Frau in der christlichen Ehe(2.Runde)

Hi Michael,

Nachdem ich mir abgewöhnt habe, in meiner Meinung die einzig
glückseligmachende zu sehen stehe ich da doch vor einem
kleinen Rätsel…

da stehst Du gar nicht alleine.

Auch die Pharisäer fragten Jesus, wie er zur Scheidung steht.
Seine Antwort: „Was Gott zusammengefügt hat, soll der Mensch nicht scheiden.“ (Matth.19,6)

Und so wie es im Judentum trotzdem Brauch war, sich scheiden zu lassen, haben es auch die christlichen Großkirchen übernommen. Wir sollten aber die Begründung für die Erlaubnis durch Mose (Matth.19,8) nicht außer Acht lassen: „…weil er euer böses und hartes Herz kannte.“

Eine Scheidung ist also immer ein Eingeständnis, das wir nicht die richtige Herzenshaltung erreicht haben.

Aber in unserer Wegwerf-Gesellschaft brauchen wir uns auch nicht über die Wegwerf-Ehe/Familie wundern.

Gruss Harald

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Hi Harald

Auch die Pharisäer fragten Jesus, wie er zur Scheidung steht.
Seine Antwort: „Was Gott zusammengefügt hat, soll der Mensch
nicht scheiden.“ (Matth.19,6)

Nun Schön

Und so wie es im Judentum trotzdem Brauch war, sich
scheiden zu lassen, haben es auch die christlichen Großkirchen
übernommen. Wir sollten aber die Begründung für die Erlaubnis
durch Mose (Matth.19,8) nicht außer Acht lassen: „…weil er
euer böses und hartes Herz kannte.“

Eine Scheidung ist also immer ein Eingeständnis, das wir nicht
die richtige Herzenshaltung erreicht haben.

Richtig, aber muss derjenige mit der „richtigen“ Herzenshaltung alles von demjenigen schlucken, der eben nicht die richtige Herzenshaltung hat.
ich sage da nur, „it takes two for a tango“. warum müssen ehepartner in einer total verkorksten Ehe zusammenbleiben, wenn für beide ein Neuanfang das beste wäre.

Aber in unserer Wegwerf-Gesellschaft brauchen wir uns auch
nicht über die Wegwerf-Ehe/Familie wundern.

Die meisten, die ich kenne haben sich ihre Scheidung nicht leicht gemacht

Gruss
Mike
P.S. Ausführlich werde ich bei Carlos nochmal antworten

Also geht´s doch…
Hi carlos,
erst mal danke für die prompte Antwort

Du sagst es!

Matthäus 5:31,32
31 Außerdem ist gesagt worden: ,Wer immer sich von seiner Frau
scheiden läßt, gebe ihr ein Scheidungszeugnis.’ 32 Doch ich
sage euch, daß jeder, der sich von seiner Frau scheiden läßt,
ausgenommen wegen Hurerei, sie dem Ehebruch aussetzt, und wer
eine Geschiedene heiratet, begeht Ehebruch.

Matthäus 19:3-9
3 Und Pharisäer traten an ihn heran, in der Absicht, ihn zu
versuchen, und sprachen: „Ist es einem Mann erlaubt, sich von
seiner Frau aus jedem beliebigen Grund scheiden zu lassen?“ 4
In Erwiderung sagte er: „Habt ihr nicht gelesen, daß der,
welcher sie schuf, sie von Anfang an männlich und weiblich
gemacht hat 5 und sprach: ,Darum wird ein Mann seinen Vater
und seine Mutter verlassen und wird fest zu seiner Frau
halten, und die zwei werden e i n Fleisch sein’, 6 so daß sie
nicht mehr zwei, sondern e i n Fleisch sind? Was also Gott
zusammengejocht hat, bringe kein Mensch auseinander.“ 7 Sie
sagten zu ihm: „Warum schrieb denn Moses vor, ihr ein
Entlassungszeugnis zu geben und sich von ihr scheiden zu
lassen?“ 8 Er sprach zu ihnen: „Im Hinblick auf eure
Herzenshärte hat Moses euch das Zugeständnis gemacht, [daß
ihr] euch von euren Frauen scheiden lassen [könnt], aber von
Anfang an ist dies nicht der Fall gewesen. 9 Ich sage euch,
daß, wer immer sich von seiner Frau scheiden läßt, ausgenommen
aufgrund von Hurerei, und eine andere heiratet, Ehebruch
begeht.“

Interessant ist der Ausdruck, „Ausgenommen von Hurerei“. Also, wenn mich mein Partner betrügt, dann darf ich mich lt Jesus scheiden lassen! - und logischerweise danach einen anderen Partner heiraten.

Bleibt nur die Frage, ob Hurerei jetz sozusagen nur körperlich möglich ist oder ob sozusagen „geistige“ Hurerei auch dazu gehört.

Hmmmm
ich will natürlich hier niemandens religiöse Gefühle verletzen, aber die Aussagen sind alles andere als eindeutig und haben einen gewissen Interpretationsspielraum.

Gruss
Mike

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Hallo Mike,

Interessant ist der Ausdruck, „Ausgenommen von Hurerei“. Also,
wenn mich mein Partner betrügt, dann darf ich mich lt Jesus
scheiden lassen! - und logischerweise danach einen anderen
Partner heiraten.

Ja.

Bleibt nur die Frage, ob Hurerei jetz sozusagen nur körperlich
möglich ist oder ob sozusagen „geistige“ Hurerei auch dazu
gehört.

Hmmmm
ich will natürlich hier niemandens religiöse Gefühle
verletzen, aber die Aussagen sind alles andere als eindeutig
und haben einen gewissen Interpretationsspielraum.

Das erinnert mich an den nun ausscheidenden US-Präsidenten, der die Frage verneinte, ob er mit Mrs. Lewinsky Sex hatte.
Er hatte sich nur Einen blasen lassen.
Ob Mrs. Clinton gleicher Meinung war, bezweifle ich.

Gruß
Carlos

Halli Mike,

genau das ist die Frage. Der Vatikan hat erst in diesem Jahr wieder mal alle andere christlichen Kirchen dadurch verärgert, daß er verkündet hat, daß allein die katholische Kirche den wahren Glauben besitzt. Er hat mehr oder weniger den anderen ihr Chritentum abgesprochen. (Die genaue Formulierung bekomme ich jetzt nicht hin.)

Damit ist wieder mal klar : Seine (Schein)heiligkeit hat recht, alle anderen irren und sind Ketzer. In dieser Hinsicht hat sich der Laden seit der dem Mittelalter kein Stück verändert.

Und da ja der Papst unfehlbar und sein Wort für einen guten Katholiken Gesetz ist, wird die katholische Kirche nie in der Lage sein, einen vernünftigen Dialog zu führen. Wer von vorherein jede Möglichkeit eines Irrtums ausschließt, kann sich nicht bewegen.

Gernot Geyer

,die über ihren eigenen Lebensweg entscheiden, sind kein
Komitee.

Nun, darauf kommt es auch nicht an, ich hoffte Du wuerdest das Prinzip das ich mit meiner Geschichte erlaeutern wollte verstehen.

Du verkennst, dass eine Partnerschaft gescheitert ist, falls
es keine freiwillig ausgehandelte Kompromisslösung gibt. Was

Nun, und Du verkennst dass nicht immer eine Kompromissloesung moeglich ist!

bleibt ist ein Wirtschaftsunternehmen (Haushalt), in dem einer
das sagen hat. Formal gesehen ist das zwar vielleicht noch
eine Ehe, praktisch hat das mit Partnerschaft nichts mehr zu
tun (Partnerschaft setzt gleichberechtigte Beteiligte voraus.)

Tja, die Frage ist ob wir die Ehe als gleichwertige Partnerschaft definieren wollen. Darum dreht sich ja alles gerade. Ich denke eine gleichwertige Partnerschaft ist eher so etwas wie eine Freundschaft, da kann man dann auch einfach auseinandergehen wenn man nicht mehr will. Aber ich denke bei der Ehe ist es eben komplizierter, gerade weil man nicht einfach so auseinandergeht, auch wenn das heute gerne anders gesehen wird.
Ich wuerde ja gerne die Idee der gleichwertigen Partnerschaft akzeptieren, nur kann ich einfach nicht glauben dass
a)Immer eine Kompromissloesung moeglich ist
b)Im Falle das a) doch nicht immer erfuellbar ist, einfach die Scheidung eingereicht wird

Gegenfrage: Was ist die größere Sünde: Sich scheiden zu
lassen, oder einem anderen Menschen den eigenen Willen
aufzu zwingen?

Die Frage ist so falsch gestellt, denn offenbar will nicht derjenige sich scheiden lassen der dem anderen den Willen aufzwingen will. Tatsaechlich siehst Du nicht die dritte Alternative in der Geschichte. Diese lautet: einer der Partner ordnet sich FREIWILLIG dem anderen unter. Ich habe hier das Wort freiwillig hervorgehoben. Natuerlich muss man da den richtigen Partner finden, aber gute Ehen funktionieren eben nur mit den richtigen Partnern. Nur vorneweg, ich kenne genug Ehen die nach dem genannten Prinzip gut funktionieren!

Schönen Abend noch
Rossi

Ebenso…Abe…

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Wusste nicht dass Du evangelisch bist…
Ich bin es jedenfalls nicht. Ueberhaupt finde ich die Kirche keine besonders gute Quelle weil sie immer mehr das wahre Christentum verwaessert. Aber wenn es Dich zufriedenstellt, bitte…

Gruss Abe…

Hi Michael,

ich sage da nur, „it takes two for a tango“. warum müssen
ehepartner in einer total verkorksten Ehe zusammenbleiben,
wenn für beide ein Neuanfang das beste wäre.

Gegenfrage: Warum machen sie nicht gemeinsam einen Neuanfang?

Paulus sagt: „Was vorher war ist vergangen, etwas Neues hat begonnen.“ (2.Kor.5,17)
Und schließlich gehört zum Christsein auch die Vergebung.

Gruss Harald

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Hi Harald

ich sage da nur, „it takes two for a tango“. warum müssen
ehepartner in einer total verkorksten Ehe zusammenbleiben,
wenn für beide ein Neuanfang das beste wäre.

Gegenfrage: Warum machen sie nicht gemeinsam einen Neuanfang?

Paulus sagt: „Was vorher war ist vergangen, etwas Neues hat
begonnen.“ (2.Kor.5,17)
Und schließlich gehört zum Christsein auch die Vergebung.

Klar, aber sie müssen sich dann ja wohl gegenseitig vergeben, und was, wenn einer (oder beide) das nicht wollen, oder nicht mehr können, weil die gegenseitigen Verletzungen zu gross sind.
Wir sind alle nur Menschen… (manchmal leider, manchmal gottseidank)

oder ist das dann keine christliche Ehe mehr…

Gruss
und nix für ungut
Mike

Ich bin es jedenfalls nicht. Ueberhaupt finde ich die Kirche
keine besonders gute Quelle weil sie immer mehr das wahre
Christentum verwaessert. Aber wenn es Dich zufriedenstellt,
bitte…

Das ist eigentlich ein anderer (riesiger) thread, aber:

Du behauptest, die evangelische Kirche verwaessert das „wahre“ Christentum. Und das in einem Tonfall, der klar macht, daß für Dich die evangelische (und katholische und orthodoxe und überhaupt jede ausser Deiner eigenen) Kirche das Heidentum schlechthin ist…

Lass Dir mal von -bb- erzählen, was Deine Vertreter des „wahren“ Christentums so alles anstellen. Christlich ist das nicht gerade.

Genauso wie ich es nicht leugne, daß in vielen evangelischen Gemeinden das Christentum sehr stark verwässert wird, so leugne ich es nicht, daß viele „fundamentalistische“ Gemeinden gesetzlich bis hin zur brutalistischen Lieblosigkeit sind.

Aber ich habe in den evagelischen Gemeinden auch viel an ganz praktischer Hilfe finden können, die in den „fundamentalistischen“ Gemeinden nur mit der Lupe zu finden wären.

Meine Quintessenz: Es gibt keine guten und schlechten Kirchen, es gibt nur gute und schlechte Menschen - und die Entscheidung darüber sollte man im allgemeinen Gott überlassen. Wenn eine christliche Kirche einen Text veröffentlicht, der gut und wahr ist, dann ist er gut und wahr.

  • Darum prüfet mit Hilfe des heiligen Geistes und behaltet das Gute -

Gruß
Thomas

Bin katholisch…
aber was die EKD zum Thema Familie ins Netz gestellt hat, git sehr gut meine Meinung wieder.
Ciao Rossi

Grundlegende Dinge
Hi,

Nun, darauf kommt es auch nicht an, ich hoffte Du wuerdest das
Prinzip das ich mit meiner Geschichte erlaeutern wollte
verstehen.

Allerdings sehe ich genau in diesem Punkt dein fundamentales Mißverständnis der Institution Ehe.

Nun, und Du verkennst dass nicht immer eine Kompromissloesung
moeglich ist!

Eine Kompromisslösung muss möglich sein, sonst ist die Ehe faktisch zuende. Deine Frage was tun im Falle einer Situation ohne Kompromisse ist die Frage: „Was tun am Ende der Ehe“

Diesmal ein Zitat aus dem Kathechismus der katholischen Kirche, Hervorhebungen wie immer von mir:

---- Zitat —
(Quelle: http://www.luntzer.ch/Kathechismus/DAS%20LEBEN%20IN%… )
I * Die Familie im Plane Gottes
Natur der Familie

2201 Die Ehegemeinschaft beruht auf dem Konsens der Gatten, ihrem gegenseitigen Einverständnis. Ehe und Familie sind auf das Wohl der Gatten sowie auf die Zeugung und Erziehung von Kindern hinge ordne [Vgl. Dtn 5,16.]. Die Liebe der Gatten und die Zeugung von Kindern lassen zwischen den Familienmitgliedern persönliche Beziehungen und grundlegende Verantwortung entstehen.

---- Zitat ende -----
Hier wird klargestellt, dass die Basis der Ehegemeinschaft das gegenseitige Einverständnis ist.
Bestehst du auf dem letzten Machtwort, dann hebst du diese Basis auf. Faktisch ist Ehe damit beendet, da das Fundament „Einverständnis“ fehlt.

Tja, die Frage ist ob wir die Ehe als gleichwertige
Partnerschaft definieren wollen. Darum dreht sich ja alles
gerade.

Ja, genau das ist die Ehe und nichts anderes.

Ich denke eine gleichwertige Partnerschaft ist eher so
etwas wie eine Freundschaft, da kann man dann auch einfach
auseinandergehen wenn man nicht mehr will. Aber ich denke bei
der Ehe ist es eben komplizierter, gerade weil man nicht
einfach so auseinandergeht, auch wenn das heute gerne anders
gesehen wird.
Ich wuerde ja gerne die Idee der gleichwertigen Partnerschaft
akzeptieren, nur kann ich einfach nicht glauben dass
a)Immer eine Kompromissloesung moeglich ist
b)Im Falle das a) doch nicht immer erfuellbar ist, einfach die
Scheidung eingereicht wird

In dem Falle, dass keine Einigung erreicht wird und du nicht bereit bist um der Ehe willen nachzugeben, dann trennst du das, was zusammengehört. Du missachtest mit deinem Machtanspruch das Gebot der Demut!
In dem du auf dein Recht auf das letzte Wort bestehst hebst du die eheliche Gemeinschaft faktisch auf, was übrig bleibt ist ein seelenloses Wrak.

Gegenfrage: Was ist die größere Sünde: Sich scheiden zu
lassen, oder einem anderen Menschen den eigenen Willen
aufzu zwingen?

Die Frage ist so falsch gestellt, denn offenbar will nicht
derjenige sich scheiden lassen der dem anderen den Willen
aufzwingen will. Tatsaechlich siehst Du nicht die dritte
Alternative in der Geschichte. Diese lautet: einer der Partner
ordnet sich FREIWILLIG dem anderen unter.

Als Christ mußt du derjenige sein, der sich unterordnet, wenn du derjenige bist, der erkennt, das es sonst nicht weiter geht. Das folgt wiederum aus dem Gebot der Demut.

Einen schönen Tag
Rossi

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Hi Michael,

Und schließlich gehört zum Christsein auch die Vergebung.

Klar, aber sie müssen sich dann ja wohl gegenseitig vergeben,
und was, wenn einer (oder beide) das nicht wollen, oder nicht
mehr können, weil die gegenseitigen Verletzungen zu gross
sind.
Wir sind alle nur Menschen… (manchmal leider, manchmal
gottseidank)

oder ist das dann keine christliche Ehe mehr…

Also jetzt wird die Sache etwas heikel.
Ich gehe mal nur von der Theorie aus.

Wer seinem Nächsten / Partner / sonstjemandem nicht vergeben will , verstößt gegen Jesu Gebot.

Wer absichtlich gegen Gottes Gebote verstößt, schließt sich selbst aus der christlichen Gemeinschaft aus.

Also ist dann die christliche Ehe hinfällig.

Gruss Harald

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Hallo Harald,

Wer seinem Nächsten / Partner / sonstjemandem nicht vergeben
will , verstößt gegen Jesu Gebot.

Wer absichtlich gegen Gottes Gebote verstößt, schließt sich
selbst aus der christlichen Gemeinschaft aus.

Also ist dann die christliche Ehe hinfällig.

also daß jetzt nochmal langsam. Venn mich jemand verletzt und ich vergebe dem Täter nicht, schliße ich mich aus. Gilt das auch bei Opfern von Vergewaltigungen, Raub und Mordversuchen?
Dann weiß ich endlich, woher das beliebte Spiel kommt, die Opfer zu Tätern zu machen…

Gernot Geyer

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Vergebung
Hallo Gernot,

also daß jetzt nochmal langsam. Venn mich jemand verletzt und
ich vergebe dem Täter nicht, schliße ich mich aus. Gilt das
auch bei Opfern von Vergewaltigungen, Raub und Mordversuchen?
Dann weiß ich endlich, woher das beliebte Spiel kommt, die
Opfer zu Tätern zu machen…

hier geht es nicht um Täter und Opfer.

Es geht darum, den Willen Gottes zu tun.

Jesus lehrte uns das „Vater unser“.
Da heißt es: "Vergib uns unsere Schuld, wie wir denen vergeben , die uns Unrecht getan haben. (Matt.6,12)

Und Jesus selbst bat seinen Vater im Himmel: „Vater vergib ihnen, denn sie wissen nicht, was sie tun.“ (Luk.23,34)

Ich habe nicht gesagt, dass so eine Haltung immer leicht fällt. Im Gegenteil, es ist besonders schwierig, wenn es sich um schwere Verbrechen handelt oder wenn das Vertrauensverhältnis zerbrochen ist.

Aber wenn wir das Wollen aufbringen, gibt uns Gott auch die Kraft dazu, das durchzustehen.

Gruss Harald

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Klar, aber sie müssen sich dann ja wohl gegenseitig vergeben,
und was, wenn einer (oder beide) das nicht wollen, oder nicht
mehr können, weil die gegenseitigen Verletzungen zu gross
sind.
Wir sind alle nur Menschen… (manchmal leider, manchmal
gottseidank)

Nun, ich habe die Entschuldigung „ich bin auch nur ein Mensch“ schon oft genug gehoert, gerade von Christen. Wir sollten nicht vergessen das Jesus auch nur ein Mensch war, und als Mensch alle Schmerzen, Zweifel und Aengste des Kreuzes durchlitten hat.
Natuerlich werden Leute die nur eine Entschuldigung suchen immer gerne auf das Menschsein zurueckgreifen. Doch die Bibel sagt uns dass Gott uns die Kraft geben wird zu ueberwinden. Sicherlich werden das nur Menschen erfahren die daran im Glauben festhalten und entsprechend handeln.
Ich denke es ist nicht im Sinne Gottes das wird uns hinter Entschuldigungen zurueckziehen, sondern stattdessen sollten wir zu Ueberwindern werden.

Wie John Wesley schon sagte, „ohne einen grossen Kampf kann es auch keinen grossen Sieg geben!“

Gruss Abe…

Hallo Harald,

Was soll an Deiner Frage christlich sein, wenn Du Gottes
Ordnungen in Frage stellst?

Was als „Gottes Ordnungen“ bezeichnet wird, ist oft so widerlich, menschenverachtend und brutal, dass ich es aus Gewissensgründen nicht akzeptieren kann. Mein Gewissen sträubt sich einfach dagegen, es gut und richtig zu finden, wenn Frauen wie sklavinnen gehalten, Kinder verprügelt, Homosexuelle zum Freiwild für Gewalt gemacht und ganze Völker wegen ihres „falschen Glaubens“ abgeschlachtet werden, und wenn es hundert Mal in der Bibel steht, dass Gott da voll dahinter steht.
lg,
bb

Hallo Carlos,

Das erinnert mich an den nun ausscheidenden US-Präsidenten,
der die Frage verneinte, ob er mit Mrs. Lewinsky Sex hatte.
Er hatte sich nur Einen blasen lassen.

Ts, ts … was für Ausdrücke…
Übrigens hat auch unser Erzbischof Krenn erklärt: Dass der Kardinal Gröer jungen Männern (gegen ihren Willen) Zungenküsse verpasst, sie abgeschmust, ihnen an den Schwanz gegriffen und sich von ihnen einen runterholen hat lassen, erfüllt nicht den Tatbestand der Unzucht. „Wenns kein kompletter Geschlechtsverkehr (mit Penetration) war, gilt´s nicht.“ Man sieht, für Männer in hohen Positionen gibt es immer kleine Ausnahmeregelungen.
Im übrigen steht der Ausdruck „Hurerei“ in der Bibel meines Wissens für gewerbsmäßige Prostitution, aber ich bin nicht hundertprozent sicher.
gruß,
bb

Hallo Barbara,

Im übrigen steht der Ausdruck „Hurerei“ in der Bibel meines
Wissens für gewerbsmäßige Prostitution, aber ich bin nicht
hundertprozent sicher.

Das mit Hurerei wiedergegebene griechische Wort porneía kann sich auf unerlaubten Geschlechtsverkehr zwischen verheirateten oder unverheirateten Personen beziehen. Die alten Griechen mögen unter diesem Ausdruck in einzelnen Fällen außer dem unerlaubten Geschlechtsverkehr zwischen Mann und Frau auch andere Handlungen verstanden haben.
Ansonsten kann man sich hier auch an dem alten Testament orientieren.

Gruß
Carlos