Hallo Niels!
Interessante Frage. Darüber wird gerade im Philosophiebrett diskutiert. Hier müssen wir nicht auch noch damit anfangen, denke ich.
Grüße
Andreas
Hallo Niels!
Interessante Frage. Darüber wird gerade im Philosophiebrett diskutiert. Hier müssen wir nicht auch noch damit anfangen, denke ich.
Grüße
Andreas
Hallo Joschi!
Danke für das treffende Beispiel.
Grüße
Andreas
Hallo Paulaber!
Danke für den Beitrag.
Grüße
Andreas
Hallo van Branden!
Ja, klingt logisch. Danke dafür.
Grüße
Andreas
Hallo Andreas,
du fragst:
„Kann ein Mensch den Willen haben, gegen seinen Willen zu etwas gezwungen zu werden?“
Dazu meine ich:
wenn wir erst einmal wissen was wir wirklich wollen/bzw. nicht wollen koennen wir, m.E., nicht dazu gezwungen werden etwas gegen unseren Willen zu tun. Des oefteren aber wissen wir es nicht so genau ob das wozu wir gezwungen werden, nicht auch eine Erfuellung ist von etwas was wir wohl wollen, uns aber nicht eingestehen.
Aber erst mal wissen was man wirklich will, ist nicht leicht…
Gruss: Ge-es
Hallo Andreas,
Eine Frage, auf die ich bisher in keinem Psychologiebuch eine
Antwort gefunden habe. Die Frage ist weder philosophisch noch
scherzhaft gemeint.
Kann ein Mensch den Willen haben, gegen seinen Willen zu etwas
gezwungen zu werden?
bei den Antworten hier, wird „Wille“ teils mit Zwangshandlungen
verwechselt. Diese Verwechslung oder Vermischung zeigt sich auch
in der gegenwärtigen Diskussion hier am Philosophie-Brett.
Letztendlich geht dies aber nicht.
Wenn der Mensch etwas aufgezwungen haben möchte, dann will es dies.
Er möchte zu etwas gezwungen werden was er will (zBsp. sich von
einer Sucht befreien) aber einem gegeben Zwang nicht genug Widerstand
entgegensetzen kann.
Masochismus, wie hier vermutet wurde , ist ausgeschlossen als Grund,
da er gegen sich gerichtete Gewalt eigentlich (vorab)will.
http://de.wikipedia.org/wiki/Masochismus
Gruß VIKTOR
Hallo!
Dazu kann ich nichts sagen, von Masochismus habe ich keine Ahnung.
Grüße
Andreas
Hallo!
Das ist bis jetzt die m. E. interessanteste Antwort.
Grüße
Andreas
Suchtklinik
Hallo, gibt es da tatsächlich keine Not-Aus-Taste in der Suchtklinik?
Da geht z.B. ein noch mündiger Alkoholiker hin, unterschreibt und geht in die geschlossene Abteilung. Später entschließt er sich im nüchternen Zustand, doch lieber Alkoholiker bleiben und die Entzugsanstalt umgehend als freier Mensch verlassen zu wollen.
Ich meine, Vorausverfügungen müssen doch widerruflich sein wie ein Testament. Ja, Verträge können z.B. eine Zahlungsverpflichtung auch bei Verzicht auf die Gegenleistung zur Folge haben, nicht aber die zwangsweise Verabreichung von z.B. Freiheitsberaubung. Klar muß ich als Patient womöglich in Freiheitsberaubung und Körperverletzung einwilligen, aber ich kann doch z.B. aus der ZA-Praxis flüchten, ohne daß man mich mit Gewalt oder Strafandrohung zurückhält, obwohl ich durch konkludentes Handeln einen Vertrag eingegangen bin, der dem Zahnarzt erlaubt, mich straffrei zu quälen.
Gruß
Marzeppa
Hallo,
Kann ein Mensch den Willen haben, gegen seinen Willen zu etwas
gezwungen zu werden?
Das ist,glaube ich,in vielfacher Hinsicht möglich.
Spätestens der Überlebenswille(der wohl an derster Stelle steht)wird dir in einer Extremsituation sagen,dass du deinen Kameraden essen mußt,oder einen Mithäftling erschießen,um selbst verschont zu bleiben.
So weit muß man aber gar nicht denken,unser(e) Wille(n) oder unser Bestreben ist vielschichtig,sich widerstrebend und im Alltag ständig Konflikten ausgesetzt.Wir müssen den einen Willen(jmd.in die Fresse haun`,faul in der Sonne rumliegen)einem anderen(morgens aufstehen,dem verhassten Chef in den A**kriechen) unterordnen um unsere Existenz zu sichern oder um Regeln einzuhalten.Das ist auch nichts Neues.
Das sind Willens-Konflikte im Bewußtsein.
Es denke es gibt auch noch,wie von ge-es schon angedeutet,den Willenskonflikt zwischen Unterbewußtsein und Bewußtsein.
Indem das Unterbewußtsein einem manchmal in unangenehme Situationen führt,Konfrontationen initiert,können daraus Wachstum, persönliche Weiterentwicklung oder neue Perspektiven entstehen.
viele Grüße
Heidi
Hallo!
Danke für deinen Beitrag.
Grüße
Andreas
Hallo,
ich finde Deinen Beitrag gut und der UP anscheinend auch - und genau das irritiert mich, denn die Frage war ja ob ein Mensch den Willen haben kann, dass er gegen seinen Willen zu etwas gezwungen wird.
Die Frage zu Deiner Antwort müsste aber dann lauten: Warum erlauben Menschen, dass etwas gegen ihren Willen geschieht - und die Frage lässt sich tatsächlich relativ leicht beantworten.
Die tatsächlich gestellte Frage aber nicht. Ich würde sie mit einem klaren Nein beantworten, denn man muss davon ausgehen, dass das Motiv des Willens in beiden Fällen das selbe ist. Nehmen wir Dein erstes Beispiel mit dem Überleben: Der Wille ist das Überleben und die erzwungene Maßnahme zum Überleben ist einen anderen Menschen (gezwungenermaßen) zu töten. Er hat nicht den Willen, jemanden zu töten, sondern zu überleben.
Ein hypothetischer Fall, der das Konstrukt des UP widerspiegelt wäre, wenn ein Mensch den Willen hat in eine Sitution zu geraten in der er gezwungen wird einen anderen Menschen zu töten um zu überleben.
Viele Grüße
Hallo,
aber ein Masochist will es ja - er wird nicht gezwungen, nur die Vorstellung / die Inzenierung des gezwungen-werden macht ihn an.
Viele Grüße
aber ein Masochist will es ja
Eine Freundin meinte mal: „Ich will, daß man mir Dinge antut, von denen ich nicht will, daß man sie mir antut.“ Ganz ähnlich würde ich auch meinen eigenen sexuellen Masochismus beschreiben. Verallgemeinern kann man es aber nicht.
Gruß,
Max
Hallo Chili!
ich finde Deinen Beitrag gut und der UP anscheinend auch.
Ich habe mich lediglich für den Beitrag bedankt.
Nehmen wir Dein erstes Beispiel mit dem Überleben: Der Wille
ist das Überleben und die erzwungene Maßnahme zum Überleben
ist einen anderen Menschen (gezwungenermaßen) zu töten. Er hat
nicht den Willen, jemanden zu töten, sondern zu überleben.
Sehe ich auch so.
Ein hypothetischer Fall, der das Konstrukt des UP
widerspiegelt wäre, wenn ein Mensch den Willen hat in eine
Sitution zu geraten in der er gezwungen wird einen anderen
Menschen zu töten um zu überleben.
Ja, das meine ich. Natürlich scheint so etwas absurdes auf den ersten Blick jeder Logik zu widersprechen. Aber beweist das allein schon die Unmöglichkeit oder nicht? Das ist die Frage.
Grüße
Andreas
Hallo Andreas,
Ja, das meine ich. Natürlich scheint so etwas absurdes auf den
ersten Blick jeder Logik zu widersprechen. Aber beweist das
allein schon die Unmöglichkeit oder nicht? Das ist die Frage.
Die Frage ist ja zunächst nicht unbedingt, ob soetwas möglich ist, sondern man kann sich dieser absurd, aber durchaus interessanten Frage nähern, indem man fragt, ob
Mir fällt in dem Zusammenhang nur eine Situation ein: Ein junger Mensch, der den Willen / Wunsch hat Geige zu lernen wächst in einer Familie auf in der er dazu gezwungen wird Geige zu lernen (weil z.B. die Eltern seit Generationen Geige spielen). Super Voraussetzungen, oder? Nur hat das Ganze einen Beigeschmack - wenn man zu etwas gezwungen wird, was man ohnehin schon machen möchte, kann der Wille verloren gehen.
Viele Grüße
Moin
So einfach ist es nicht.
Vielleicht kennst du ja den kurzen Witz:
Masochist: „Schlag mich!“
Sadist: „Nein!“
Gruß,
Branden
Hi Chili,
Die Frage zu Deiner Antwort müsste aber dann lauten: Warum
erlauben Menschen, dass etwas gegen ihren Willen geschieht -
und die Frage lässt sich tatsächlich relativ leicht
beantworten.
Also,dann dröseln wir mal die Fragestellung auf.
Geht es darum,dass jemand
a)durch eine andere Person
b)durch eine Situation
c)durch widerstrebende Kräfte in sich selbst gezwungen wird,bzw.sich selbst zwingt.
Die Möglichkeiten a und b sind logisch absurd,da der Wille des anderen,oder der Wille der Situation bereits den eigenen Willen im ersten Teil des Satzes unterordnet und ihn somit negiert.
Der eigene Wille hat auf das Geschehen nur noch bedingt Einfluß.
Die Frage kann für mich also nur beantwortet werden,wenn man den Willen als verschiedene Bestandteile zielgerichteten Handels auffasst.
Wer am verhungern ist und überleben will,muß auch den Willen zu töten mitbringen.
Der Junge,der Geige spielen will,hat z.B. auch den Willen dafür hart zu arbeiten,Anerkennung zu erwerben,sein Leben der Musik zu widmen,seinem Vater zu gehorchen.(also teilweise unangenehme Dinge)
Ein hypothetischer Fall, der das Konstrukt des UP
widerspiegelt wäre, wenn ein Mensch den Willen hat in eine
Sitution zu geraten in der er gezwungen wird einen anderen
Menschen zu töten um zu überleben.
Schon klar,wenn sich der Wille also DIREKT auf das gezwungen werden
oder auf das Geraten in eine unangenehme Situation bezieht.
Und da meine ich eben,dass dahinter immer ein anderer Wille,der eine andere Intension verfolgt,steht.
Da fällt mir eine Szene aus dem Film „Die durch die Hölle gehen“ ein.
Der Typ der nach seiner traumatischen Erfahrung im Krieg das Russische Roulette im Casino weiter spielt,dieses Trauma also zwanghaft wiederholt(der Wille zu Heilung oder Erlösung durch den Tod).
viele Grüße
Heidi
…und am Beispiel des Masochismus könnte man vielleicht schon sagen,dass der Wille sich auf das gezwungen werden bezieht.
Als Befreiung,Kompensation,Verarbeitung von Kindheitserlebnissen,Begrenzung des eigenen Egos oder was weiß ich…
Aber wer kann schon sagen,welcher davon der primäre Wille ist.
Das fürund gegenden eigenen Willen führt,wenn gleichbedeutend zur Handlungsunfähigkeit.Die kann ja im Masochismus auch mal gewollt sein.
Manch psychische Konstellation lebt das vielleicht auch im normalen Leben.Dann kann wiederum nur ein Zwang von außen die Handlungsfähigkeit wieder herstellen.
Aber jetzt drifte ich hier ab…
nochmals Gruß
Heidi