hallo liebe www- ler,
schreibe das erste mal in diesem forum, brauche heute abend ein bißchen ablenkung, fahre morgen mit meiner 2,6 jahre alten tochter nach berlin und lasse ihr die mandeln rausnehmen, sch… mir schon jetzt in die hosen, hat jemand von euch erfahrungen gemacht mit mandel - op und das danach … was hilft meiner süßen, wie siehts mit essen, trinken usw. aus… wie lange zeit danach bis sie einigermaßen auf dem damm ist… paar kleine tricks usw. wie man die schlimme zeit durchsteht wären toll… (ein bißchen auf beistand hoffend…) mit lieben gruß petra
Hallo Petra,
erstmal Ruhe bewahren. Deine Nervosität (warum so panisch?) überträgt sich sonst aufs Kind, und das ist auch nicht gut. Wir sind in den Augen unserer Kinder doch die Alleskönner, an denen sie sich orientieren. Wenn wir „schwanken“, dann werden sie selbst nervös, weil sie ihren Halt/Sicherheit/die Orientierung verlieren.
Ich finde es immer gut, wenn man dem Kind altersgerecht sagt, was passieren wird (nicht ins Detail gehen (Skalpell, Blut,…), wenn das Kind damit nichts anfangen kann). Will sagen: das Kind sollte meiner Meinung nach wissen, wo Ihr heute hinfahrt und warum. Dass sie einen schönen Traum haben wird und von der Entfernung der Mandeln nichts merken wird. Dass sie hinterher viellleicht ein bisschen Halsschmerzen hat. Dass sie erstmal kühle Getränke und weiche Sachen essen muss/darf (je nachdem
), Joghurt, Griesbrei, Limo, Tee…
Dass Du bei ihr sein wirst! Frage die Ärzte, ob Du beim ersten Aufwachen nach der Narkose bei ihr sein darfst! Dass die Menschen nett sind (hoffentlich…).
Vielleicht kannst Du ihr noch das Buch von Janosch kaufen (Bahnhofsbuchhandlung): „Ich mach Dich wieder gesund, kleiner Tiger“ (so ungefähr) und während der Zugfahrt vorlesen.
Wenn Du noch nicht mit ihr gesprochen hast, dann überfall sie nicht (Also, wir fahren jetzt nach Berlin, weil…), sondern vielleicht findest Du noch einen Weg, ihr es sanft beizubringen.
Nimm ein Kuscheltier mit und sage: Schau mal, der Bär (oder was es ist) hat ja auch entzündete Mandeln, die operieren wir ihm raus… OP mal durchspielen, wenn Zeit ist, und das Kind dazu bereit ist, es verarbeiten kann. (Ich kenn dein Kind nicht).
Alles Gute,
und erzähl mal.
Kleiner_König
Hallo Petra,
der kleine Koenig hat schon gute Tipps gegeben.
Wusstest du, dass bei Kindern, die wissen, was mit ihnen geschieht, die Wundheilung schneller verlaeuft? (laut einer Untersuchung aus den 50er Jahren)
Kinder heilen besser, wenn sie sich nicht mit lauter unbekannten Dingen auseinandersetzen muessen (ich nehme an, bei Erwachsenen ist das aehnlich).
Was das heisst: bereite deine Tochter vor. Es gibt Bilderbuecher (wie von KK angesprochen), die das altersgerecht tun. Such dir eins, maximal zwei aus, die dir gefallen.
Da sie noch sehr klein ist (2,6 Jahre = was? 2 1/2?), halte ich es fuer das Beste, du kaufst einen Arztkoffer und erklaerst es ihr anhand von Rollenspielen (lass dir von ihr als Arzt die Mandeln rausnehmen, oder dem Teddy) - macht das vorher, aber auch hinterher, damit sie ihr Erlebnis verarbeiten kann.
Wichtig ist: dass du nicht luegst (sag ihr, dass es ihr hinterher ein bisschen weh tun wird, aber dass das ein kleines Autsch ist, was die grossen Autschs spaeter und viel Kranksein verhindern wird). Erzaehl ihr davon, was sie erleben wird: eine besonderes Nachthemd (hinten offen!), eine Duschkappe aus Papier, Medikament, dass sie ein bisschen schwindlig macht (pre-op), Medikament, dass sie tief einschlafen laesst (frag den Anaesthesist, wie? Spritze oder Gas), Menschen mit Masken vor dem Gesicht und komischen Kleidern, der OP-Saal (sauber, Kacheln, viel Licht, komische Geraete, relativ viel Leute).
Mach sicher, dass sie weiss, dass sie wieder aufwachen wird – gib ihr etwas von dir, auf das sie aufpassen soll (ein Schluesselbund, ein Geldbeutel, usw.), sie soll es am Bett behalten und du willst es am naechsten Tag wieder von ihr haben, erzaehl ihr eine Geschichte/lies mit ihr ein Bilderbuch zur Haelfte und versprich ihr das Ende NACH der Operation weiterzuerzaehlen (das alles laesst sie merken, ohne dass du es in Worte kleidest, die sich nicht versteht, dass du Plaene fuer DANACH machst).
Ich weiss nicht, wie das in Deutschland zur Zeit ist, aber meine Erfahrung in Krankenhaeusern in anderen Laendern ist, dass ein Elternteil bei dem Kind bleiben kann, bis es eingeschlafen ist und auch im „recovery“ room nach der OP anwesend sind, wenn es wieder aufwacht. Das geht aber nur, wenn du ruhig bleibst; wenn das Personal vermutet, dass du Angstzustaende auf dein Kind uebertraegst, werden sie dich vielleicht nicht zulassen.
Mir hilft es uebrigens Vorlesen oder Geschichtenerzaehlen immer beim Abregen.
Halt die Ohren steif, das wird schon gutgehen!
Liebe Gruesse, Elke
ot…
Hi Elke,
Kinder heilen besser, …
Das wäre doch wirklich was für den „Hohlspiegel“ oder „Unkraut aus dem Blätterwald“. Schade nur, daß es nicht in einer Zeitung stand
)
Nicht böse sein *fg*
Gruß Stefan
Hallo Stefan,
Kinder heilen besser, …
Nix „Hohlspiegel“ — das ist Dialekt!:
Nicht böse sein *fg*
Aber wie!!!
Gruesse, Elke =8^))
hallochen,
ich möchte nur erwähnen, dass ich vorkurzem eine sendung dazu gesehen habe, worin berichtet wurde, dass viele mandel-op überflüssig, bzw. die herrausnahme überflüssig ist.
nach einer modernen methode kann man die mandeln auch teilentfernen lassen. so bleiben die mandeln, die für das imunsystem wichtig sind, erhalten.
diese op ist aber nur bei gesunden mandeln/kindern möglich.
vielleicht,… wenn die panik so gross ist, dann können sie sich ja nochmal bei ihrem arzt schlau machen.
ich habe an meine mandel-op als klenes mädchen keine so gute erinnerung! (vor etwa 7 jahren) und hätte mir diese unblutigere alternative gewünscht,… ,… aber man kanne es sichs ja nicht aussuchen.
wie auch immer,… eine mama am bettchen ist die beste medizin für danach!
das wird schon wieder.
grüssle & alles gute
shivarees