Hallo Musikexperten,
bei einer Wetten-Dass-Sendung hat ein Klavierstimmer die Frequenzen von Tönen durch Fühlen auf dem Klavier erkannt (hören und sehen konnte er es nicht oder nichts)… dabei sagte er, dass der Ton „F“ der einfachste sei, herauszufinden…
„F“ muss also eine recht eingängige Frequenz haben. Kann mir darüber jemand fachmännisch Auskunft geben?
Musikalische Grüsse
Matthias
Hi,
hier findest du die Antwort: http://www.schulmodell.de/physik/2004/lydwae/#Toeneu…
Die Frequenzen der Töne in höheren / niedrigeren Oktaven erhälst du durch Verdopplung / Halbierung
Gruß
DT
Nachfrage
Hi,
1.) war dem Stimmer das Klavier oder wenigstens der Typ geläufig?
2.) „Nichts“ zu hören ist gar nicht so einfach zu realisieren.
Wie wurde sichergestellt, dass der Stimmer den Ton nicht hören konnte?
Gruss,
Hallo Matthias,
bliebe zunächst mal nachzufragen, welches „F“ der Kandidat denn überhaupt am besten identifizieren konnte. Das große (wie es deine Schreibweise nahelegt), oder das mittlere f’ (auf das sich Deep Thoughts Link bezieht)?
Die Frequenz des f’ ist 352 Hz, wie aus dem Link ersichtlich. Allerdings in reiner Stimmung, bezogen auf a’.
In temperierter Stimmung ist das f’ 349,23 Hz (= 440 Hz / (12. Wurzel aus 2) hoch 4).
Für das große F ergeben sich entsprechend 88 Hz (rein) bzw. 87,31 Hz (temperiert).
Dass es an der Frequenz selber liegen soll, ist kaum einzusehen, schon gar nicht, wenn wir uns im temperierten System bewegen. Die Frage ist wohl eher auf der sinnesphysiologischen Ebene zu beantworten.
Das menschliche Ohr hat die beste Diskriminationsfähigkeit im Bereich zwischen 1000 und 3000 Hz (0,3% eines Ganztonschritts). In diesem Bereich spielt sich auch die menschliche (gesprochene) Sprache ab. Präferenzen für bestimmte Tonhöhen sind so vermutlich schon erklärbar (f’ ist ja auch einer der beiden wichtigsten Psalmodiertöne im gregorianischen Choral).
Allerdings hat der Kandidat die Töne ja wohl offenbar nicht gehört, sondern nur mit dem Tastsinn erfühlt - nach dem gleichen System, wie auch taubblind-geborene Menschen durchaus eine Wahrnehmung von Tonschwingungen haben. Bleibt also die Frage, welches Sinnesorgan dafür zuständig ist, und in welchem Frequenzbereich es die beste Wahrnehmung hat.
Du siehst, ich weiß auch nichts. Ich kann nur sagen, dass die Frage eigentlich etwas für’s Medizin-Brett ist. 
Grüße
Wolfgang