Freie mitarbeit mit 'geringfügigem' honorar

hallo zusammen!

ich habe soeben mein studium abgeschlossen und eine stelle in einem verlag gefunden, die als volontariat ausgeschrieben war. jetzt ist es aber so, dass ich einen sogenannten werkvertrag bekommen habe, also offiziell als freie mitarbeiterin geführt werde. das honorar beläuft sich auf 2.400 euro, die in sechs monatsraten ausgezahlt werden (der vertrag geht auch über 6 monate - macht also 400 euro honorar im monat).

alles in allem ist der vertrag für den arbeitgeber die bequemste lösung, billige arbeitskräfte zu bekommen - das ist mir völlig klar und soll auch nicht das thema sein (ich weiß auch, dass das eigentlich in den bereich scheinselbständigkeit fällt, da ich ausschließlich für einen arbeitgeber tätig bin, aber laut vertrag ist das natürlich nicht so…).

hier nun meine fragen:

  1. wie genau läuft das mit der sozialversicherung? krankenversicherung habe ich schon herausgefunden, das werde dann so um die 120 euro in freiwilliger versicherung. ich weiß, dass es die künstlersozialkasse gibt, aber die wäre wohl nicht zuständig…?!
  2. muss ich ein gewerbe anmelden? bzw.: wie läuft das mit beantragen der steuernummer?
  3. weiß jemand, ob ich weiterhin anspruch auf kindergeld hätte (mein jahresverdienst bleibt ja eindeutig unter der grenze)?

bin dankbar für jeden hinweis, da ich momentan dem ganzen ablauf ziemlich planlos gegenüberstehe :frowning:.

hallo alexandra,

viel erfolg bei deiner arbeit erstmal!

schreib doch mal, was du zu tun hast, dann kann man evtl. auch tipps geben.

solltest du journalistisch tätig sein (was beim verlag naheliegend ist) arbeitest du letztlich wie ein freier journalist - und die ksk wäre ein thema für dich!

machst du beim verlag aber den brötchenboten und keine publizistischen tätigkeiten, dann nicht …

…kann sein, dass Du auch unter die Rubrik Praktikant fällst… Frag doch mal bei einer Versicherung nach und schildere denen den Fall (natürlich nicht unbedingt der Versicherung, bei der Du Dich hinterher versichern musst.

…übrigens kommt es nicht darauf an, was im Vertrag steht, den Du erhalten hast. Du musst als Freiberufler auch andere Aufträge etc. entgegen nehmen können, und bei nem Lohn von 400 Euro im Monat und ner Arbeitszeit von 40 Stunden die WOche ist das wohl kaum möglich… bei einer Prüfung der Sozialversicherung etc… kann es sein (oder kommt es sogar sehr häufig vor), dass Du nachversichert wirst. Da sind die Prüfer auch nicht auf den Kopf gefallen.

danke erstmal für die antwort!

…kann sein, dass Du auch unter die Rubrik Praktikant
fällst… Frag doch mal bei einer Versicherung nach und
schildere denen den Fall (natürlich nicht unbedingt der
Versicherung, bei der Du Dich hinterher versichern musst.

das wäre eine idee :smile:!

…übrigens kommt es nicht darauf an, was im Vertrag steht,
den Du erhalten hast. Du musst als Freiberufler auch andere
Aufträge etc. entgegen nehmen können, und bei nem Lohn von 400
Euro im Monat und ner Arbeitszeit von 40 Stunden die WOche ist
das wohl kaum möglich… bei einer Prüfung der
Sozialversicherung etc… kann es sein (oder kommt es sogar
sehr häufig vor), dass Du nachversichert wirst. Da sind die
Prüfer auch nicht auf den Kopf gefallen.

genau das ist es: ich habe natürlich kaum die chance, nebenher noch andere tätigkeiten auszuüben. allerdings ist auch keine (wochen)arbeitszeit in meinem vertrag festgehalten…

was bedeutet jetzt das mit dem nachversichern?

hallo tin tin!

vielen dank für deine antwort!

viel erfolg bei deiner arbeit erstmal!

danke :smile:!

schreib doch mal, was du zu tun hast, dann kann man evtl. auch
tipps geben.

solltest du journalistisch tätig sein (was beim verlag
naheliegend ist) arbeitest du letztlich wie ein freier
journalist - und die ksk wäre ein thema für dich!

machst du beim verlag aber den brötchenboten und keine
publizistischen tätigkeiten, dann nicht …

brötchenholen und kaffeekochen fallen den vorstellungsgesprächen und auch dem vertrag nach zu urteilen nicht in meinen aufgabenbereich :wink:. dafür im prinzip alles, was mit dem manuskript passiert bis zur fertigstellung des buches (korrekturlesen, daten aufbereiten, kontakt mit druckerei, abnahme des fertigen buches etc.).

ich gestehe, dass ich mich bisher nicht weiter über die ksk schlau gemacht habe, da ich dachte, dass ich nicht in deren bereich fallen würde. meldet man sich dann dort einfach an? gibt es einen pauschalbetrag? oder ist es einkommensabhängig?

hallo alexandra,

ich glaube kaum, daß du als praktikantin bzw. volontarin über die ksk versichert sein kannst.
als frei beruflerin allerdings jederzeit - solange dein einkommen über 12.000,- €/anno beträgt. mit deinen (hochgerechnet) 4.800,- wärst du außen vor.

zwar gibt es bei der KSK auch ausnahmeregelungen, aber damit die greifen können, müßtest du eindeutig selbständig arbeiten.

näheres siehe unter http://www.kuenstlersozialkasse.de/index.cfm?DFCFEE3…

man kann dort aber auch anrufen und nachfragen.

gruß
ann