Hallo,
da mir in meinem Bekanntenkreis niemand so richtig weiterhelfen konnte, wende ich mich nun an euch: Ich (30, weibl.) lerne seit einem Jahr ein Instrument bei einer etwa gleichaltrigen Lehrerin, die ich übers Internet „gefunden“ habe. Wir haben uns von Anfang an gut verstanden und aus der anfänglich einen Stunde Unterricht bei mir zu Hause werden immer zwei, weil wir uns recht gut unterhalten. Da geht es vor allem um Berufliches (wir arbeiten im gleichen Berufszweig), teilweise auch um Privates (Freizeitaktivitäten etc.).
Da ich in unserem Beruf viel mehr Erfahrung habe, weil ich ihn wesentlich länger als sie ausübe, bin ich ihr behilflich wo immer ich kann. Ihr ist das recht, gleichzeitig versucht sie aber, mir möglichst wenig „Umstände“ zu machen (und sie erledigt zeitraubende Dinge vorher selbst, wenn sie das Gefühl hat, es würde mich zu viel Mühe kosten).
Mein Problem ist, dass ich in ihr fast schon so etwas wie eine Freundin sehe, aber nicht weiß, ob sie in mir noch die Schülerin sieht. Ich würde z.B. gerne mit ihr einmal etwas außerhalb des Unterrichts unternehmen - z.B. Wintersport machen oder ins Kino gehen, traue mich aber nicht, sie zu fragen, weil es, wenn sie mich als „Schülerin“ sieht, aufdringlich und unpassend erscheinen könnte.
Ich möchte auch nicht haben, dass sie nur mir zuliebe zustimmt, aber in Wirklichkeit denkt „Was will denn die?“. Wüsste ich, dass ich für sie nicht eine Schülerin wie viele andere bin, wär es kein Problem.
Ich glaube, wenn sie gerne was mit mit unternehmen würde, könnte es sein, dass sie deshalb zu mir nichts sagt, weil ich sie wegen des Unterrichts engagiert habe.
Ich wüsste nun gern, ob ihr eine Idee habe, wie ich draufkommen kann, was wir für ein „Verhältnis“ zueinander haben. Ein gutes Lehrerin-Schülerin-Verhältnis oder gar ein freundschaftliches?
Eher konfus
Colette*