Friedman oder was ist fair

Moin moin,

da habe ich doch gerade den Michel Friedman in seiner Talkshow mit dem armen Herrn Steffel gesehen.

Arm deswegen, weil Michel ihn nie ausreden ließ, nur unterbrochen hat und aus meiner Sicht unfair angegriffen hat.

Und das ist nicht das erste Mal bei Friedman.

Ist dies eine richtige Methode, einen Politiker festzunageln? Gerade die Disskussion um die Äusserungen als 13jährigen von Steffel fand ich eher lächerlich.

Oder verwechsel ich gerade eine politische Runde mit einer Unterhaltungstalkshow? Manchmal erinnerte mich die Sendung doch fatal an den „Heissen Stuhl“ aus den unseligen RTL-Zeiten. Keine Information, Hauptsache, es knallt!

Was meint ihr?

Gruß

ALex

Ganz meine Meinung …
Hallo, Alex!

Dem kann ich mich nur anschließen. Friedmann versteht es leider immer wieder, seine Sendung ins AUS zu katapultieren. Eigentlich oft interessante Gäste. Wer aber einen so maroden Gesprächsstil „wählt“ um diesen dann womöglich als provokant anzupreisen, gehört ins Nachtprogramm von tm3…

Leider hab ich diese (Friedmann-)Erfahrung schon oft gemacht. Zappe ab und zu nochmal rein, stelle fest, daß er nix gelernt hat, und das war´s dann wieder. In diesem Sinne:
Bis zum nächsten Mal …

Vince.

ACK
Hallo!

Ich finde auch, dass die Sendung von Friedman einzig und allein sener Selbstdarstellung dient und mit Journalismus nichts zu tun hat.

Aber den größten Fehler hat er in der unrühmlichen „Der Schwarze schnackselt gern“-Sendung begangen. Als die die primitiven und menschenverachtenden Sprüche geklopft hat, hatte er nichts außer dem blöden „Der Weiße schnackselt auch gern.“ entgegenzusetzen. Erstens, zeigt das sein ganzes Moderator-Niveau, zweitens, dass er ihre Sprüche auch als völlig okay empfand. Überlegt euch mal, sie hätte sowas wie „Die Juden lügen gern“ gesagt… Friedman würde sie des Gebäudes verweisen und bis auf die Ewigkeit verdammen. Aber es ging ja nur um die „Neger“…

MfG, Umka.

Bin mal wieder anderer Meinung
Hallo,

die Fairness-Frage stellt sich für mich nicht. Wer dahin geht, weiß, was ihn erwartet. Punkt.

Und Friedmann hat eine Art, die sonst in Talkshows leider nicht anzutreffen ist: Er läßt die Leute nicht das 08/15-Zeug schwafeln, das sie sonst immer bringen. Er stellt Fragen und will exakt und nur darauf eine Antwort. Und die Fragen sind oft sehr geschickt, so daß man gar nicht ausweichen kann, und vor allem stellt er Fragen, die sich kaum ein anderer traut.

Allerdings war das gestern zugebenermaßen keine Glanzleistung von ihm. Wirkte schlecht vorbereitet.

Mein Fazit: Ich finde Sabine Christiansen viel schlimmer, weil da jeder so dumm daher faseln darf, wie er will und nur an der Oberfläche gekratzt wird. Da ist der Vorwurf der Selbstdarstellung IMHO viel eher zutreffend.

Gruß
Jürgen

hallo

ich habe die sendung gestern das erste mal gesehen und ich hatte keine ahnung um was es geht (unschuldig sozusagen). aber dieser beschissene vorspann ist schon so unerträglich, dass ich nicht wußte, ob es sich um selbstdarstellung mit eier schaukeln handelt oder ob man eine journalistisch ernsthafte sendung erwarten kann. und in diesem marktsegment soll das produkt ja vermutlich angesiedelt sein.

was ist fair ??

wie schon erwähnt weiss jeder worauf er sich einläßt wenn man eine sendung besucht, aber das problem von steffel war eindeutig, dass sein beraterteam nicht daneben sass und händchen gehalten hat.

Tach auch,

ich hatte bereits einige von M. Fridmanns Talkshows gesehen und kenne aber auch seine Reden. Die Talkshows sehe ich mir aus genau jenem Grunde nicht mehr an, obgleich die Wortwechsel mitunter recht interessant und aufschlußreich sind.

Aber die ständige Unterbrecherei ist bei und durch ihn derart überreichlich, daß es geradezu unerträglich ist, die ständig unvollständigen Ausführungen der Gäste mitzuverfolgen.

Ich halte viel von den Ansichten und Stellungnahmen von M. Fridmann (z. B. seine Rede Anfang des Jahres zum Holocaust), aber seine Talkshow ist echt das letzte. In ihr wird zum Programm gemacht, was bei „Vera“, „Nicole“ und Konsorten nur dient, um von der Plattheit abzulenken.

Pfui Deibel.

R o b.

Tag auch,
In der Talkshow verdient Friedmann zumindest nicht den Titel Moderator. Moderation hat eigentlich was mit Neutralität zu tun und die vermisse ich doch sehr.
Andreas

Friedmann ist selbst Rassist!
Hallo!!!

Ich würde sogar soweit gehen und Friedman selbst als Rassisten bezeichnen. Immer wieder - ob nun zum Thema passt oder nicht - weist er in seiner und anderen Sendungen darauf hin, dass er Jude ist. Meist aus dem Grund, um sich gewissermaßen unangreifbar zum machen. Sollte man nun auf eine Person in einer Diskussion mehr Rücksicht nehmen, weil sie einer Minderheit angehört, und das bei allen Themen??? Bei Themen, die - in Friedmans Fall - nichts mit Antisemitismus zu tun haben, sicher nicht. Oder muss jeder bei allem auf Friedman rücksicht nehmen??? Muss ihn jeder sympathisch finden??? Und das alles, weil er einer (ehemals verfolgten) Minderheit angehört??? Auch das wäre ja gewissermaßen rassistisch.

Seine Sendung ist sicher besser als Sabine „NAIV“ Christiansen, aber Friedman geht mitunter auf die Argumente seiner Gäste garnicht ein. Manchmal habe ich das Gefühl er hört sich selbst nicht nur gern - sondern manchmal ausschließlich sich reden…

Grüße

Jan-Eric

Habe Friedmanns Selbstdarstellungsshow zuletzt mit Klaus Wowereit als Gast gesehen (nur wegen letzterem) und kann den meisten Postings hier nur zustimmen: Die Sendung ist unerträglich und macht mich regelrecht aggressiv … Erstaunlich, dass er noch Gäste findet, die sich ihm freiwillig aussetzen.

Wolfgang