Freund von 1,5jährigem beißt

Der Sohn meiner Schwester ist 16 Monate alt. Sein 3 Monate alter Freund ist ein kleiner „Beisser“. Immer wenn die beiden Mütter sich mit den Kleinen zusammen treffen, beißt oder haut „Dario“ seinen Freund „Tim“. Dario’s Mutter schimpft dann zwar, aber nicht besonders effektiv. Beim letzten Mal hat Dario so stark in Tim’s Arm gebissen, dass es nachher einen blauen „Zahnabdruck“ gab.
Nun überlegt meine Schwester, ob sie sich überhaupt noch mit Mutter u. Sohn treffen soll. Habt Ihr einen Tipp, wie sie mit der Situation umgehen soll? Kann/Darf sie sich in die Erziehung einmischen? Soll sie den Kontakt abbrechen? Wie kann man den Kleinen das Beißen und Schlagen abgewöhnen?

Hallo Nadine,
hatte einmal dasselbe Problem. Die Mutter des Kindes damals meinte, ihr Zwerg würde es wohl erst lernen, wenn ein anderes Kind es einmal zurückbeisse…naja, da meine Kleine eigentlich nicht zum Beissen erzogen wird und wurde, habe ich auf weitere Treffen verzichtet…das Beiss-Kind hat in der Folgezeit sogar einem anderen Kind einmal derartig in die Backe gebissen, dass das Kind mal von der blutigen Wunde abgesehen, bis heute (halbes Jahr später) noch die Abdrücke als kleine Narben im Gesicht hat…doch auch dies hat die Mutter noch nicht dazu bewegt, diesem Verhalten Einhalt zu bieten…mein Tipp: wenn Ihr aufeinander trefft, dann lass Dein Zwerg nicht aus den Augen…Einmmischen in die Erziehungsangelegenheiten anderer würde ich mich nicht - gibt doch eh nur Ärger…

Gruß
Dora

Hallo,

Der Sohn meiner Schwester ist 16 Monate alt. Sein 3 Monate
alter Freund ist ein kleiner „Beisser“. Immer wenn die beiden
Mütter sich mit den Kleinen zusammen treffen, beißt oder haut
„Dario“ seinen Freund „Tim“.

Es ist eine Phase, es ist eine Phase, es ist eine Phase…
Ich finde allerdings, dass die Mutter des Beißers da schon einschreiten sollte. Bei Kindern in dem Alter braucht man da schon einen langen Atem, also ruhig 186 x Kind wegnehmen und erklären: „Es wird nicht gebissen“ und evtl. etwas anderes zum Draufkauen anbieten als den Spielpartner (je nachdem was so der Grund fürs Beißen sein könnte. Manchmal wollen die ja auch nur die neuen Zähne ausprobieren…) und Alternativen anbieten: „Du kannst hier mit dem Ball spielen“ o.ä.

Mmmh, in die Erziehung mischen ist immer so eine Sache… aber ich würde jedenfalls nicht zusehen, wie mein Kind verletzt wird.
Ich denke, Deine Schwester sollte mal mit der Mutter Klartext reden. So kleine Kinder sind ja nicht unberechenbar, so dass man die Situation durchaus entschärfen könnte, wenn man die beiden im Auge hat.

VG,

Birgit

Keine Treffen mehr
Ungezogene Kinder machen einsam.

Gabi

Hallo,

Ungezogene Kinder machen einsam.

Du kannst bei unter 2jährigen direkt feststellen, dass sie „ungezogen“ sind?
Respekt!

Gruß
Maja

Hallo,

im großen und ganzen möchte ich mich Birgit anschliessen.

Kinder in diesem Alter müssen den Umgang miteinander erst lernen. Sie sozialisieren sich sozusagen. Konflikte werden mangels verbaler Fähigkeiten natürlich körperlich ausgetragen…wie auch sonst?
Sie lernen in diesem Alter was man miteinander machen kann, und was zu weit geht, also dem anderen weht tut gefährlich ist etc.
Dazu brauchen sie natürlich die Eltern, die ihnen sagen, dass man nicht hauen und nicht beissen darf.
Im Zweifelsfall muss der Kleine „Beisser“ auch mal auf die Ersatzbank eine Auszeit nehmen, wenn er es immer versucht. Und das für die nächste Zeit bei jedem Treffen…immer wieder ermahnen und erklären das man das nicht tut, weil das andere Kind sonst „Aua“ hat.
Es ist eine Phase wie Birgit schon sagte, aber man muss als Elternteil schon hintendran sein und regelnd einwirken, am Anfang am besten bevor Situationen eskalieren, das hat in unserer Krabbelgruppe ganz gut funktioniert.
Ich würde der Mutter schon sagen, dass ich mehr Reaktion von ihr erwarte und würde an ihr Verständnis appellieren, indem sie sich vorstellen möchte, wie es im umgekehrten Fall wäre :wink:

Gruß
Maja

Ich meinte natürlich, dass der Freund 3 Monate älter ist…also 19 Monate!

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Hallo

Dario’s Mutter schimpft dann
zwar, aber nicht besonders effektiv.

Es ist immer schwierig etwas zu beurteilen, wenn man in die Familie nicht hineinsehen kann. Manche Kinder beißen/hauen, weil sie dann Aufmerksamkeit bekommen (auch wenn sie negativ ist). Sicher kann es eine „Phase“ sein, das heißt aber nicht, dass man sie „durchgehen“ lassen sollte.

Allgemein würde ich sagen, in diesem Alter ist handeln angesagt. Das Beißerlein sollte sofort nach der Attacke eine Auszeit im Buggy oder auf der Bank bekommen (ohne Spielzeug, Kekse oder Getränk, aber mit einer kurzen und ernstgemeinten Mahnung), beim zweiten Mal würde ich mit ihm den Spielplatz verlassen. Bleibt man konsequent, dann sollte das ziemlich schnell Wirkung zeigen.

So, nun ist es ja ein „fremdes“ Kind das beißt und anscheinend ziemlich heftig.

Nun überlegt meine Schwester, ob sie sich überhaupt noch mit
Mutter u. Sohn treffen soll. Habt Ihr einen Tipp, wie sie mit
der Situation umgehen soll? Kann/Darf sie sich in die
Erziehung einmischen? Soll sie den Kontakt abbrechen? Wie kann
man den Kleinen das Beißen und Schlagen abgewöhnen?

Ist es eine gute Bekannte, deren Freundschaft man erhalten möchte (vielleicht ist sie ja selbst verzweifelt/überfordert und weiss nicht, was sie machen soll) könnte man im Gespräch mal den o. g. Tipp geben. Handeln, nicht reden. Konsequent bleiben. Es ernst meinen.

Ansonsten… tja… ich weiss ehrlich nicht, ob ich bei einer flüchtigen Bekanntschaft in die Erziehung dreinreden würde. Wahrscheinlich würde ich eher das Weite suchen, wenn das Beißkind auftaucht :open_mouth:).

Grüße
Eva

Hallo nadine,

im Großen und Ganzen schließe ich meinen Vorrednern respektive Vorschreibern an. Ich möchte aber noch hinzufügen, dass Beißen, Schubsen, Hauen in diesem Alter nicht notwendigerweise Ausdruck von Aggression oder Konflikt darstellen müssen, sondern oft sogar ein besonderes Interesse an dem gebissenen Kind ausdrücken kann. Oft kann man beobachten, dass das gebissenen Kind nach der Attacke ganz freundlich auf den Beißer zugeht. Kinder in diesem Alter lernen oft erst, ihr Intersse an anderen Kindern „sozialverträglich“ auszudrücken. Das ändert aber nix an der Tatsache, dass man den kleinen Beißteufel durch Auszeit und - wenn das nicht fruchtet - auch konsequentes Heimgehen vom Spielplatz oder der Spielgruppe klarmachen muss, dass es so nicht geht.

Hallo,

wir hatten im Freundeskreis auch mal das „Problem“. Allerdings hat der Kleine auch uns Erwachsene gebissen.
Zurueckbeissen hat geholfen…
Aber hauptsaechlich ist das Aufgabe der Mutter, ihrem Kind klarzumachen, dass das Beissen kein Spass mehr ist, sondern weh tun kann.

Liebe Gruesse Tata

Aber sicher doch
Leitsymptome:

a) Kind beißt.
b) Eltern handeln nicht konkludent erzieherisch (labern bloß).

Gruß

Gabi

Hi,

unser Kleiner ist jetzt auch 17 Monate alt und mag es hin und wieder mal in etwas reinzubeissen was nicht ihm gehört. Neulich hat er mir beim Kuscheln in die Schulter gebissen und ich dachte es würden sich zwei Rasierklingen in die Haut schneiden. Auf jeden Fall viel mir bei der Gelegenheit wieder ein das unser Grosser auch seine Beissphase hatte und ich ihm immer einen Finger von mir zusammen mit einem von ihm in den Mund gesteckt hatte (so das der eine oben und der andere unten war). Nun durfte er beissen wie er wollte, ihm tat es genauso weh wie mir und der Lerneffekt war da.

Ob es beim kleinen hilft weiss ich noch nicht, dafür ist es noch ein bisschen zu früh aber beim Grossen hat es damals reine Wunder bewirkt und wenn man ihn heute z.B. fragen würde ob er „Beissen“ spielen will sagt er immer nein… (warum nur :wink:

lG
Me

Hallo

Kann/Darf sie sich in die
Erziehung einmischen? Soll sie den Kontakt abbrechen? Wie kann
man den Kleinen das Beißen und Schlagen abgewöhnen?

Ich finde, dass sie sich nicht in die Erziehung einmischen darf. Ich finde aber, dass sie der anderen Mutter deutliche Worte sagen darf in dem Sinne: Wenn er noch einmal beisst, komme ich nicht mehr.

Und wenn die andere Mutter evtl. daran Interesse hat, kann man ihr ja die Erziehungstips hier ausdrucken.

Viele Grüße Thea

Hallo

Wie kann man den Kleinen das Beißen und Schlagen abgewöhnen?

Schwer, wenn sie es sich einmal angewöhnt haben.
Auf jeden Fall nicht ohne Tränen und mit deutlicher
Führungsstärke.

Die Unversehrtheit des eigenen Kindes steht weit
über jeglichen „ach was wird er/sie/es denken“-
Spekulationen, jedenfalls bei mir.

Das einzige „Positive“ an so einer Situation, wenn
sie denn eingetrteten ist, besteht darin, deutlich
aber sachlich dem eigenen Kind am „gegenüberstehenden
Beispiel“ erklären zu können, dass so etwas „böse“ ist
und man so etwas „niemals“ machen darf.

In den Bannkreis dieser deutlichen Ansprache darf
sich die Mutter der Schlägerkindes ruhig mit
einbezogen fühlen. Vielleicht vermittelt es
ihr Klarheiten, die sie noch nicht hatte.

Grüße

CMБ

Hallo,
ich würde der anderen Mutter klipp und klar sagen, dass ich dass nicht akzeptiere, dass mein Kind gebissen wird, und wenn sie nicht verhindert, dass ihr Kind meins beißt, ich mich nicht mehr mit ihr und ihrem Beißer treffen werde.

Gruß
Nelly

Der „Beisser“ ist drei Monate alt und hinterlässt blaue Zahnabdrücke? Alle Achtung!!
Einem so kleinen Kind kann man wohl kaum klarmachen, dass es nicht beißen darf, das würde ich einfach woanders hinlegen, so dass es nicht an seinen Freund herankommt.
Bei uns im Kinderturnen gibt es auch Kinder, die beißen; sobald eines anfängt, meine Tochter (21 Monate) zu beißen, trenne ich die beiden (letztens wollte ihr ein Junge in den Hals beißen). Wenn die Mutter das ok findet, dass ihr Kind andere beißt, wird sie noch Probleme bekommen, vielleicht sagst du ihr das mal. Ich habe es schon öfters erlebt, dass beißende Kinder aus Kinderbetreuungsgruppen oder auch aus dem Kindergarten ausgeschlossen wurden und nicht mehr kommen durften. Vielleicht hilft ja die Vorstellung, dass der Kleine aus einer Gruppe im Kiga fliegt beim Erziehen.
Gruß, Miriam

Nein, der ist drei Monate älter als Tim (16 Monate)

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Nein, der ist drei Monate älter als Tim (16 Monate)

Entschuldige, ich stehe gerade etwas neben mir, wegen Angst vor dem Zahnarzt. (Termin in einer halben Stunde)
Aber der Rest hat von meiner Antwort ist trotzdem ernst gemeint.
Gruß, Miriam