Grundlegende Dinge
Hi,
Nun, darauf kommt es auch nicht an, ich hoffte Du wuerdest das
Prinzip das ich mit meiner Geschichte erlaeutern wollte
verstehen.
Allerdings sehe ich genau in diesem Punkt dein fundamentales Mißverständnis der Institution Ehe.
Nun, und Du verkennst dass nicht immer eine Kompromissloesung
moeglich ist!
Eine Kompromisslösung muss möglich sein, sonst ist die Ehe faktisch zuende. Deine Frage was tun im Falle einer Situation ohne Kompromisse ist die Frage: „Was tun am Ende der Ehe“
Diesmal ein Zitat aus dem Kathechismus der katholischen Kirche, Hervorhebungen wie immer von mir:
---- Zitat —
(Quelle: http://www.luntzer.ch/Kathechismus/DAS%20LEBEN%20IN%… )
I * Die Familie im Plane Gottes
Natur der Familie
2201 Die Ehegemeinschaft beruht auf dem Konsens der Gatten, ihrem gegenseitigen Einverständnis. Ehe und Familie sind auf das Wohl der Gatten sowie auf die Zeugung und Erziehung von Kindern hinge ordne [Vgl. Dtn 5,16.]. Die Liebe der Gatten und die Zeugung von Kindern lassen zwischen den Familienmitgliedern persönliche Beziehungen und grundlegende Verantwortung entstehen.
---- Zitat ende -----
Hier wird klargestellt, dass die Basis der Ehegemeinschaft das gegenseitige Einverständnis ist.
Bestehst du auf dem letzten Machtwort, dann hebst du diese Basis auf. Faktisch ist Ehe damit beendet, da das Fundament „Einverständnis“ fehlt.
Tja, die Frage ist ob wir die Ehe als gleichwertige
Partnerschaft definieren wollen. Darum dreht sich ja alles
gerade.
Ja, genau das ist die Ehe und nichts anderes.
Ich denke eine gleichwertige Partnerschaft ist eher so
etwas wie eine Freundschaft, da kann man dann auch einfach
auseinandergehen wenn man nicht mehr will. Aber ich denke bei
der Ehe ist es eben komplizierter, gerade weil man nicht
einfach so auseinandergeht, auch wenn das heute gerne anders
gesehen wird.
Ich wuerde ja gerne die Idee der gleichwertigen Partnerschaft
akzeptieren, nur kann ich einfach nicht glauben dass
a)Immer eine Kompromissloesung moeglich ist
b)Im Falle das a) doch nicht immer erfuellbar ist, einfach die
Scheidung eingereicht wird
In dem Falle, dass keine Einigung erreicht wird und du nicht bereit bist um der Ehe willen nachzugeben, dann trennst du das, was zusammengehört. Du missachtest mit deinem Machtanspruch das Gebot der Demut!
In dem du auf dein Recht auf das letzte Wort bestehst hebst du die eheliche Gemeinschaft faktisch auf, was übrig bleibt ist ein seelenloses Wrak.
Gegenfrage: Was ist die größere Sünde: Sich scheiden zu
lassen, oder einem anderen Menschen den eigenen Willen
aufzu zwingen?
Die Frage ist so falsch gestellt, denn offenbar will nicht
derjenige sich scheiden lassen der dem anderen den Willen
aufzwingen will. Tatsaechlich siehst Du nicht die dritte
Alternative in der Geschichte. Diese lautet: einer der Partner
ordnet sich FREIWILLIG dem anderen unter.
Als Christ mußt du derjenige sein, der sich unterordnet, wenn du derjenige bist, der erkennt, das es sonst nicht weiter geht. Das folgt wiederum aus dem Gebot der Demut.
Einen schönen Tag
Rossi