Fremdkapitalzinsen

Hallo,

hat der Begriff der Fremdkapitalzinsen nicht zwei unterschiedliche Bedeutungen?
Einmal bei der Berechnug der Fremdkapitalrentabilität. Die Fremdkapitalrentabilität errechnet sich aus dem Quotient von Fremdkapitalzinsen und Fremdkapital. In diesem Sinne sind die Fremdkapitalzinsen doch die (positive) Verzinsung die das Fremdkapital in meinem Betrieb abwirft.

Fremdkapitalzinsen sind aber auch jene Zinsen, die man für die Nutzung von Fremdkapital (z.B. Darlehen) aufbringen muss, also Passivzinsen.

Wenn von Fremdkapitalzinsen die Rede ist, wie kann man dann wissen, ob der eine oder der Begriff gemeint ist?

Danke

Martin Unterholzner

Hallo,

Wenn von Fremdkapitalzinsen die Rede ist, wie kann man dann
wissen, ob der eine oder der Begriff gemeint ist?

Fremdkapitalzinsen sind immer die Zinsen, die für das Fremdkapital zu zahlen sind.

Gruß
Christian

Hallo Christian,

aber bei der Berechnung der Fremdkapitalrentabilität (http://de.wikipedia.org/wiki/Fremdkapitalrentabilit%…) wird der Begriff der Fremdkapitalzinsen doch nicht für die Zinsen, die für das
Fremdkapital zu zahlen sind, verstanden, sondern die Verzinsung, die das Fremdkapital in meinen Betrieb (je nach dem für welche Investition ich das Fremdkapital eingesetzt habe, unterschiedlich hoch) abwirft, oder?

Danke

Martin

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Hallo,

aber bei der Berechnung der Fremdkapitalrentabilität
(http://de.wikipedia.org/wiki/Fremdkapitalrentabilit%…)
wird der Begriff der Fremdkapitalzinsen doch nicht für die
Zinsen, die für das
Fremdkapital zu zahlen sind, verstanden, sondern die
Verzinsung, die das Fremdkapital in meinen Betrieb (je nach
dem für welche Investition ich das Fremdkapital eingesetzt
habe, unterschiedlich hoch) abwirft, oder?

es kommt darauf an, aus welcher Sicht diese Zinsen gesehen werden.
Der Betrieb zahlt die Zinsen, der Gläubiger (Bank,…) bekommt sie.

Aus der Sicht des Betriebes sind sie lediglich ein Aufwand, aus der Sicht des Gläubigers sind sie der Ertrag, der für die Verleihung von Kapital (bzw. Gewährung eines Kredites) verlangt wird. Aus der Sicht des Gläubigers wird also damit eine Rendite erzielt.

Grüße
Werner

Hallo Martin,

aber bei der Berechnung der Fremdkapitalrentabilität
(http://de.wikipedia.org/wiki/Fremdkapitalrentabilit%…)
wird der Begriff der Fremdkapitalzinsen doch nicht für die
Zinsen, die für das
Fremdkapital zu zahlen sind, verstanden, sondern die
Verzinsung, die das Fremdkapital in meinen Betrieb (je nach
dem für welche Investition ich das Fremdkapital eingesetzt
habe, unterschiedlich hoch) abwirft, oder?

letzteres ist die Fremdkapitalrentabilität, zu deren Ermittlung die im Gesamtjahr gezahlten Fremdkapitalzinsen (!) ins Verhältnis zum Fremdkapital zum Stichtag gesetzt werden.

FK-Rentabilität und FK-Zinsen sind also zwei verschiedene Paar Schuhe; ersteres ist eine Kennzahl, letzteres Buchungen auf dem Aufwandskonto „Zinsaufwendungen“, also die effektiv gezahlten Fremdkapitalzinsen.

Gruß
Christian

FK-Rentabilität und FK-Zinsen sind also zwei verschiedene Paar
Schuhe; ersteres ist eine Kennzahl, letzteres Buchungen auf
dem Aufwandskonto „Zinsaufwendungen“, also die effektiv
gezahlten Fremdkapitalzinsen.

Gruß
Christian

Hallo Christian,

ich glaube deine Ausführungen verstanden zu haben. Aus welchen Überlegungen heraus wird aber bei der Kapitaldienstgrenze der Fremdzins (=Fremdkapitalzins) zur Eigenkapitalmehrung ADDIERT? Siehe http://de.wikipedia.org/wiki/Kapitaldienstgrenze

Danke

Martin

Hallo Martin,

ich glaube deine Ausführungen verstanden zu haben. Aus welchen
Überlegungen heraus wird aber bei der Kapitaldienstgrenze der
Fremdzins (=Fremdkapitalzins) zur Eigenkapitalmehrung ADDIERT?
Siehe http://de.wikipedia.org/wiki/Kapitaldienstgrenze

naja, der Jahresüberschuß/der Bilanzgewinn stehen für die Bedienung zusätzlicher Verbindlichkeiten zur Verfügung, die Fremdkapitalzinsen zur Bedienung der bestehenden Verbindlichkeiten. Die Summe steht damit zur Bedienung der bereits bestehenden und der zukünftigen Verbindlichkeiten zur Verfügung, daher die Addition.

Allerdings ist mir die Kapitaldienstgrenze mit der Trennung in lang-, mittel- und kurzfristig noch nicht begegnet. Normalerweise rechnet man schlicht und ergreifend den Cashflow aus und schaut dann, ob noch Spielraum für neue Schulden (bzw. deren Bedienung) besteht.

Gruß
Christian