Liebe Experten,
angenommen, eine freiberuflich tätige Lehrerin (daher rentenversicherungspflichtig) hat über den Zeitraum eines Jahres aufgrund zusätzlicher Aufträge erheblich höhere Einnahmen als im Vorjahr. Im Folgejahr sinken die Einnahmen jedoch vorraussichtlich wieder deutlich, da die zusätzlichen Aufträge wegfallen.
Angenommen, die Rentenversicherung (und auch die Krankenkasse) erhöhen nun aufgrund der deutlich höheren Einnahmen im Steuerbescheid drastisch ihre Beiträge für die Versicherte.
Es muss angenommen werden, dass die Versicherte nun aufgrund der jetzt deutlich schlechteren Einnahmesituation kaum in der Lage sein wird, die deutlich höheren Beiträge zu zahlen.
Gibt es da eine Lösung, z.B. eine Neuberechnung anhand der aktuell absehbaren Lage?
Im Voraus vielen Dank!
Liebe Grüße
Gwen
Hallo,
nun, die einheitlichen Grundsätze zur Beitragsbemessung der freiwillig versicherten Mitglieder (hier der § 6) lassen es schon zu, dass die Kasse auf drastische Einkommensveränderungen reagieren kann und eine Beitragsanpassung vornimmt.
Du musst halt nur mit deiner Kasse reden und das, was du hier geschildert hast dort auch belegen, wobei „belegen/nachweisen“ ausschlaggebend sind „Vermutung und eventuelle Szenarien“ reichen da wahrscheinlich nicht aus.
Die Regel ist allerdings, dass der Einkommenssteuerbescheid mit den höheren Einnahmen erst mit einer zeitlichen Verzögerung zur Beitragsanpassung führt, nur eben mit dem Unterschied, dass man nicht für 12 oder mehr Monate nachzahlen muss (was für dich wohl keinen Unterschied machen würde, oder ?), sondern dass man für die nächsten Monate bis zum nächsten Beitragsbescheid eben einen höheren Beitrag leisten muss, was betraglich in etwa das Gleiche ist. Da böte sich an, so bald als möglich die Einkommensteuererklärung für dieses Jahr zu machen, also am besten schon im Januar, wenn das ginge.
Gruss
Czauderna
Hallo Gwen
Diese zusätzlichen Einnahmen während eines Jahres haben offensichtlich die Folge, dass im darauffolgenden Jahr mehr bezahlt werden soll.
Das ist doch eigentlich logisch, nicht wahr?
Wenn diese zusätzlichen Einnahmen wegfallen, hat dies wiederum Auswirkungen auf das nachfolgende Jahr.
Die aktuelle Lage wurde ja im einkommensstarken Jahr auch nicht 1:1 berücksichtigt. Wo also liegt das Problem?
Gruss
Heinz