Freiwillige Versicherung /Elternzeit

Hallo,
suche für mich gerade eine richtige Elternzeitsstrategie und stocher noch etwas hilflos in den ganzen Richtlinien herum.
Zur Zeit befinde ich mich in Elternzeit und bin freiwillig versichert. Da mein Mann privat versichert ist, entfällt für uns die Möglichkeit der Familienversicherung und wir zahlen alle drei recht hohe Beiträge. Er und meine Tochter in der privaten und ich in der Kasse. Wir haben nur ein Einkommen.

Nun haben wir überlegt, ob es eine Möglichkeit gibt, über eine Teilzeitstelle aus dem Freiwilligenstatus zu kommen. Geht aber nur, solange ich die Teilzeit ausübe, danach komme ich sofort wieder in den freiwilligen Status und zahle ohne Einkommen wieder den hohen Beitrag. Wenn ich also über Teilzeit verdiene, wird nur mein Einkommen betrachtet und ich zahle einen niedrigeren Beitrag . Logik ? Ich muß also theoretisch wieder arbeiten, auch wenn ich eigentlich die Zeit ja mit meiner Tochter verbringen will.

Ist das so richtig ? Oder habe ich was übersehen ?

Und wie wirkt sich das auf das Elterngeld aus ? Sprich, wir hätten gerne 2009 ein weiteres Kind. Derzeit (in Elternzeit) habe ich ja kein Einkommen und hätte dann Anspruch auf 300 Euro monatlich (die dann komplett von meinem derzeitigen freiwilligenkrankenkassenbeitrag aufgefressen werden).

Wenn ich aber jetzt arbeiten gehe und meine Tochter anderweitig unterbringe, wird für das Elterngeld mein Einkommen betrachtet und es fällt entsprechend höher aus…Verstehe ich da was falsch ?? Ich werde bestraft, dafür, daß ich meine Tochter nicht weggeben will ?

Wie finde ich die beste Strategie ? wenn ich mir die Regelungen ansehe, finde ich sehr viele Ungereimtheiten und wir haben irgendwie nicht die günstige Position, wie sie für viele andere jetzt besteht.

Hallo,
suche für mich gerade eine richtige Elternzeitsstrategie und
stocher noch etwas hilflos in den ganzen Richtlinien herum.
Zur Zeit befinde ich mich in Elternzeit und bin freiwillig
versichert.

Hallo Gabi,
aus Deinen Angaben schließe ich, dass Du auch vor der Elternzeit schon freiwilliges Mitglied der GKV warst. Richtig?

Da mein Mann privat versichert ist, entfällt für
uns die Möglichkeit der Familienversicherung und wir zahlen
alle drei recht hohe Beiträge.

Das ist nicht ganz richtig - das liegt nicht daran, dass Dein Mann privat versichert ist, sondern daran, dass Du freiwilliges Mitglied der GKV bist. Als solches zahlst Du während der Elternzeit deinen „Arbeitnehmeranteil“ weiter.

Er und meine Tochter in der
privaten und ich in der Kasse. Wir haben nur ein Einkommen.

Darf ich anmerken, dass das vielen so geht?

Nun haben wir überlegt, ob es eine Möglichkeit gibt, über eine
Teilzeitstelle aus dem Freiwilligenstatus zu kommen. Geht aber
nur, solange ich die Teilzeit ausübe, danach komme ich sofort
wieder in den freiwilligen Status und zahle ohne Einkommen
wieder den hohen Beitrag.
Und wie wirkt sich das auf das Elterngeld aus ? Sprich, wir
hätten gerne 2009 ein weiteres Kind.

Da sehe ich folgende Situation: Wenn Du bist zur Geburt des 2. Kindes mehr als 12 Monate versicherungspflichtig in der GKV warst, bleibst du als Pflichtmitglied während der Elternzeit kostenfrei in der GKV versichert!

wir haben irgendwie nicht die günstige Position, wie sie für
viele andere jetzt besteht.

Liebe Gabi,
Du hattest einen Job, in dem du mehr als 48.000€ brutto verdient hast - Dein Mann tut dies immer noch. Wenn ich ehrlich bin: Da kann ich mir ungünstigere Positionen vorstellen! :wink:

Frank Wilke

Hallo Frank, vielen Dank für Deine Antwort. Ich antworte mal auf Deine Fragen zurück–> siehe unten.

1.) Ich war vorher bereits freiwillig versichert. Sagen wir mal, aus einer gewissen Unkenntnis heraus. Habe damals eigentlich immer nur gearbeitet und als irgendwann die Nachricht kam, daß ich da nun oberhalb der Bemessungsgrenze lag, habe ich das so hingenommen und mir keinen Kopf gemacht sondern mir einfach weiter die Nächte um die Ohren gehauen für die Arbeit. Schön doof, nicht ?

"Er und meine Tochter in der

privaten und ich in der Kasse. Wir haben nur ein Einkommen."

Darf ich anmerken, dass das vielen so geht?"

  1. ) Natürlich darfst Du :smile:; bin mir dessen ja vollkommen bewußt, ging mir mit der Bemerkung nicht um eine „Klage“ sondern wollte nur den Sachverhalt schildern…hätten ja auch ein Einkommen und Teilzeit haben können.

„Wenn ich
ehrlich bin: Da kann ich mir ungünstigere Positionen
vorstellen! :wink:

–> natürlich gibt es ungünstigere Positionen. Aber wer zahlt denn schon gerne mehr als es unbedingt sein muß und rechnen muß doch heutzutage jeder ? Egal, ob man wenig oder viel verdient (hat).

Und trotzdem ist die Situation, in einer freiwilligen Versicherung „gefangen“ zu sein sehr unangenehm, denn ich möchte aus dem Status raus. Mir gefällt einfach nicht, daß wir irgendwann mal eine falsche Entscheidung getroffen haben, weil noch keine Familie geplant war und die Konsequenzen nun so weit reichend sind. Viele reduzieren ja sogar vorher bewußt ihre Arbeitszeit oder vereinbaren mit ihren Arbeitgebern andere Vergütungsmöglichkeiten um ja unter die Beitragsbemessungsgrenze zu kommen. Das wußten wir vorher halt leider nicht (siehe oben) und die Unkenntnis kommt uns jetzt teuer zu stehen. Und da sehe ich halt eine „Ungerechtigkeit“ im System. Ist ja auch schon oft öffentlich als Manko für Besserverdienende bemängelt worden.

Was passiert denn eigentlich, wenn ich jetzt mit meinem Arbeitgeber Teilzeit für die Zeit nach meiner jetzigen Elternzeit vereinbare ? (Werde sowieso nicht mehr in meine alte Position zurück gehen, das wäre nur Vollzeit möglich und die Zeit gehört meiner Familie).

Würde das auch jetzt schon Auswirkungen auf die Versicherung haben ?

lg gabi