nun frage ich mich ob die Sendung ganz oder teilweise gestellt ist.
Manchmal sagt der Mann zur Tauschmutter beispielsweise „Spül doch bitte ab“. Die Tauschmutter macht das nicht obwohl es nur 5 Minuten dauern würde. Allein des Haussegens wegen müsste jeder normal denkende Mensch doch einlenken und die 5 Minuten das machen was der Vater will.
Insofern denke ich mir, das muss doch gestellt sein.
Auf der anderen Seite jedoch fällt es mir immer sofort auf wenn etwas gestellt ist. Z. B. Familien im Brennpunkt oder X-Diaries. Kurz hingezappt und nach dem ersten Dialog bzw. Monolog war klar die Sendung ist gestellt.
Grüße
Markus
PS: Ich weiss dass die oben genannten Sendungen niveaulos und anspruchslos sind.
ich denke nicht, dass es sich dabei um bezahlte Laienschauspieler handelt, sondern dass die Beteiligten Geld dafür bekommen, dass sie in der Sendung mitmachen und sich entsprechend der „Regieanweisungen“ verhalten.
Hallo,
dass ist auch meine Meinung. Die Leute bewerben sich und kriegen dann Anweisungen oder werden dazu aufgefordert doch mal einfach das und das so und so zu machen.
Mit Realität hat das sehr wenig zu tun. Natürlich kann man sich vorstellen, dass es so etwas gibt und sogar noch extremeres aber das was dort gezeigt wird ist fingiert und überzogen.
Ich würde auch denken, dass die Sendung nicht gespielt ist, aber es gibt sicherlich ein paar konkrete „Hinweise“, an welcher Stelle die ganze Sache „spannend“ werden könnte.
Manchmal sagt der Mann zur Tauschmutter beispielsweise „Spül
doch bitte ab“. Die Tauschmutter macht das nicht obwohl es nur
5 Minuten dauern würde. Allein des Haussegens wegen müsste
jeder normal denkende Mensch doch einlenken und die 5 Minuten
das machen was der Vater will.
Das finde ich ja mal lustig. Wenn man sich diese Herren mal anschaut, die eigentlich immer „Arbeit suchend“ sind und kaum noch Zähne im Mund haben und den ganzen Tag vor dem Computer sitzen, dann kann ich gut verstehen, warum die Mutti dann nicht abspült. Würde ich auch so machen. Das Schmerzensgeld muss schon ganz schön hoch sein, dafür, was sich manche Frau da antut…
erster Impuls: zu schreiben, dass das alles totale Wahrheit ist.
Ernsthaft:
Die Leute haben sich bei FT gemeldet. Dann werden sie von RTL II so kombiniert, dass sich soviele Konfliktmöglichkeiten wie möglich ergeben (Putzfimmel/Schlampe ; Obermutti / Schwulen-WG etc.).
Dann sind die da und ein unbedarfter Zuschauer denkt, sie seien allein. Sie sind aber IMMER mit der TV Crew zusammen und das ist ein Minimum von Kameramann UND Regie.
Bei ernsthaften Dokumentarfilmen sind sich Dokumentarfilmer IMMER bewusst, dass selbst bei minimalster Aufdringlichkeit die gefilmten Menschen IMMER durch die Anwesenheit der Filmer beeinflusst werden und ihr Verhalten nicht authentisch ist.
Bei Frauentausch (und allen ähnlichen Formaten) wird aber versucht, dieses Grundverständnisses von Dokumentarfilmen zu vertuschen.
Und dann kommt noch hinzu, dass die Filmer bei Frauentausch Einfluss auf die dargestellten Personen nehmen - das fängt an bei der Auswahl der Szene („das drehen wir am besten in der Küche…“) und geht sicher bis zu ganz konkreten Ratschlägen durch Gespräche mit den Personen. Da wird sicher mancher Konflikt ganz konkret gezüchtet.
Und dann kommt noch der Kommentar aus dem off hinzu, der eigentlich darauf hinweisen sollte, dass man da 45min (oder wieviel das auch immer ist) sieht, die in 2 Wochen gedreht wurden. D.h. da wurde kompromiert, Szenen geschnitten und gegenübergestellt (also Dinge, die vielleicht überhaupt nichts miteinander zu tun hatten).
Dann kommen noch die eingeschobenen, erläuternden Interviews dazu, wo auch aus vielen Minuten wenige Ausschnitte gezeigt werden - was halt passt und „unterhaltend“ ist.
Und wenn man sich all das überlegt - dann kann man das doch nicht annähernd als „nicht gestellt“ verstehen.
die Kandidaten an sich sind echt und haben sich auch für die Sendung ganz normal beworben. Sie bekommen natürlich ein paar Hundert € für den Auftritt als eine Art Aufwandsentschädigung.
Die Szenen die gezeigt werden sind meist gestellt, oder die Kandidaten werden von dem Team von Frauentausch gezwungen die Dramatogie etwas in die höhe zu jagen. Es gibt zwar kein Drehbuch an sich aber es wird schon hier und da etwas provoziert etc.
nun frage ich mich ob die Sendung ganz oder teilweise gestellt
ist.
Je nach dem, wie es „Machern“ in der Kram passt.
Sind die Paare zu „normal“, werden eben Konflikte inszeniert bzw. Szenen absichtlich falsch zusammengesetzt.
Ich sehe in der Sendung teilweise wirkliche Emotionen die ich meine nicht gestellt sind. Teils Trauer, teils Fassungslosigkeit und meistens Wut.
Wenn ich nun aber weiß, dass der Konflikt in dem ich mich befinde - zwar ohne Drehbuch - von den „Produzenten“ verlangt wird, könnte ich doch als Laie keine echten Emotionen rüberbringen.
Wenn ich nun aber weiß, dass der Konflikt in dem ich mich
befinde - zwar ohne Drehbuch - von den „Produzenten“ verlangt
wird, könnte ich doch als Laie keine echten Emotionen
rüberbringen.
Du unterschätzt die Fähigkeiten der Produzenten.
Man kann eine problematische Situation erkennen und dann entsprechend einheizen.
genau so ist es. Ich kann mir richtig vorstellen, wie die Parteien einen Streit mehrmals wiederholen müssen, weil der Kameramann das nicht gut draufbekommen hat, oder so.
Ausserdem habe ich mal gelesen, dass sich damit 1500.- Euro verdienen lassen. Ich vermute, das ist für die meisten der Anreiz, da mitzumachen und sich bloßstellen zu lassen.