Fremdsprachige Ausdrücke zitieren/übernehmen

Hallo,

sorry, falls das im Archiv dieses Brettes längst geklärt ist, aber ich habe auf die Schnelle nichts gefunden - und die Frage ist recht konkret:

gibt es klare Regeln für das Zitieren/Übernehmen fremdsprachiger Ausdrücke bezüglich des Artikels oder entscheidet das Sprachgefühl?
z.B. sage ich wohl:
die ‚folie‘ dieses Menschen ist …
aber:
die ‚soleil‘ brennt am Himmel.

einmal also auf den französischen Artikel, einmal auf den (übersetzten) deutschen Artikel bezogen.

was mache ich z.B. (an dem Ausdruck bin ich erst auf die Idee gekommen, mal nachfragen zu müssen) mit dem englischen Ausdruck „terrible American conceit“?
der/die/das conceit … da verlässt mich mein Gefühl?
ich würde eher zu ‚das conceit‘ tendieren, aber eine Regel wäre mir lieber.

Dankeschön!

Viele Grüße
Franz

Hallo, Franz,
wenn im Zweifel, würde icht einfach den fremdsprachigen Artikel mit ins Zitat nehmen: „the terrible american conceit“
Gruß
Eckard

Hallo Eckard,

wenn im Zweifel, würde icht einfach den fremdsprachigen
Artikel mit ins Zitat nehmen: „the terrible american conceit“

danke, der Rat ist eine gute Notlösung für einige Fälle, aber wenn ich beispielsweise von „seiner ‚folie‘“ sprechen will, dann funktioniert das nicht; oder übersehe ich da was?
zumal ich den Einbezug des fremdsprachigen Artikels, da wo es möglich wäre, in den meisten Fällen als unelegant empfinde.

Viele Grüße
Franz

Guten Morgen,

ob es dafür eine Regel gibt weiß ich nicht, glaube es aber auch nicht. In der romanistischen Fachliteratur ist es jedenfalls so, dass meist der Artikel der Ursprungssprache übernommen wird: die plaza de toros, an der Place de l’Étoile (nee, ich weigere mich, das Dingens ‚Place Charles de Gaulle‘ zu nennen).
Bei Zitaten aus dem Englischen, wo es keine Genusunterschiede gibt, würde ich das entsprechende deutsche Genus benutzen.

Mit schlafgestörten Grüßen

Pit