Hallo Gemeinde,
angeregt durch den „Abhängigkeits“-Artikel unten würde ich gerne mal eine Begebenheit schildern, die nun schon viele Jahre zurückliegt und Euch um Eure Meinungen bitten:
2 Mädels freunden sich an, als sie 13 Jahre alt sind. Sie verbringen einen Großteil der Freizeit gemeinsam, haben gemeinsame Hobbys, fahren zusammen in die Ferien. Als sie erwachsen werden, haben sie sogar mal eine Affäre zeitgleich mit dem selben Mann. Die Freundschaft ist trotzdem unerschütterlich. Beide haben verschiedene Beziehungen, als die Eine mit einem gemeinsamen Bekannten eine feste Beziehung anfängt, „überlässt“ die Andere ihr den Mann um ihrerseits eine fest Beziehung einzugehen, die sogar in eine Ehe führt.
5 Jahre später: Die Eine hat den gemeinsamen Freund ziemlich übel aus der Beziehung abserviert, die Andere steht vor den Trümmern ihrer Ehe. In dieser Situation besucht die Andere die Eine und verbringt ein verlängertes Wochenende bei ihr. Die Eine erzählt von dem radikalen Ende ihrer Beziehung zu dem gemeinsamen Freund und bittet die Andere, sich mal um diesen zu kümmern. Auf diese Anregung hin trifft sich die Andere mit dem gemeinsamen Freund und verbringt eine ziemliche Sauftour mit ihm an deren Ende beide zusammen im Bett landen. Als ob das schon seit Jahren fällig gewesen wäre, entdecken nun diese beiden ihre Liebe füreinander.
Hiermit kann nun die Eine nicht umgehen. Es kommt zu einer großen Szene, die jedoch mit einer Versöhnung endet. Die Andere trennt sich nun endgültig von ihrem Mann und zieht für sich alleine aus. Die beiden Freundinnen stehen in regem telefonischem Kontakt, die Eine bestärkt die Andere in der Entscheidung, ihren Mann zu verlassen und äußert Verständnis für die neu entdeckte Leidenschaft für den gemeinsamen Freund, der ja ihr Exfreund ist. Das geht ca. 8 Wochen gut. Plötzlich, ohne daß etwas weiteres vorgekommen wäre, ruft die Eine die Andere an, teilt ihr mit, daß sie die Trennung vom Ehemann nicht gutheißen würde und sie daher nun die Freundschaft bis auf weiteres „auf Eis“ legen wolle.
Der Anderen bleibt zunächst nichts übrig, als dies zu akzeptieren - sie hat gerade genug Theater mit der Trennung von ihrem Mann und fühlt sich von der Freundin im Stich gelassen. Ein halbes Jahr später trifft die Mutter der Anderen die Eine zufällig auf der Bank. Die Eine meint, sie hätte sich beruhigt, die Andere könne sich ja mal melden. Bei einer, ein paar Wochen später stattfindenden Veranstaltung nimmt sich also die Andere ein Herz, kauft eine Flasche Sekt und begibt sich damit und mit zwei Gläsern zu der ebenfalls anwesenden Einen um den Streit zu begraben und dies mit einem Schluck zu besiegeln. Diese läßt sie jedoch eiskalt mit ihrer Flasche Sekt stehen. Seitdem nun herrscht seit fast 10 Jahren absolute Funkstille zwischen den beiden.
Inzwischen ist der Vater der Einen gestorben, sie hat geheiratet und ein Kind bekommen, die Andere lebt immernoch mit dem „gemeinsamen Freund“ zusammen und hat mit ihm ein eigenes Haus. Bei Geburtstagen von gemeinsamen Freundinnen sind beide anwesend, vermeiden es aber, sich dirket miteinander zu unterhalten. Die Andere versteht bis heute nicht, was genau eigentlich passiert und weder der Bruder noch der Ehemann der Einen, die beide sehr freundschaftlich mit der Anderen umgehen, können es ihr erklären…
Könnt Ihr es?
Viele Grüße
Tania
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