Angler setzen einen Fisch, den sie gefangen haben, häufig wieder zurück, um dem Nächsten aufzulauern. (Was eigentlich auch „unnatürlich“ ist.)
Eine ganz natürliche Facette aus der großen Palette menschlicher Verhaltensweisen.
Oft genug liegt es auch einfach nur daran, dass die Beute bei weitem nicht den Erwartungen entspricht.
Weil es bei diesem Spiel in der Natur der „Beute“ liegt, sich größer zu machen, als sie ist.
Besonders in der männlichen Natur. Gar mancher böse Wolf entpuppt sich im Nachhinein als harmloses Schaf.
Übersteigerte Erwartungen können dabei natürlich die Kehrseite der Medaille sein.
Pech für den oder die, die sich eine feste Beziehung erhofft haben. Aber wer sich auf ein Spiel einlässt, muss damit rechnen, dass er verliert. Und hier wird weit mehr geblufft als beim Poker.
Irgendwann fängt dann meistens die Beute den Jäger, dann ist es vorbei mit der fröhlichen Jagd und geblasen wird für die nächsten Jahre nur noch im Ehebett. Zum Halali natürlich.
Dieses Verhalten findet sich bei beiden Geschlechtern, bei Männern vielleicht häufiger. Oft liegt ihm das Verlangen zu Grunde, sich quasi am anderen Geschlecht zu rächen, was natürlich Blödsinn ist, weil jeder Mensch ein Individuum ist.
Zunächst mal ist solches Verhalten nichts Krankhaftes, es kann aber, wie fast alles, solche Züge annehmen.
Gruß, Nemo.