Freiberuflich und Arbeitslosengeld zwischen Proj

Hallo zusammen,

ich habe folgendes Problem.

Ich bin seit Okt. 02 freiberuflich als Berater tätig (zwangsweise) und habe aber von Okt. bis Ende Januar 03 ein Projekt gehabt, das mir zumindest die Miete finanziert hat (ist eben in MUC recht teuer).

Jetzt versuche ich natürlich neue Projekte zu akquirieren, was mir hoffentlich auch demnächst (3-4 Monate) gelingt. In der Zwischenzeit würde ich nur gerne nicht ganz auf EK verzichten.

Jetzt habe ich folgende Fragen:

  1. Kann man sich in solchen projekt- und einkommenslosen Zeiten arbeitslos melden und dann wieder abmelden wenn man ein neues Mandat erhalten hat?

  2. Gibt es andere Formen (Existenzgründerhilfen, etc.) der Hilfe, die man in Anspruch nehmen kann, die einem zumindest eine Zeit lang helfen?

  3. Andere legale Möglichkeiten staatliche Hilfe zu erhalten?

Ich bin eh verwundert wie wenig ich vom AA bekommen würde. Man hat mir gestern ausgerechnet, daß ich €1.338,- erhalten soll und irgendwie noch den Betrag den eine gesetzliche KV kosten würde (ich bin aber privat). Von den 1.338 kann ich gerade meine Miete zahlen und habe dann noch 200 zum leben (ohne PKV und irgendeine sonstige Alterssicherung wie meine LV). Schließlich habe ich die letzten Jahre Massen in unsere Sozialsysteme eingezahlt.

Kann mir da jemand helfen?

Danke & Gruß
Falckus

Hallo Falckus,

einmal kannst du dich natürlich zwischendurch arbeitslos
melden:
http://www.akademie.de/business/tipps_tricks/gruendu…

ansonsten kannst du es auch mit der „Ich-AG“ versuchen:
Da bekommst du anfangs 600 EURO jeden Monat. Viel ist das natürlich nicht.
Einige Infos:
http://www.bmwi.de/Homepage/Existenzgr%fcnder/Ich%20…

Oder du versuchst den „klassischen“ Existenzgründerweg und beantragst als Arbeitsloser Überbrückungsgeld. Das kann aber ein Problem sein, dass du in eine Selbstständigkeit gehen willst, die du schon angefangen hast.
Hier bekommst du 6 Monate monatlich Zuschuss in Höhe deines Arbeitslosengeldes plus einen Aufschlag für Krankenversicherungen.

Einfach beim AA erkundigen. Wenn du da gut informiert hingehst und zeigst, dass du aus deiner Situation rauswillst, sind die eigentlich sehr willig.

Btw: Mehr als 1.300 EUR0 mag dir nicht viel erscheinen, es entspricht aber der üblichen Versicherungsleistung des AA: 60 Prozent deines vorherigen Nettoeinkommens. wenn sich wirklich ankündigt, das du über einen längeren Zeitraum nicht so viel verdienen wirst, bis du dich auf dem Markt etabliert hast, heißt es eben Gürtel enger schnallen - und zur Not die teure Wohnung kündigen. Du solltest einen Businessplan machen und versuchen realistisch abzsuchätzen, was du in nächster Zeit verdienen wirst und ob sich das mit deinen Kosten deckt.

grüße,

barbara

Hallo Barbara,

erst einmal vielen Dank für die Tips. Ich werde die Links gleich einmal durchsehen.

Eigentlich will ich ja gar nicht selbständig sein. Mein Ziel ist ja eine Festanstellung, aber solange das nicht geht werde ich wohl eigene Projekte ranschaffen müssen.
Daher erscheint mir ein wirkliches Existenzgründerdarlehen auch nicht als ehrlich (auch wenn das heute nicht mehr viel gilt).

Das mit den 60% verstehe ich eben nicht. Danach müßte es wesentlich mehr sein. Macht aber nichts, ich kann mich glücklicherweise noch ca. 1.5-2 Jahre ohne Einkommen und große Einschränkungen finanzieren. Mit Hilfe des AA ist es aber eben einfacher, …

Nochmals Danke & Gruß
Falckus

Hallo Falckus,

wenn du meinst, dass du mehr bekommen müsstest, reiche beim AA Widerspruch ein. Eine ehemalige Kollegin von mir hat das auch gemacht und tatsächlich danach wesentlich mehr AGeld bekommen. du musst halt begründen können, wieso du meinst, mehr bekommen zu müssen.

beste Grüße und viel Glück,

barbara