuvor. Die OP ist massiv, die Schmerzen hören nie auf und das unklare Rollenbild wird bleiben. Und „nur“ weil man mit dem eigenen Körper nicht zurecht kommt aufgrund des jahrelangen Missbrauchs, dem OP „Transsexualität“ zu unterstellen, halte ich für mehr als gewagt. Es gibt keinen „falschen“ oder „richtigen“ Körper, dabei bleibe ich. Es gibt nur die Gesellschaft, die Menschen in Rollen drängt, in denen sich sensible Menschen unwohl fühlen und keinen Ausweg mehr sehen.

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Hallo!

Ich selbe habe im eigenen Bekanntenkreis einen Mann, der die
Geschlechtsumwandlung vollzogen hat - und glaub mir: er leidet
jetzt mehr als zuvor.

Und drauf stützt du deine Meinung? Auf einen Fall in deinem Bekanntenkreis? Das würde ich persönlich auvch als uninformiert bezeichnen.

Unter den drei oder vier Transexuellen in meinem Bekanntenkreis ist übrigens keiner, der hinterher gelitten hätte als zuvor. :smile:

Die OP ist massiv, die Schmerzen hören
nie auf und das unklare Rollenbild wird bleiben.

Nein, bei meinen Bekannten war da das Gefühl, endlich richtig zu sein.

Und „nur“
weil man mit dem eigenen Körper nicht zurecht kommt aufgrund
des jahrelangen Missbrauchs, dem OP „Transsexualität“ zu
unterstellen, halte ich für mehr als gewagt.

Hier stimme ich Dir allerdings zu: Das kann man aus der Ferne nicht beurteilen. Denn natürlich kann das Gefühl auch andere Gründe haben - und dann geht es dem UP möglicherweise wie deinem Bekannten.

Es gibt keinen
„falschen“ oder „richtigen“ Körper, dabei bleibe ich.

Vielleicht kannst Du für diese Haltung ja irgendwelche belastbareren Daten anführen als Deine persönliche Meinung und einen Fall in deinem Bekanntenkreis?

Gruß,
Max

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Entschuldigt, wenn ich mich in Eure Diskussion einmische:

Silvio meldet sich hier ja (zur Zeit) nicht.

Ich denke aber doch, es muss - nicht nur hier, sondern ganz allgemein - unterschieden werden, ob jemand transsexuell ist, oder ob er es vermeintlicherweise ‚wird‘, weil er seinen Körper aufgrund von Mißbrauch ablehnt.

Da Homosexualität sowie auch Transsexualität genetisch bedingt sind, wird Letzteres natürlich zu Problemen führen, weil, ich sag mal, keine ‚echte Transsexualität‘ vorliegt, und somit das Problem nicht durch eine Geschlechtsumwandlung gelöst werden kann.

Klar, dass jemand, der tatsächlich transsexuell ist, sich nach einer Geschlechtsumwandlung fühlen wird, als sei er nun endlich im eigenen Körper angekommen - hier ist dann nämlich das, was das Hirn vorgibt, im Einklang mit den physischen Tatsachen.

Ich denke mal, das würde auch die Diskrepanz in den Erfahrungen Eurer Bekannten erklären - auch wenn eine einzige Person zugegebenermassen statistisch nicht viel aussagt.

Silvio, falls Du dies liest - DAS ist eben genau das, was Du klären musst.

gruss, isabel

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Hallo!

Ich denke aber doch, es muss - nicht nur hier, sondern ganz
allgemein - unterschieden werden, ob jemand transsexuell ist,
oder ob er es vermeintlicherweise ‚wird‘, weil er seinen
Körper aufgrund von Mißbrauch ablehnt.

Genauso sehe ich das auch. Deswegen halte ich eine Pauschalaussage wie „Es gibt keinen falschen oder richtigen Körper“ für falsch. Weil man da eben nicht alle Fälle über einen Kamm schweren kann.

Silvio, falls Du dies liest - DAS ist eben genau das, was Du
klären musst.

Ja, das bringt es auf den Punkt.

Gruß,
Max

Ich denke, du hast mich missverstanden. Ich bestreite nicht, dass es Fälle von Transsexualität gibt. Wogegen ich mich wende ich die Bezeichnung des „falschen Körpers“. Kein Körper ist falsch. Und umso mehr hat mich beim OP diese Diskussion gestört, weil der Körper infolge von Missbrauch massiv verletzt und vergewaltigt wurde. Wenn in einem solchen Ausgangsfall von „falschem Körper“ gesprochen wird, dann hat das Ganze einen fragwürdigen Touch.

Und dass die dir bekannten operierten Männer und Frauen glücklich sind, mag sein. Der Fall, den ich kenne, ist einfach tragisch und erweckte in mir den Eindruck eines Gemetzels, der alles verschlimmert hat. Ich verstehe jedenfalls nicht, weshalb man jemandem, der sich an dieser Diskussion beteiligt, auf Grund der Schilderung eigener Erfahrungen Unwissenheit vorwirft und persönlich angreifen muss. Aber das scheint hier in Deutschland die „Streit-“ und Diskussionskultur zu sein.

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Gutenabend Silvio,

wenn du den Rat von Chili befolgst und dein Stiefopa anzeigst wird es dir gewiss bereits etwas besser gehen. Ich gehe noch weiter: deine Oma sollte es auch noch mal hoeren muessen, dass sie dich im Stich gelassen hast! Wo du sie dringenst gebraucht hast. Ich denke, wenn man schwer verletzt wurde durch zutun dritter hilft es am meisten, wenn man die Verletzung so viel als moeglich wieder an die Adresse der Absender zurueck gibt! Dies ist fuer mich ein erweiterte Selbstverteidigung. Funest ist die Rolle des Opfers. Funest ist auch eine Flucht.

Untenstehend zitiere ich nochmals was Chili dir schrieb:

Suche Dir psychologische Begleitung (www.therapeuten.de) und
gehe zur Polizei und zeige Deinen Opa an!

Viele Grüße

Gruss: Ge-es

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Meinungen vs. Wissen
Hallo Leopold,

Hierzu sind die Auffassungen - auch unter Experten -
unterschiedlich. Mich auf Grund meiner Sichtweise als
„uninformiert“ zu bezeichnen, zeugt nicht gerade von der
eigenen „Informiertheit“ - aber das nur am Rande.

Es gibt Meinungen und es gibt Wissen.
Man kann eine Meinung haben und darüber aber nichts fundiertes wissen (ungünstigste Konstellation und da sollte man lieber die Meinung für sich behalten). Man kann auch etwas wissen und darüber aber keine Meinung haben. Man kann etwas wissen und darüber eine Meinung haben.
Und zu guter letzt: über Meinungen kann man nicht streiten, sondern nur argumentieren.

Ich selbe habe im eigenen Bekanntenkreis einen Mann, der die
Geschlechtsumwandlung vollzogen hat - und glaub mir: er leidet
jetzt mehr als zuvor. Die OP ist massiv, die Schmerzen hören
nie auf und das unklare Rollenbild wird bleiben.

Mag sein, dass es bei deinem Bekannten so ist. Wir kennen weder die Hintergründe, noch den Verlauf samt Komplikationen. Du schließt aber hier von einem Einzelfall auf die Allgemeinheit - und das ist wissenschaftlich betrachtet eine nicht ernst zu nehmende Aussage.

weil man mit dem eigenen Körper nicht zurecht kommt aufgrund
des jahrelangen Missbrauchs, dem OP „Transsexualität“ zu
unterstellen, halte ich für mehr als gewagt. Es gibt keinen
„falschen“ oder „richtigen“ Körper, dabei bleibe ich. Es gibt
nur die Gesellschaft, die Menschen in Rollen drängt, in denen
sich sensible Menschen unwohl fühlen und keinen Ausweg mehr
sehen.

Ob sie transsexuell ist oder nicht kann und darf hier keiner beurteilen. Transsexualität ist eine Identitätsstörung. Es gibt keinen richtigen oder falschen Körper, aber es gibt das richtige oder falsche Geschlecht. Das zu leugnen ist schandhaft, denn die Störung ist im ICD-10 klassifiziert und im Grundgesetz werden Transsexuelle besondere Rechte einberäumt - da kannst Du Dir mit Deiner Meinung auf den Kopf stellen - das interessiert keinen Menschen, der sich ernsthaft und differenziert mit dem Thema auseinandergesetzt hat.

Viele Grüße

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Hallo!

Ich denke, du hast mich missverstanden.Ich bestreite nicht,
dass es Fälle von Transsexualität gibt. Wogegen ich mich
wende ich die Bezeichnung des „falschen Körpers“. Kein Körper
ist falsch. Und umso mehr hat mich beim OP diese Diskussion
gestört, weil der Körper infolge von Missbrauch massiv
verletzt und vergewaltigt wurde. Wenn in einem solchen
Ausgangsfall von „falschem Körper“ gesprochen wird, dann hat
das Ganze einen fragwürdigen Touch.

In diesem Punkt sehe ich das ähnlich wie Du. „Ich bin im falschen Körper“ ist aber halt die Formulierung, die viele Transexuelle für sich verwenden, und deswegen kam es so rüber, als würdest Du transexulaität komplett leugnen. Wenn das ein Mißverständnis war, dann ist es ja gut.

Der Fall, den ich kenne, ist einfach
tragisch und erweckte in mir den Eindruck eines Gemetzels, der
alles verschlimmert hat.

Das hat auch keiner geleugnet.

Ich verstehe jedenfalls nicht,
weshalb man jemandem, der sich an dieser Diskussion beteiligt,
auf Grund der Schilderung eigener Erfahrungen Unwissenheit
vorwirft und persönlich angreifen muss.

Weil der Eindruck entstanden ist, du würdest Deine Einzelfall-Erfahrung dahingehen veralgemeinern, daß Du die Existenz von Transexualismzus leugnest.

Ich finde, Chili hat es sehr gut auf den Punkt gebracht.

Aber das scheint hier
in Deutschland die „Streit-“ und Diskussionskultur zu sein.

*genervt guck* Kann man nicht mal diskutieren ohne solche Verallgemeinerungen???

Max