Hallo Harald
Der ganze Abschnitt strotzt wirklich vor Frauenfeindlichkeit - wenn man ihn als absolut Lebensweisheit liest. Die alte Erbsündengeschichte halt. Aber was Frauen angeht, hatte Paulus IMHO ein etwas angespannteres Verhältnis als Jesus. 
Eine Frau lerne in der Stille cmit aller Unterordnung. 12dEiner Frau gestatte ich nicht, daß sie lehre, auch nicht, edaß sie über den Mann Herr sei, sondern sie sei still. 13Denn Adam wurde zuerst gemacht, danach Eva. 14Und Adam wurde nicht verführt, die Frau aber hat sich zur Übertretung verführen lassen. f 15Sie wird aber selig werden dadurch, daß sie Kinder zur Welt bringt, wenn sie bleiben mit Besonnenheit im Glauben und in der Liebe und in der Heiligung.
Meines Wissens wrd auch immer argumentiert, es habe ja nur männliche Apostel gegeben. Was ja definitiv nicht stimmt, z.B.
[i]Junias, ein unbekannter Name, eine Fälschung?
Ein restaurierter Papyrus, der um das Jahr 200 entstand, nennt Junia (Römer 16,7), den Namen einer Frau. Ein Apostel durfte keine Frau sein. Im Laufe der Jahrhunderte war Junia zu Junias verfälscht worden. Das weibliche Erbe des frühen Christentums wurde zurückgedrängt.[/i]
aus: http://www.wissen.swr.de/sf/begleit/bg0039/ch02.htm
(interessant fand ich in diesem Zusammenhang, dass die orthodoxe Kirche hie scheinbar wusste, dass es sich bei Andronikos und Junia um ein Ehepaar handelt, siehe http://www.rhodos-journal.de/orth/5.htm, hab ich selbst erst gerade hier gelesen)
_Dafür aber folgendes:
„1 Das ist gewißlich wahr: Wenn jemand ein Bischofsamt
begehrt, der begehrt eine hohe Aufgabe.
2 Ein Bischof aber soll untadelig sein, Mann einer einzigen
Frau, nüchtern, maßvoll, würdig, gastfrei, geschickt im
Lehren,
3 kein Säufer, nicht gewalttätig, sondern gütig, nicht
streitsüchtig, nicht geldgierig,
4 einer, der seinem eigenen Haus gut vorsteht und gehorsame
Kinder hat in aller Ehrbarkeit.
5 Denn wenn jemand seinem eigenen Haus nicht vorzustehen weiß,
wie soll er für die Gemeinde Gottes sorgen?
6 Er soll kein Neugetaufter sein, damit er sich nicht aufblase
und dem Urteil des Teufels verfalle.
7 Er muß aber auch einen guten Ruf haben bei denen, die
draußen sind, damit er nicht geschmäht werde und sich nicht
fange in der Schlinge des Teufels.“
(1.Tim.3,1-7)
Ich denke, damit hat die kath. Kirche mehr Probleme._
…wobei es in der Frühkirche durchaus weibliche Leitfiguren gab, zudem könnte man argumentieren, dass Frauen heute ja wenigstens Priesterinnen werden dürften.
(mal davon abgesehen hat die katholische Kirche so eine Menge hinzuinterpretiert, was weder im NT noch AT so steht, und was heute Tradition in der KK ist (z.B. Zölibat, wie hier auch rauszulesen ist), dass es dennoch als reine Frauenfeindlichkeit interpretiert werden muss, wenn ausgerechnet dieses Verbot weiter aufrecht erhalten wird.
Ich find diese Argumentation der heutigen KK hier auf jedenfall ziemlich verlogen.
grüßli,
barbara