Frequenzmodulation

Ich habe da einige Fragen zur Frequenzmodulation; wenn ich ein Info-Signal von sagen wir 3,1 kHz Frequenzbreite habe und eine Trägerfrequenz von 12 kHz verwende - wieso entsteht daraus ein Signal mit einer Frequenzbreite von 8,9 bis 15,1 kHz? Mir käme es logischer vor, wenn ich eine Breite von 12 bis 15,1 oder von 10,45 bis 13,55 erhalte;
noch was: wie hängt die Frequenz von der zu übertragenden Datenmenge ab?
mal angenommen, ich habe wieder eine 12 kHz Trägerfrequenz und eine Bandbreite von +/- 2 kHz nach oben und unten, also gesamt 4 kHz; kann ich mit so einem Signal dann 4000 Bit pro Sekunde übertragen?

Hallo Joachim,
ich habe soeben mein Password erhalten, Deine Frage gelesen und will gleich mal ausprobieren ob’s funktioniert. Zunächst mußt Du unterscheiden zwischen den Frequenzen, die entstehen und denen, die zur Signalübertragung relevant sind. Dazu einige Punkte:

  1. Die Frage ist schon falsch. bei FM entsteht ein unendliches Spektrum auf beiden Seiten der Trägerfrequenz. Das untere Seitenband endet natürlich bei null. Bei AM würde das angegebene Spektrum entstehen.
  2. Für die Signalübertragung braucht man aber nur etwa die Signalbandbreite übertragen, der Rest ist redundant ( ohne zusätzlichen Informationswert ). Um genau die Signalbandbreite zu übertragen, benötigt man sehr steilflankige Filter, deshalb überträgt man, wenn es der Kanalabstand zuläßt, i.d.R. beide Seitenbänder.
  3. Einen direkten Zusammenhang zwischen Bandbreite und digitaler Übertragungskapazität gibt es (theoretisch) nicht. Hier kommt noch die Signaldynamik ins Spiel. Beispiel:
    4kHz Bandbreite entsprechen 8 kSamples/s. Je nach Dynamik kann ein Sample mit 1 oder z.B. mit 8 Bit codiert werden.
    Was praktisch möglich ist sieht man daran, wieviel Baud ein analoges Modem auf einer 3-kHz-Telefonleitung schafft.

So, das reicht jetzt aber fürs Erste

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