Freunde finden

Hallo Claren,

mal angenommen, die Freundschaft besteht nocht, und du akzeptierst irgendwann deine Kontaktscheue, und außerdem geht dir die „Anmachereien“ deiner Freundin ziemlich auf den Wecker, meinst du, dass die Freundschaft noch besteht?

Aus heutiger Sicht würde ich genau schauen, was mich stört und dann überlegen, ob ich selbst auch dieses Verhalten habe.

  1. Was einem an anderen gefällt, hat man selbst.
  2. Was einem an anderen mißfällt, hat man auch selbst.
    Wobei der zweite Punkt schwieriger ist, da man sein eigenes Verhalten analysieren muß, und das kann ziemlich unangenehm für einen sein.

Ich glaube es nicht, wenn die Beziehung eben nur auf dieser Gegensätzlichkeit basierte.

Es kann allerdings auch sein, daß ihr genügend von einander gelernt habt und der Grund für eure Freundschaft somit beendet ist.
Aber es kann allerdings auch sein, daß der Lernschritt heißt, den anderen zu akzeptieren, so wie er ist. Das gilt übrings nicht für einen sondern für beide.

Wenn Freundschaften über viele Jahre anhalten, dann war da mehr Verbundenheit, als Bewunderung und Bewundert werden.

Aber auch Gewohnheit. Was zu dieser Möglichkeit führt, daß der eine sich verändert hat, der andere aber will, das die Freundschaft wie früher (vor der Veränderung des einen) ist.
Wahrscheinlich gibt es noch mögliche andere Gründe, aber die fallen mir leider nicht ein.

Viele Grüße
Monika

Hallo strubbel,

toll! vielen dank dafür!

gern geschehen. :smile:

ich filtere mir die informationen vorrangig heraus, die mein
weltbild bestätigen statt es zu verändern?

Ich sage lieber: Menschen haben eine Tendenz, den Informationen ein höheres Gewicht beizumessen, die ihre Einstellungen stützen. Die anderen werden aus Sicht der Dissonanztheorie eher abgewertet, durch Hinzufügen konsonanter Informationen erschlagen oder vergessen. Man könnte auch „verdrängen“ sagen, wenn dieser Begriff nicht so negativ belastet wäre.

ich las letztens einen artikel über börsenpsychologie, indem
das beschrieben wurde. das wurde so ähnlich wie vermeidung
kognitiver dissonanzen benannt.

Ja, die Dissonanztheorie von Festinger kann man als einen Erklärungsversuch heranziehen.

dann wüsste ich, was w-w-w auch so wertvoll für mich macht:
die unterschiedlichkeit der meinungen und menschen, die ich so
im leben evtl. gar nicht näher kennenlernen würde, da ich
unbewusst nach ähnlichkeiten filtere.

Machen wir User und Userinnen das hier nicht auch? Gerade die Abwertung dissonanter Informationen springt einem doch geradezu ins Auge.

Beste Grüße,

Oliver

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Wo sich Liebespaare noch an vielen Gegensätzen bereichern
können (Gegensätze ziehen sich bekanntlich an), darf es wohl
bei Freundschaften nicht allzu gegensätzlicz werden, denke
ich.

Hallo Branden,

Da Du sicher Latein kannst, möchte ich in diesem Zusammenhang auf den Spruch ‚similis simili gaudet‘ hinweisen. Ich glaube, daß eine Partnerschaft auf Dauer nicht hält, wenn die Partner zu gegensätzlich sind. Ferner interessiert mich, was genau Du unter ‚Liebespaar‘ verstehst: Paare, wo es hauptsächlich um die Erotik geht, oder auch Paare, die schon seit Jahren zusammen sind und sich lieben? Gibt es zwischen einem ‚Liebespaar‘ keine Freundschaft?

Gruß, Naso (der Detmolder läßt auch schön grüßen, Du wirst wohl wissen, wer das ist :wink: )

Da Du sicher Latein kannst, möchte ich in diesem Zusammenhang
auf den Spruch ‚similis simili gaudet‘ hinweisen. Ich glaube,
daß eine Partnerschaft auf Dauer nicht hält, wenn die Partner
zu gegensätzlich sind. Ferner interessiert mich, was genau Du
unter ‚Liebespaar‘ verstehst: Paare, wo es hauptsächlich um
die Erotik geht, oder auch Paare, die schon seit Jahren
zusammen sind und sich lieben? Gibt es zwischen einem
‚Liebespaar‘ keine Freundschaft?

Gruß, Naso (der Detmolder läßt auch schön grüßen, Du wirst
wohl wissen, wer das ist :wink: )

Ja, H., das weiß ich, insbesondere nach Deiner Vorinformation, die ich eben schnell noch in Deiner e-mail las :wink:
Nun ja, ich denke ja auch (ich glaube das kam schon in meinem Posting raus), dass beides wichtig ist: Die Ähnlichekt und auch die Gegensätzlichkeit. Nu r an welcher Stelle soll was sein, stellt sich da die Frage. Ich glaube (aus Erfahrung :wink:), dass die Temperamente und/oder die Talente gegensätzlich im Sinne von ergänzend sein dürfen&/sollten, dass die Interessen und Wertvorstellungen (die „Philosophien“, hochtrabend gesprochen) aber ähnlich sein sollen bzw. müssen, damit ein Paar gut „funktioniert“.
Und natürlich meine ich mit Paar auch uns insbesondere Paare, die schon lange (Jahrzehnte) zusammen sind!
Es grüßt Dich Branden

Ja, da sind wir uns offenbar einig (siehe oben), Merkur!
Gruß, Branden