Friedmann und Dosenpfand

Mahlzeit!

Verwundert stelle ich fest, welcher untergeordnete Mist es bis auf die Titelseiten der Tagespresse schafft und worüber in diesem Land leidenschaftlich gestritten wird. Ganz unabhängig davon, was man vom Dosenpfand hält, ist das Thema nun wirklich keine längere Diskussion wert. Führt es ein oder laßt es bleiben, aber dieser Eiertanz mit der Beschäftigung auf höchster politischer Ebene ist unwürdig und wirft ein Schlaglicht auf die Möglichkeiten und den Willen, in diesem Land etwas zu bewegen.

Ziemlich egal, was man von Herrn Friedmann hält, ist es dessen Privatsache, ob ihn Kokserei antörnt. Daran ändert sich auch nichts, wenn die Sache von durchgeknallten und gelangweilten Staatsanwälten anders gesehen wird. Ist die Justiz so unterbeschäftigt und überbesetzt, daß sie Zeit für solchen Piepfax hat? Wieviele Staatsdiener wurden in dieser Sache schon mit Haussuchungen, Recherchen und Presseerklärungen beschäftigt? Wieviel Steuergeld haben sie dafür verbraucht? Jetzt berichten einige Schreiberlinge, Herr Friedmann hätte sich Prostituierte bestellt. Das geschieht jeden Tag und überall millionenfach, ist Privatsache und geht abgesehen von der Ehefrau keinen etwas an.

Auf mich wirkt Herr Friedmann maskenhaft und etwas arrogant. Ich mag zumindest das mir bekannte und durch die Medien geprägte Bild von ihm nicht besonders. Aber was gerade öffentlich abläuft, ist eine lupenreine Rufmordkampagne, deren Methoden ich widerwärtig finde. So etwas hat niemand verdient.

Freie Berichterstattung ist ein hohes Gut, aber ich sehe hier Grenzen überschritten, die jeder Journalist und Redakteur kennen sollte, der nicht zum Schmierfinken werden will. Wie sehen das andere Forumsteilnehmer?

Gruß
Wolfgang

Hallo Wolfgang,

die Justiz wird den Fall nicht anders behandeln, nur weil es sich um Friedman handelt. Für die ist die Sache erst mit dem Koks interessant geworden, als Freier war Friedman uninteressant (was nicht heißt, dass es nicht bekannt geworden wäre).

Für die Medien sieht das ganz anders aus. Zum einen gibt Friedman gerne mal den Moral-Apostel, zum anderen liebt er ja das Spiel mit den Medien und er wäre nicht der Erste, bei dem der Schuus irgendwann nach hinten losgeht. Das mit dem öffentlichen Interesse ist ein rein graduelles Problem. Beruflich muss ich öfters Prozessen beiwohnen. Das ist für die Beklagten oft auch unangenehm, allerdings interessiert sich nicht die ganze Republik dafür, sondern nur ein Provinz-Kaff.

Gruß

Johannes

…meine zustimmung
.

Hallo Wolfgang,

Verwundert stelle ich fest, welcher untergeordnete Mist es bis
auf die Titelseiten der Tagespresse schafft und worüber in
diesem Land leidenschaftlich gestritten wird. Ganz unabhängig
davon, was man vom Dosenpfand hält, ist das Thema nun wirklich
keine längere Diskussion wert. Führt es ein oder laßt es
bleiben, aber dieser Eiertanz mit der Beschäftigung auf
höchster politischer Ebene ist unwürdig und wirft ein
Schlaglicht auf die Möglichkeiten und den Willen, in diesem
Land etwas zu bewegen.

Dosenpfand. Es artet zur Nebelkerze aus oder zur Scheindebatte, ablenkend von wichtigeren Problemen.

Ziemlich egal, was man von Herrn Friedmann hält, ist es dessen
Privatsache, ob ihn Kokserei antörnt.

Naja, es ist die Nase von Leuten, die Koks konsumieren. Schon richtig, selbst schuld. Allerdings ist es auch ein Straftatbestand Kokain zu besitzen, zu erwerben und schlimmer noch, es zu verbreiten, ob durch Verkauf oder „Geschenk“. Daher muss der Staat nach Recht und Ordnung ohne Ansehen der Person aktiv werden. Schlimmer ist da schon, wenn Betriebe ohne Meisterbrief schaerfer verfolgt werden und mit enormeren Bussgeldern belegt werden als simple Schwarzarbeit und die Firmen, die Schwarzarbeit betreiben. Zum Beispiel (extrembeispiel bitte) erst recht lange bestehende Betriebe in Bereichen ohne Sicherheitsrelevanz, wo dummerweise der einzige Angesteller mit Meisterbrief irgendwann in Rente ging.

Daran ändert sich auch
nichts, wenn die Sache von durchgeknallten und gelangweilten
Staatsanwälten anders gesehen wird. Ist die Justiz so
unterbeschäftigt und überbesetzt, daß sie Zeit für solchen
Piepfax hat? Wieviele Staatsdiener wurden in dieser Sache
schon mit Haussuchungen, Recherchen und Presseerklärungen
beschäftigt? Wieviel Steuergeld haben sie dafür verbraucht?

Jetzt berichten einige Schreiberlinge, Herr Friedmann hätte
sich Prostituierte bestellt. Das geschieht jeden Tag und
überall millionenfach, ist Privatsache und geht abgesehen von
der Ehefrau keinen etwas an.

Ja. Es ist gang und gebe, so what. Der Haken hierbei besteht daher fuer mich auch nur darin, wenn die Damen am Ende fuer das Gericht eidesstattliche Zeugen sind und wenn es wahr waere, dass auch ihnen Koks angeboten wurde.

Auf mich wirkt Herr Friedmann maskenhaft und etwas arrogant.

Als Journalist brilliant, kein Smalltalk, keine Ausfluechte auf Fragen. Von der Sorte braeuchte man mehr, um Politiker zur Rede zu stellen. Siehe beispielsweise auch HardTalk auf BBC, wo Staatspraesidenten blamiert werden, wenn sie ausweichen.

Als Mensch arrogant.

Aber was gerade
öffentlich abläuft, ist eine lupenreine Rufmordkampagne, deren
Methoden ich widerwärtig finde. So etwas hat niemand verdient.

Das ist das Problem aller oeffentlichen Menschen und imho eine miese Tour, wenn die Berichterstattung allzu unter die Guertellinie geht und weiter …

Freie Berichterstattung ist ein hohes Gut, aber ich sehe hier
Grenzen überschritten, die jeder Journalist und Redakteur
kennen sollte, der nicht zum Schmierfinken werden will. Wie
sehen das andere Forumsteilnehmer?

… leider gibt es einen Markt dafuer, also finden sich unter Journalisten auch Schmierfinken. Zuweilen sogar genau dafuer gekauft mit Auftrag, siehe der ehemalige schweizer Botschafter in Berlin, wo die Dame angestellt war und bewusst Luegen als Mittel benutzt wurden.

Nun finden sich bei Friedmann auch noch allerlei haemische Stimmen der speziellen Art, wegen seiner relig. Zugehoerigkeit und seinen Aemtern. Tja, aber das ist und war und wird wohl immer so sein. Leider, aber ueberbewerten wuerde ich dies auch nicht, bringt keine Punkte, sind eigentlich schon berechenbare Nichtigkeiten, relativ zu anderen Dingen. Shit happens.

Zum Unfalltod auf der Strasse meiner Schwester im Dienst als Tieraerztin schlichen sich am naechsten Tag zwei junge Leute ins Haus meiner Eltern mit Blumenstrauss und gaben sich aus als Repraesentanten der Tieraerztekammer. Am naechsten Tag gab es einen Artikel in der Bildzeitung. Mein Vater erreichte, dass die beiden Herren gefeuert wurden. Sie haben sich sogar ein Foto erschlichen.

viele Gruesse, Peter

Moin Wolfgang

Freie Berichterstattung ist ein hohes Gut, aber ich sehe hier
Grenzen überschritten, die jeder Journalist und Redakteur
kennen sollte, der nicht zum Schmierfinken werden will. Wie
sehen das andere Forumsteilnehmer?

Nach meiner Einschätzung dienen 95% der Medien (einschließlich der Nachrichten) der Unterhaltung und nicht der Information.

Herr Friedman ist und war Teil dieser Unterhaltungsindustrie, egal ob jetzt als Moderator oder Kokser.

Wenn dir das nicht gefällt, kannst du dich nur diesen Medien entziehen. Fehlen wird dir dann vermutlich ganz genau nichts, sofern du in der Lage bist, auf andere Weisen für deine Unterhaltung zu sorgen :smile:

Gruss
Marion

Aber was gerade
öffentlich abläuft, ist eine lupenreine Rufmordkampagne, deren
Methoden ich widerwärtig finde. So etwas hat niemand verdient.

Könnte es sein, daß er jetzt nur das mit Zinsen zurückbekommt, was er auf sein
persönliches „Rufmordkonto“ vorher eingezahlt hat?

Freie Berichterstattung ist ein hohes Gut, aber ich sehe hier
Grenzen überschritten, die jeder Journalist und Redakteur
kennen sollte, der nicht zum Schmierfinken werden will. Wie
sehen das andere Forumsteilnehmer?

Falls die Meinung eines Österreichers, dessen Land glücklicherweise nur
peripher von Friedmans arroganter Pomadenspur gestreift wurde, auch
interessiert: Mein Mitleid mit ihm hält sich in sehr engen Grenzen.

Als Journalist brilliant

Falsch. Journalisten sollten unpolitisch sein. Nur dann sind sie Brilliant.
Friedman ist ein guter Schwätzer, aber keinesfalls ein brillianter Journalist. Dazu fehlt ihm einiges…

Siehe beispielsweise auch HardTalk auf BBC,
wo Staatspraesidenten blamiert werden, wenn sie ausweichen.

Und weit besser als Friedman

Als Mensch arrogant.

Jep. In höchstem Maße. Aber nicht nur als Mensch, auch als Moderator…

Das ist das Problem aller oeffentlichen Menschen und imho eine
miese Tour, wenn die Berichterstattung allzu unter die
Guertellinie geht und weiter …

Friedman war nicht besser; siehe in Bezug auf Möllemann. Davon abgesehen, daß Mölle auch kein Engel war.

… leider gibt es einen Markt dafuer, also finden sich unter
Journalisten auch Schmierfinken. Zuweilen sogar genau dafuer
gekauft mit Auftrag, siehe der ehemalige schweizer Botschafter
in Berlin, wo die Dame angestellt war und bewusst Luegen als
Mittel benutzt wurden.

Friedman ist Vorsitzender des ZdJ. Darf so ein Mensch zum Schmierfinken mutieren?

Nun finden sich bei Friedmann auch noch allerlei haemische
Stimmen der speziellen Art, wegen seiner relig. Zugehoerigkeit
und seinen Aemtern.

Wenn Mitglieder einer relig. Minderheit ihr „Gastland“ beschimpfen, kommt halt die Retourkutsche. Oder? Friedman betrachtet sich als Jude, nicht als Deutscher. Das ist aus seinen Äußerungen herauszulesen. Auch wenn er oft anderes behauptet. M.E. eine Lüge, um den Status quo zu erhalten.

Zum Unfalltod auf der Strasse meiner Schwester im Dienst als
Tieraerztin schlichen sich am naechsten Tag zwei junge Leute
ins Haus meiner Eltern mit Blumenstrauss und gaben sich aus
als Repraesentanten der Tieraerztekammer. Am naechsten Tag gab
es einen Artikel in der Bildzeitung. Mein Vater erreichte,
dass die beiden Herren gefeuert wurden. Sie haben sich sogar
ein Foto erschlichen.

Richtig. Und dazu gehört ein Berufsverbot als Journalist *grrrrr*
Lass mich raten: BILD-Zeitung?

viele Gruesse, Peter

Gruß Holger

oooops…
Natürlich ist Friedmann nicht der Vorsitzende des ZdJ, sondern der Vice.
Ich Schlamper, ich!

Noch eine Sache, die mir (und sicher vielen Anderen) sauer aufstößt: ein STAATSVERTRAG zwischen der BRD und den Zentralrat der Juden… Was soll der Müll?

Ich gründe jetzt den Zentralrat der Ufo-Gläubigen und verlange einen Staatsvertrag, der unsere UFO-Forschung jährlich mit 3 Millionen EUR unterstützt.
Denn UFO-Gläubige sind ja auch eine religiöse Minderheit in good old Germany und haben damit ein Anrecht auf einen Staatsvertrag.
ALSO HER MIT DER KNETE!

Und wo ist bitteschön der Staatsvertrag mit den Sorben?
Auch eine existierende Minderheit!

Hallo Holger,

Als Journalist brilliant

Falsch. Journalisten sollten unpolitisch sein. Nur dann sind
sie Brilliant.

Nun, so ziemlich viele Journalisten sind politisch. Das ist nun einmal so. Was ich meine ist ausschliesslich die Frage, wie gut ein Journalist in Interviews es schafft Politiker zur Rede zu stellen ohne Ausfluechte.

Friedman ist ein guter Schwätzer, aber keinesfalls ein
brillianter Journalist. Dazu fehlt ihm einiges…

Wenn Du das „schwaetzen“ nennen moechtest, wie Friedmann seine Interviewpartner zur Rede stellt, nenne ich Dich politisch motiviert fuer dieses Urteil. So einfach :wink:

Siehe beispielsweise auch HardTalk auf BBC,
wo Staatspraesidenten blamiert werden, wenn sie ausweichen.

Und weit besser als Friedman

Will ich gar nicht bestreiten.

Als Mensch arrogant.

Jep. In höchstem Maße. Aber nicht nur als Mensch, auch als
Moderator…

Ist fuer mich dasselbe, bzw. ich wuerde dies nicht vermischen.

Das ist das Problem aller oeffentlichen Menschen und imho eine
miese Tour, wenn die Berichterstattung allzu unter die
Guertellinie geht und weiter …

Friedman war nicht besser; siehe in Bezug auf Möllemann. Davon
abgesehen, daß Mölle auch kein Engel war

Erstens ist das wieder ein saudummer Vergleich und spricht Baende, zweitens hat niemand gesagt, dass Friedmann besser sein muesste, als andere oeffentliche Menschen oder schmierfinkerische Journalisten und drittens war Friedmann, wenn wir schon diesen saudummen Vergleich begehen, im Vergleich mit anderen Kritikern von Moellemann als auch im direkten Vergleich mit ihm geradezu hoeflich-zurueckhaltend.

… leider gibt es einen Markt dafuer, also finden sich unter
Journalisten auch Schmierfinken. Zuweilen sogar genau dafuer
gekauft mit Auftrag, siehe der ehemalige schweizer Botschafter
in Berlin, wo die Dame angestellt war und bewusst Luegen als
Mittel benutzt wurden.

Friedman ist Vorsitzender des ZdJ. Darf so ein Mensch zum
Schmierfinken mutieren?

Was hat das eine mit dem anderen zu tun? Wer verlangt von Mitgliedern des ZdJ, dass sie besser sein muessen in ihren menschlichen Schwaechen, als andere Menschen oder gar Mitglieder anderer Organisationen? Das klingt wieder nach der Masche, dass Juden besser sein muessen und wenn sie es nicht sind, werden sie fuer gleiche Taten haerter bemessen. Natuerlich darf er zum Schmierfinken mutieren, natuerlich soll er nicht zum Schmierfinken mutieren, natuerlich verpflichten oeffentliche Aemter erst recht. Hat aber mit dem ZdJ herzlich wenig zu tun im speziellen.

Nun finden sich bei Friedmann auch noch allerlei haemische
Stimmen der speziellen Art, wegen seiner relig. Zugehoerigkeit
und seinen Aemtern.

Wenn Mitglieder einer relig. Minderheit ihr „Gastland“
beschimpfen, kommt halt die Retourkutsche.

Es ist nicht sein Gastland, er ist Buerger dieses Landes und das ist voellig unabhaengig davon, welcher Religion ein Buerger nachgeht oder eben nicht. Zum Beschimpfen, er beschimpft aktuell nur das, was in anderen Laendern im gleichem Maße geschieht. Wenn er evtl. auf die Geschichte eingeht, so sieht ist es Geschichte und keine Beschimpfung des heutigen Deutschlands. Du nimmst das wieder mit zuviel Emotionen und einseitig wahr, was er wann und wie sagt. Das Du „relig. Minderheit“ in diesem Zusammenhang erwaehnst ist schon bezeichnend.

Oder? Friedman
betrachtet sich als Jude, nicht als Deutscher. Das ist aus
seinen Äußerungen herauszulesen. Auch wenn er oft anderes
behauptet. M.E. eine Lüge, um den Status quo zu erhalten.

Er ist deutscher Jude oder juedischer Deutscher und dies sagt er so, wie Du selbst feststellst. Du hast ein emotionales Wahrnehmungsproblem dessen, was er sagt und Du trennst anschliessend wieder in nur „deutsch“ und nur „juedisch“. Es gibt keinen Status quo.

Zum Unfalltod auf der Strasse meiner Schwester im Dienst als
Tieraerztin schlichen sich am naechsten Tag zwei junge Leute
ins Haus meiner Eltern mit Blumenstrauss und gaben sich aus
als Repraesentanten der Tieraerztekammer. Am naechsten Tag gab
es einen Artikel in der Bildzeitung. Mein Vater erreichte,
dass die beiden Herren gefeuert wurden. Sie haben sich sogar
ein Foto erschlichen.

Richtig. Und dazu gehört ein Berufsverbot als Journalist
*grrrrr*

Berufsverbote wollen wir mal nicht einfuehren. Ist mir zu diktatorisch.

Lass mich raten: BILD-Zeitung?

Ja.

viele Gruesse, Peter

Hallo Holger,

Natürlich ist Friedmann nicht der Vorsitzende des ZdJ, sondern
der Vice.
Ich Schlamper, ich!

Noch eine Sache, die mir (und sicher vielen Anderen) sauer
aufstößt: ein STAATSVERTRAG zwischen der BRD und den
Zentralrat der Juden… Was soll der Müll?

Verzeihung. Die bisherige Nichtexistenz einen Staatsvertrages hat der Bundesrechnungshof kritisiert aufgrund von Formalien. Die Kirche in Deutschland hat einen Staatstvertrag. Mithin war es diskriminierender Muell UND bestehende rechtliche Probleme der bisherigen Unterstuetzung juedischer Gemeinden, dass der ZdJ keinen Staatsvertrag hatte, so rum wird erst ein Schuh draus. Du verdrehst es vollkommen in Unwissenheit.

Ich gründe jetzt den Zentralrat der Ufo-Gläubigen und verlange
einen Staatsvertrag, der unsere UFO-Forschung jährlich mit 3
Millionen EUR unterstützt.

Naja, also das ist dann ein wenig Spinnerei, gelle? Im Ernst koennten wir aber fragen, wann endlich auch der Zentralrat der Muslime in Deutschland einen Staatsvertrag bekommt? Auch wenn das Christentum sich auf das Judentum beruft und von daher „eigentlich“ dem christlich dominierten Deutschland der Islam scheissegal sein koennte. Jajaja, ich weiss, wir sind ein laizistischer Staat mit Religionsfreiheit und Gerechtigkeit und das soll auch so bleiben. Nur alldieweil, die Kirchen haben immer schon einen Staatsvertrag. Wenn grosse abrahamitische Religionen in Deutschland nun keinen Staatsvertrag erhalten, wuerde der Staat sich ungerecht einschalten. Also her damit oder weg mit den Hilfsgeldern und dem Vertrag fuer die Kirche! Vielleicht auch Hindus und Buddhisten? *g*

Denn UFO-Gläubige sind ja auch eine religiöse Minderheit in
good old Germany und haben damit ein Anrecht auf einen
Staatsvertrag.

Hat mit religioesen Minderheiten gar nichts zu tun. Spricht nur wieder Baende ueber Dominanzkultur und Diskriminierung.

Und wo ist bitteschön der Staatsvertrag mit den Sorben?
Auch eine existierende Minderheit!

Ja, koennte man nun fragen. Nun ist sorbisch an sich aber keine Religion. Die eine oder andere spezielle Foerderung erhalten sie bereits.

naja,

viele Gruesse, Peter

Falsch. Deutschland ist ein christlich orientiertes Land. Der Staatsvertrag mit der Kirche ist historisch gewachsen.
In Deutschland gibt es weit mehr Moslems als Juden. Nur haben diese KEINEN Staatsvertrag, wie Du schon bemerktest.

Daß ich die Ufo-gläubigen ins Spiel bringe, war übrigens reine Satire - nicht bemerkt? Ts ts ts…

Na ja, zumindest bin ich einer Meinung mit Dir: Sonderrechte für Religionen gehören gestrichen. Ich würde auch am liebsten die Kirche neben uns wegen Lärmbelästigung verklagen. Geht aber net.

Was Friedman betrifft - Jude oder Nicht-Jude ist egal; er ist und bleibt ein arrogantes Arschloch (sorry). Er ist weder ein guter Journalist, noch ein guter Moderator.
Harald Schmitt ist einer! Aber der läßt seine Kunden (meist) wenigstens ausreden, eh er sie auf die Schippe nimmt.

Und: wenn Friedmann nur austeilen, aber nichts einstecken kann und dann gleich mit Gerichtsverfahren droht, ist das ein Zeichen dafür, daß er als Moderator UND als Vorstandsmitglied des ZdJ ungeeignet ist. Denn ein guter Politiker und/oder Moderator steht über solchen Dingen und gibt höchstens eine deftige Erwiderung.
Und Friedman? Wenn er keine Argumente mehr hat, fängt er an zu schmollen.
Mami, der hat mir meinen Lutscher geklaut! Schlechter Verlierer…

Na ja, das Thema Friedman ist, sollte das mit der Kokserei stimmen, eh bald gegessen *fg*

Natürlich ist Friedmann nicht der Vorsitzende des ZdJ, sondern
der Vice.
Ich Schlamper, ich!

Du nicht Schlamper, er ist es wohl, allerdings des europäischen, wenn ich richtig informiert bin

Gruß
Frank

Falsch. Deutschland ist ein christlich orientiertes Land.

Richtig. Allerdings hat auch das Judentum Europa lange Zeit geprägt. Dann hatten wir eine Zeit, in der versucht wurde, das zunichte zu machen. Insofern birgt das schon eine gewisse Verpflichtung, die Kultur/Religion (hängt ja irgendwie entfernt zusammen) wieder aufzubauen.

Der
Staatsvertrag mit der Kirche ist historisch gewachsen.
In Deutschland gibt es weit mehr Moslems als Juden. Nur haben
diese KEINEN Staatsvertrag, wie Du schon bemerktest.

Eben. Frage ist nicht: Warum die Juden? Sondern: Warum die Moslems nicht?

Daß ich die Ufo-gläubigen ins Spiel bringe, war übrigens reine
Satire - nicht bemerkt? Ts ts ts…

War IMHO nicht zu erkennen.

Was Friedman betrifft - Jude oder Nicht-Jude ist egal; er ist
und bleibt ein arrogantes Arschloch (sorry). Er ist weder ein
guter Journalist, noch ein guter Moderator.
Harald Schmitt ist einer! Aber der läßt seine Kunden (meist)
wenigstens ausreden, eh er sie auf die Schippe nimmt.

Harald = Apfel, Michel = Birne, oder umgekehrt, auf jeden Fall ist das so, als würde man Christiansen mit Engelke vergleichen.

Ciao
Kaj

Hallo Holger,

Falsch. Deutschland ist ein christlich orientiertes Land. Der
Staatsvertrag mit der Kirche ist historisch gewachsen.

Das ist ja alles richtig. Nur halt entweder oder. Wir haben Religionsfreiheit, Laizismus und so weiter, die Sauerei ist nicht, dass der ZdJ jetzt einen Staatsvertrag hat, sondern dass nur die Kirche einen bisher hat.

In Deutschland gibt es weit mehr Moslems als Juden. Nur haben
diese KEINEN Staatsvertrag, wie Du schon bemerktest.

jenau.

Daß ich die Ufo-gläubigen ins Spiel bringe, war übrigens reine
Satire - nicht bemerkt? Ts ts ts…

Doch :smile:, bei mir steht dazu, ich zitiere mich: „… Naja, also das ist dann ein wenig Spinnerei, gelle? …“

Na ja, zumindest bin ich einer Meinung mit Dir: Sonderrechte
für Religionen gehören gestrichen.

Das habe ich nicht gesagt. Ich sagte, entweder alle werden gleich gefoerdert oder gar keine. Ich mache aber sogar dabei kleine Abstriche nach nichtabrahamitischen Religionen oder Minireligionen, sonst koennte wirklich jeder kommen und wir sind wieder bei UFO-Glaeubigern.

Ich würde auch am liebsten
die Kirche neben uns wegen Lärmbelästigung verklagen. Geht
aber net.

Was Friedman betrifft - Jude oder Nicht-Jude ist egal; er ist
und bleibt ein arrogantes Arschloch (sorry). Er ist weder ein
guter Journalist, noch ein guter Moderator.

Das jude-oder-nicht-jude zu erwaehnen ist allein schon unnoetig. Ansonsten Deine Meinung,

Harald Schmitt ist einer! Aber der läßt seine Kunden (meist)
wenigstens ausreden, eh er sie auf die Schippe nimmt.

Auch Deine Meinung.

Und: wenn Friedmann nur austeilen, aber nichts einstecken kann
und dann gleich mit Gerichtsverfahren droht, ist das ein
Zeichen dafür, daß er als Moderator UND als Vorstandsmitglied
des ZdJ ungeeignet ist. Denn ein guter Politiker und/oder
Moderator steht über solchen Dingen und gibt höchstens eine
deftige Erwiderung.

Hat er? naja, ist mir auch herzlich egal.

Am Ende finde ich Deine Vermischung aus

ad 1
leichter Diskriminierung relig. Minderheiten,

ad 2
explizitem Eingehen auf Friedmanns Eigenschaft als Mitglied im ZdJ,

ad 3
dem Unwissen, wie der Staatsvertrag mit dem ZdJ zustande kam und was vorher unfair zu Kirche und jetzt noch unfair gegenueber dem ZdM,

ad 4
die Verwebung des Falles Moellemanns mit der Nase Friedmanns

ad 5
Berufsverbot fuer Journalisten wie im Falle meiner Schwester und der Bildzeitung als diktatorische Einschraenkung der Presse-, Bildungs-, Meinungs- Und Berufsfreiheit

ad 6
der Verweis auf Friedmanns Eigenschaft als Jude im „Gastland“

ad 7
die zuweilen deutsch-emotionale Sondermeinung, dass Friedmann angeblich das heutige Deutschland schlechter machen wuerde, als es ist in manchen Belangen (bitte nur relativ, andere staaten stehen da in nichts nach in europa oder schlechter)

gelinde gesagt ausserordentlich ungluecklich.

viele Gruesse, Peter

Hallo Kaj et al.,

Staatsvertrag mit der Kirche ist historisch gewachsen.
In Deutschland gibt es weit mehr Moslems als Juden. Nur haben
diese KEINEN Staatsvertrag, wie Du schon bemerktest.

Eben. Frage ist nicht: Warum die Juden? Sondern: Warum die
Moslems nicht?

Im Gegensatz zu Judentum und Christentum (in bestimmten Varianten) haben Muslime keine entsprechende Institution, die für alle Muslime sprechen könnte und mit der so ein Staatsvertrag abgeschlossen werden könnte.

beste Grüße,

barbara

Hallo Barbara,

Staatsvertrag mit der Kirche ist historisch gewachsen.
In Deutschland gibt es weit mehr Moslems als Juden. Nur haben
diese KEINEN Staatsvertrag, wie Du schon bemerktest.

Eben. Frage ist nicht: Warum die Juden? Sondern: Warum die
Moslems nicht?

Im Gegensatz zu Judentum und Christentum (in bestimmten
Varianten)

ja, eben, zwei grosse kirchen katholisch und evangelisch und dann all die freikirchen.

haben Muslime keine entsprechende Institution, die
für alle Muslime sprechen könnte und mit der so ein
Staatsvertrag abgeschlossen werden könnte.

nur, mehr als 4 groessere organisationen wird es doch wohl auch nicht geben, wo sich mehr als 90 prozent der muslime deutschland finden, oder?

und weiter: eigentlich muesste man auch darauf achten, dass die gelder an den ZdJ im sinne des Staatsvertrages auch die Union Progressiver Juden gerecht erreicht nach Anzahl ihre Gemeinden und Mitglieder, welche im Verhaeltniss zu den Gemeinden/Mitgliedern unter dem ZdJ nicht wenige sind. Genauso wie „quasi“ zwischen Katholen und Evangelen.

viele Gruesse, Peter

Hallo Peter!

Falsch. Deutschland ist ein christlich orientiertes Land. Der
Staatsvertrag mit der Kirche ist historisch gewachsen.

Das ist ja alles richtig. Nur halt entweder oder. Wir haben
Religionsfreiheit, Laizismus und so weiter, die Sauerei ist
nicht, dass der ZdJ jetzt einen Staatsvertrag hat, sondern
dass nur die Kirche einen bisher hat.

Deutschland ist kein laizistischer Staat, wobei ich denke, dass Laizismus da schon die beste Lösung wäre, zumindest auf Dauer.

MfG,
Car

Hallo Car,

Deutschland ist kein laizistischer Staat, wobei ich denke,
dass Laizismus da schon die beste Lösung wäre, zumindest auf
Dauer.

Hui, Du siehst das aber streng in Auslegung, wie weit die Trennung von (Kirche)-Religion und Staat gehen muss. So gesehen hast Du sicherlich recht.

Mir reicht hingegen die bisherige Trennung bereits, wuerde mir nur noch wuenschen, dass Beihilfen des Staates und der Laender und Kommunen ausserhalb von Staatsvertraegen fuer die Kirche oder sonstwem einsichtiger waeren mit klaren Richtlinien und fairer oder ganz eingestellt werden.

Der Einzug der Kirchensteuer durch den Staat ist imho ok.

viele Gruesse, Peter

Der Einzug der Kirchensteuer durch den Staat ist imho ok.

letztere beweist aber wiederum, das Deutschland ein christliches Land ist. Andernfalls würden auch jüdische oder muslimische Steuern durch den Staatsvertrag eingezogen.

Außerdem hat die Kirche Rechte, die vom örtlichen Gesetzen abweichen. Siehe z.B. Lärmschutz, Berufsverbote etc.
Erst letztens wurde eine Krankenschwester aus einem kath. Krankenhaus entlassen, weil sie aus der Kirche austrat. Dies ist m.E. sogar ein Verstoss gegen das Grundgesetz. Niemand darf aufgrund seines (nicht-) Glaubens diskriminiert werden; die Kirche darf es.

Hallo Holger,

Der Einzug der Kirchensteuer durch den Staat ist imho ok.

letztere beweist aber wiederum, das Deutschland ein
christliches Land ist.

Das beweist gar nichts, welcher Staat fuer welche Religione verwaltungstechnische Hilfen leistet. Der Einzug der Kirchensteuer und die Weitergabe an die Kirchen ist ein rein verwaltungstechnischer Akt und beweist ueberhaupt nichts.

Aber aufgrund der mehrheitlich christlichen Praegung oder Sozialisierung der Bevoelkerung und sonstiger Dominanz des Christentums in Kultur, Religion und Geschichte Deutschland stimmt die Aussage schon, dass Deutschland ein christlich zu nennendes Land ist. Auch wenn Staat und Religion getrennt sind, fast.

Allerdings ziehen auch Laender wie Bayern oder zumindest aus Muenchen kenne ich es Steuern nach Steuerkarte ein von Juden und reichen diese an die juedische Kultusgemeinde Muenchens eins-zu-eins weiter. Auch das beweist nicht, genau wie oben zu Deutschland allgemein und zum Christentum, dass Muenchen eine juedische Stadt ist. Es ist ein reiner Verwaltungsakt.

Andernfalls würden auch jüdische oder
muslimische Steuern durch den Staatsvertrag eingezogen.

Siehe Muenchen :smile:, Muenchen waere also eine juedische Stadt *g*

Weiter hat der Staatsvertrag mit dem Kirchen und dem ZdJ nicht unbedingt mit dem direkten Einzug der Kirchensteuer oder sonstwassteuer ueber die Steuerkarte und der Sammelung und Weiterleitung an die Kirchen oder sonstwem zu tun. Direkte Foerderhilfen und vereinbare Verwaltungsakte sind naemlich zwei Paar Schuhe.

Außerdem hat die Kirche Rechte, die vom örtlichen Gesetzen
abweichen. Siehe z.B. Lärmschutz, Berufsverbote etc.
Erst letztens wurde eine Krankenschwester aus einem kath.
Krankenhaus entlassen, weil sie aus der Kirche austrat. Dies
ist m.E. sogar ein Verstoss gegen das Grundgesetz. Niemand
darf aufgrund seines (nicht-) Glaubens diskriminiert werden;
die Kirche darf es.

ups, ja sowas kommt vor. leider.

viele Gruesse, Peter