Freilauf Katze

Moin,

ich brauch mal seelisch-moralische Unterstützung …

Letzte Woche Freitag hab ich mal probeweise die Türen aufgemacht, ich dachte, meine beiden Kater hätten ein gebührenden Respekt vor der Freiheit, die sie so lange nicht hatten (waren aber beide schonmal Freigänger). Nix - Nase raus, Körper hinterher, ab dafür in die Büsche. Die waren so tatendurstig, dass sie nicht mal mehr guckten, wenn man sie rief. Drum haben wir sie relativ schnell wieder eingesammelt. Seitdem heulen sie wie die Blöden vor den Türen rum und wollen raus.

Jetzt hab ich eine Woche lang ganz feste Futterzeiten eingehalten und Futter immer nur mit einem Signal zusammen gegeben (so ein Hundeklicker), auch Leckerlies gibts nur mit Klick. Ich hoffe, dass sie darauf vielleicht etwas besser hören. Der nächste Freilauf ist so geplant, dass sie irgendwann Hunger bekommen und zurückkommen. Das wird morgen getestet. Bzw, morgen kommen die Türen auf, basta, irgendwann muss ich da ja durch.

Aber ich brauch mal ein bisschen Unterstützung á la „das kenn ich“ - wir hatten früher immer nur Freigänger, das war nix, woran ich mich gewöhnen musste, war halt so. Aber ich merke jetzt (werd ich älter?), dass man sich dran gewöhnt, in der Wohnung immer die beiden Schmuser um sich rum zu haben. Und dass man daran zweifelt, ob sie noch freilauftauglich sind, ob sie klarkommen, nicht bewusst das nächste Auto suchen, um sich drunterzuwerfen … Blödsinn halt, aber das schwirrt mir im Kopf rum.

Jedenfalls überwinde ich morgen meinen Schweinehund (*bibber*) und öffne die Türen, und ab dann ists halt Gewöhnungssache, aber es fällt so überraschend schwer!

Hat jemand Tipps? Baldrian (für mich)?

Grüße
Cess

Hat jemand Tipps? Baldrian (für mich)?

Hi Cess,
reib dich mit Baldriantinktur ein, dann weichen dir deine Kater selbst bei offenen Türen sicher nicht von der Seite! :wink:))

Scherz beiseite,
tja, loszulassen ist immer schwer, aber denk dran wieviel Spass deine beiden Racker draussen haben werden. Die werden dich dafür umso mehr lieben!

grüsse
dragonkidd

Guten Morgen,

ich weiß nicht wie lange Du Deine Katzen schon hast, aber sie kennen Dich sicher gut genug, um wieder nachhause zu kommen. Wenn Du die Tür aufmachst, setzt Dich eine Weile nach draußen und beobachte die 2 mal, laß die Tür offen, damit sei wenn sie sich erschrecken gleich wieder in die Wohnung zurückkönnen. Sie wieder einfangen, würde ich auf gar keinen Fall machen, auch wenn es schwer fällt. Wenn Du das ein paar Tage gemacht hast, wirst Du sehen, wie wohl sich die 2 fühlen werden und sie werden trotzdem um Deine Beine herumschwänzeln wenn sie was von Dir wollen.

Unser Kater ist bei der Hitze oft über Nacht weg, da mußte ich mich am Anfang auch daran gewöhnen, bevor ich ins Bett gehe wird nochmal gerufen, wenn er dann nicht kommt, hat er eben Pech gehabt. Aber am nächsten Morgen steht er dann immer vor der Tür (der Hunger treibt ihn eben doch nachhause).

Keine Angst, eine Katze kriegt das gut hin, ich bin froh, daß meiner ein Freigänger sein kann (wohne hier direkt an einem Weinberg, wo es ganz viel Mäuse gibt).

Das die 2 jetzt erst mal alles erkunden möchten und wenn Du rufst nicht kommen, ist normal. Manchmal ruft mein Kater vor der Tür, ich mach auf, er läuft einmal durch das Haus um dann an der Terrasse wieder rauszugehen, so nach dem Motto, mir gehts gut, ich geh dann mal wieder.

Also Tür auf, keine Angst, sie kommen zurück, denn sie lieben ihren Dosenöffner.

Grüße

Sabine

Hi,

ich weiß nicht wie lange Du Deine Katzen schon hast, aber sie
kennen Dich sicher gut genug, um wieder nachhause zu kommen.

den einen mit Unterbrechungen seit seiner Geburt vor sechs Jahren, den anderen seit 2 1/2 Jahren (Geschichte hier: http://www.jezirah.de/geschichte).

Wenn Du die Tür aufmachst, setzt Dich eine Weile nach draußen
und beobachte die 2 mal, laß die Tür offen, damit sei wenn sie
sich erschrecken gleich wieder in die Wohnung zurückkönnen.

Ich werd bestimmt nix anderes tun als den ganzen Tag dazusitzen. :smile:

Sie wieder einfangen, würde ich auf gar keinen Fall machen,
auch wenn es schwer fällt. Wenn Du das ein paar Tage gemacht
hast, wirst Du sehen, wie wohl sich die 2 fühlen werden und
sie werden trotzdem um Deine Beine herumschwänzeln wenn sie
was von Dir wollen.

Das glaub ich ja eeeeeigentlich auch.

Unser Kater ist bei der Hitze oft über Nacht weg, da mußte ich
mich am Anfang auch daran gewöhnen, bevor ich ins Bett gehe
wird nochmal gerufen, wenn er dann nicht kommt, hat er eben
Pech gehabt. Aber am nächsten Morgen steht er dann immer vor
der Tür (der Hunger treibt ihn eben doch nachhause).

Ja, so kenn ich das auch von damals. Wie gesagt, ich kenn es ja eigentlich auch nicht anders, aber man gewöhnt sich so schnell …

Keine Angst, eine Katze kriegt das gut hin, ich bin froh, daß
meiner ein Freigänger sein kann (wohne hier direkt an einem
Weinberg, wo es ganz viel Mäuse gibt).

Wir wohnen auch optimal, überall Gärten, die Rheinaue um die Ecke, viel hohes Gras zum drin Verstecken …

Also Tür auf, keine Angst, sie kommen zurück, denn sie lieben
ihren Dosenöffner.

Was noch zu beweisen wäre. :smile:

Danke euch beiden erstmal fürs Mutmachen - vom Verstand her weiß ich das ja auch alles, ich muss nur die erste Überwindung schaffen.

Grüße
Cess

Vertrauen und starke Nerven
Hallo Cess,

ich brauch mal seelisch-moralische Unterstützung …

okay, so war das bei mir:

Kater ein Jahr lang in der Wohnung, dann umgezogen, vier Wochen gewartet, dann der große Tag. Ich Puls von 200. Schrecklich! Terrassentür auf. Kater guckt. Geht zur Tür. Schleicht auf die Terrasse. Guckt nochmal, geht zielstrebig zum Loch im Zaun, ist weg. Null Aufmerksamkeit mehr für mich, als hätte er mich noch nie gesehen. So sind die - die kennen einen einfach nicht mehr in der Situation.

Dann war geschlagene zwei Stunden Katzenjammer in der Nachbarschaft. Als hätten alle Nachbarskatzen nur darauf gewartet, den Neuen mit einer ordentlichen Begrüßungsattacke erstmal in die Schranken zu weisen. Ich: Nervenbündel, starrer Blick auf Loch im Zaun. :wink:

Und plötzlich war er wieder da. Kam kurz gucken, ging wieder weg, alles so aufregend da draussen. Und damit war das geschafft.

Er kannte von anfang an den Rückweg - das muss man denen einfach zutrauen, die können das.

Das Bibbern hört so schnell nicht auf. Ich hab knapp ein Jahr gebraucht, um mir keine Sorgen mehr zu machen, wenn er mal zwei Stunden zu spät nach Hause kam. Ich musste erstmal lernen, dass sein Tagesablauf mit Wetter und Jahreszeit immer anders ist.

Jedenfalls überwinde ich morgen meinen Schweinehund (*bibber*)

Ja, das ist prima!

aber es fällt so überraschend schwer!

Die lieben Kleinen, immer macht man sich Sorgen :wink:

Hat jemand Tipps? Baldrian (für mich)?

Hab Vertrauen in die großartigen Fähigkeiten von Katzen, die wir vor lauter Fürsorge so leicht unterschätzen. Sie können hervorragend balancieren, aus großen Höhen fallen, Kämpfe hören sich schlimmer an als sie letztendlich sind, sie haben einen feinen Orientierungs- und Gehörsinn, und sie lieben das Plätzchen, wo man gut zu ihnen ist (und natürlich wo es das Fressi gibt).

Alles Gute!
Iris

Hi Cess,

keine Sorge - die kommen immer wieder zurück.
Wir hatten früher drei Katzen die sind gegangen und wieder gekommen wann sie wollten.
Jetzt habe ich einen kleinen Kater (12 Wochen) der will nur raus wenn ich dabei bin :smile:)
Irgendwann wird er aber auch alleine länger weg bleiben.
Meine Sorge ist dann wirklich „nur“ das ich ihn tot auf der Strasse finde. Da habe ich riesige Angst vor.
Aber - soll ich ihm deshalb die Freude nehmen auf Bäume zu klettern oder Schmetterlinge zu jagen?
Augen zu - und durch.

Lieben Gruß
Pauline

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

Hi Cess,

unterschätz deine Katzen nicht.

Wir sind mit unserer Lady Baby Cotton Socks
zweimal umgezogen (einmal innerhalb
Johannesburg, einmal in ein anderes Land).
Es war nie ein Problem (jedenfalls nicht das
Rausgehen und wieder-Heimfinden).
Angst hatte ich lediglich damals innerhalb
von Johannesburg, weil das neue Haus nur
wenige Kilometer vom alten weg war.

Als wir Socks neu bekamen, ging sie GLEICH raus.
Drei Monate alt und neu im Haus und bei den Leuten
und natürlich hat sie die katzentechnisch total uner-
fahrenen Dosenöffner sofort reingelegt und ist ausgebüchst.
Sie war die ganze erste Nacht unterwegs!
Morgens war ich ein Wrack und bereit den Idiot
besten Ehemann von allen, der das kleine Fenster
in der Toilette offengelassen hatte, umzubringen.
Um 10 Uhr marschierte Socks mit erhobenem (und leicht
abgeknickten) Schwanz in die Küche. Dann wussten wir:
sie mag uns!

Ihr schafft das schon!

Gruß
Elke

PS:
http://www.wer-weiss-was.de/cgi-bin/forum/showarchiv…

[Link repariert, MOD]

Moin,

und? sind sie schon draußen?
Dieses Zittern kenn ich nur zu gut. Ich hab am 27. Mai meinen Ronny aus dem Tierheim geholt. Die meinten ich solle ihn 3Wochen icht rauslassen, dass er sich an die Situation und mich, seine neue Dosenöffnerin :wink: gewöhnt. Nach ca. 10 Tagen hatte er sich dann aber an die Situation gewöhnt und da er erst ein Jahr alt und sehr lebhaft und neugierig ist, hat er dann angefangen, die Türen hochzuspringen und mich „anzufallen“ (er hat sich dann kurz an mein Bein gehängt und ist dann geflüchtet, aber hat immer geschaut, obich auch komme und ihn jage) und ich musste dann im ganzen Haus „Fangen“ mit ihm spielen. Irgendwann wurde es mir zu bunt (man hat ja auch noch anderes zu tun) und ich hab ihn rausgelassen.
Er war den ganzen Tag weg und ich ein Nervenbündel. Irgendwann lag er dann bei Nachbars auf dem Terassentisch *uppps*. Er war total müde und ich hab ihn dann einfach mit rein genommenund auf das Sofa gepackt, sà la „hier gehörst du nun hin, mein Süßer“. Seitdem ist es kein Problem mehr, er hat auchs chon geblickt wie er rein und raus kommt und wann ich da bin.

Wenn mein Schnucki nach so kurzer Zeit schon wieder kommt und deine zwei süßen dich schon sooo lange kennen, kommen sie sicher wieder,weil sie dich vermissen.
Nachdem du sicher eh nichts´anderes machen kannst :wink: schnapp dir ein gutes Buch und setz dich raus, vielleicht kommt ja auc einer von ihnen und legt sich unter deinen Stuhl (macht Ronny auch manchmal bei mir :smile: )

Toitoitoi!

Moin,

und? sind sie schon draußen?

jetzt grad sind sie wieder drin, nachdem sie den Nachbarskater getroffen haben. Weicheier :wink:

Nachdem du sicher eh nichts´anderes machen kannst :wink: schnapp
dir ein gutes Buch und setz dich raus, vielleicht kommt ja auc
einer von ihnen und legt sich unter deinen Stuhl (macht Ronny
auch manchmal bei mir :smile: )

Buch? Die hat genug im Garten zu tun, da will Unkraut gejätet werden!

Gruß,

Malte

Hi,

und? sind sie schon draußen?

wie Malte schon sagte: Waren. :smile:
Das war aber nett - ich hab rumgehackt, die beiden liefen rum, Elvis beim kleinsten Geräusch rein unters Bett, und Rico kam alle naselang zu mir und hat geschmust. Irgendwann kam dann der Monsternachbarskater, es gab Gerolle, Gefauche und auch Klopperei (jedenfalls mit Rico, Elvis hat von unterm Bett aus zugeschaut *g*), und jetzt liegen die zwei innen vor der offenen Tür und trauen sich nicht mehr so ganz. :smile:

Nachdem du sicher eh nichts´anderes machen kannst :wink: schnapp
dir ein gutes Buch und setz dich raus, vielleicht kommt ja auc
einer von ihnen und legt sich unter deinen Stuhl (macht Ronny
auch manchmal bei mir :smile: )

Mach ich, wenn das Unkraut weg ist. Ich bin auch schon beruhigt - sie wissen, wohin sie flüchten müssen, wenns schnell gehen muss, das war mir das wichtigste.

Vielen vielen Dank euch allen, ich war heute viel ruhiger als befürchtet!!!

Gruß
Cess

jetzt grad sind sie wieder drin, nachdem sie den Nachbarskater
getroffen haben. Weicheier :wink:

Das mit den Weicheiern hast du gesagt *lach*, aber zur Beruhigung: Ronny ist ein viel größeres Weichei, der lässt sich von der Nachbarskatze, die etwas halb so groß ist, wie er verjagen…
Jedenfalls freut’s mich für euch, dass es so gut geklappt hat :smile: sie lieben euch halt! :smile: Heut haben sie es bewiesen.

Grüßle

Feedback
Also,

es ist toll! :smile:

Die beiden haben auch die Nachbargärten schon erkundet, aber alle naselang schaun sie zuhause vorbei, ob noch alles da ist, wo es hingehört. Zweimal hat der Nachbarskater sie keifend und fauchend gejagt, jedesmal kamen sie wie der Blitz rein und unters Bett - aber bevor der in die Wohnung kam, machte Rico kehrt und hat klar gemacht, wer HIER der Chef ist. *g*

Jetzt liegen sie ziemlich fertig direkt vor der Tür auf der Terasse und wirken ein bisschen wie zwei Wachhunde. Und scheinen sich pudelwohl zu fühlen. So wie ich!

Gruß an alle
Cess

Huhu!

Na das hört sich doch sehr gut an!

Wir haben drei Katzen. Eine davon hat Diabetes und braucht täglich Insulin. Als ich die kleine die Ersten Male rausgelassen habe ist mir auch richtig die Muffe gegangen.
Wir haben aber allen 3 beigebracht, dass es was zu fressen gibt, wenn wir klatschen (so schnell kann man gar nicht gucken, wie die kommen) und wenn gepfiffen wird, haben sie die letzte Chance rein zu kommen, weil wegfahren oder schlafen gehn o.ä… Das klappt wirklich gut

Oft sind sie auch über Nacht weg, aber sie kommen immer wieder. Und mal ehrlich wer will seiner Katze diese Freiheit verwähren, wenn man die Möglichkeit hat, sie ihnen zu geben…?

LG Vivian