ich benötige Erfahrungen und Hinweise zum Fritz!Box-Ausfallschutz via LTE/5G.
Gegeben sind 2 Haushalte:
Fritz!Box 7530 AX am DSL-Anschluss. Eigentlich sind 100 Mbit/s gebucht, immer wenn es über 20° draußen wird, bricht die Verbinund regelmäßig unregelmäßig ab. Im schlimmsten Fall hält sich weniger als 30 min. Inzwischen wurde seitens des Anbieters auf 10-20 Mbit/s reduziert (je nach Tageszeit). So bricht sie nur noch alle zwei Stunden zusammen. Problematisch: im Home Office arbeitet jemand über VPN an einem virtuellen PC. Nach jedem Verbindungsaufbau vergehen einige Minuten, bis die Person wieder arbeiten kann.
Fritz!Box Fiber am Glasfaseranschluss. Gebuchte Datenrate unbekannt. Auch in diesem Haushalt verschwindet immer mal wieder der Kontakt zum Internet. Hier arbeitet jemand im Home Office, der viel Zeit in Video Meetings verbringt. Die Internetabbrüche passieren häufig in solchen Meetings, was auf die anderen Teilnehmer sehr unprofessionell wirkt. Die Person ist dann auch einige Minuten aus dem Meeting raus oder muss im schlimmsten Fall das Meeting per Smartphone fortsetzen.
Gesucht wird eine zuverlässige Lösung für den Ausfallschutz. Die Fritz!Box beherrscht das, gemäß Aussagen des Herstellers. Was ich allerdings nicht herauslese: Können das die Fritz!Boxen seamless, also ohne Unterbrechung hin- und herschalten? Ich kann wohl in der Software zum Einschalten des Ausfallschutzes „ohne Verzögerung“ einschalten. Aber habe ich wirklich keine Verzögerung? Funktionieren Videomeetings unterbrechungsfrei weiter?
Vielen Dank im Voraus für hilfreiche Antworten
Pierre
Ich fürchte, dass Du da weniger Erfolg haben wirst. Vor allem das etablierte VPN muss mit dem Verbindungswechsel Deinerseits mitspielen “nahtlos” mitspielen können, ohne dass ein Neuaufbau der Verbindung an sich notwendig wird. Und das werden die wenigsten VPN-Lösungen zulassen.
Du solltest von Deinem Anbieter definitiv Nachbesserung verlangen. Was den DSL-Anschluss betrifft, mag sich das jetzt blöd anhören, aber tausche mal die Telefondose aus. Ist einfach nur so ein Verdacht an der Stelle. Auch das (Telefon-)Kabel zum Router kann man mal für kleines Geld auf Verdacht hin einfach austauschen und gucken, ob sich was ändert.
Die FritzBox kann üblicherweise auch das DSL-Spektrum anzeigen. Hier solltest Du sofort eine spürbare Verbesserung sehen können, falls mein Schuss ins Blaue hier irgendwas treffen sollte.
@Pierre Wenn das Problem immer ab einer bestimmten (Außen?)Temperatur auftritt vermute ich mal ein Problem in dem Kasten, der da irgendwo vor deinem Haus steht. Was sagt die Fritzbox über die Leitungslänge bis da hin?
Kabelfehler in Klemmstellen sollten eher bei Feuchtigkeitsschwankungen auftreten.
Befinden sich die beiden Haushalte in räumlicher Nähe?
Der Anbieter muss das klären, lass dich nicht abwimmeln.
Danke. Ich werde mal die Person anweisen, bei ihrer IT nachzufragen und Kollegen um Erfahrungen zu bitten.
Die Dose könnte ich in der Tat mal ansehen bzw. austauschen. Das Kabel ist praktisch neu. Ich habe Anfang diesen Jahres die komplette Fritz!Box getauscht. Ja, auch die Kabel.
Danke auch Dir. Die Fritz!Box „sieht“ gut 300m.
Nein. Der mit dem DSL ist meiner - ich hoffe auf einen schnellen Glasfaserausbau im Haus. Der Glasfaseranschluss liegt etwa 50 km entfernt. Da bin ich „Freunde-Admin“.
Ich hasse es, wenn fremde Menschen in meine Wohnung kommen. 1&1 nehme ich als sehr serviceorientiert war. Bis zur Mail „wir müssen mal bei ihnen vorbeikommen“ war ich im letzten Jahr schon. Und dann kamen Termine, Urlaube (also genügend Ausreden) bis zur kühleren Jahreszeit.
Darum wollte ich jetzt an den Symptomen herumdoktern.
Dann lass sie doch mal bis zur Hausanschlussdose (oder wie das Ding heißt) prüfen.
Den Rest in deinem Zuständigkeitsbereich kannst du ja selber.
„Der graue Kasten (auch Kabelverzweiger genannt) am Straßenrand ist die zentrale Schnittstelle in Ihrer Nachbarschaft. Er nimmt die schnellen Daten aus dem unterirdischen Glasfasernetz der Vermittlungsstelle entgegen und wandelt sie in Signale für das klassische Kupferkabel um, das in Ihr Haus führt. Ohne ihn gäbe es kein Internet“
Danke KI für die Beschreibung.
Also, in dem Kabelverzweiger befindet sich Elektronik. Die kann thermische Probleme bekommen. Das sollten die Techniker aber aus der Ferne feststellen können.
Da du aber bei 1&1 bist…
Die Telekom wäre da schneller.
PS: Was sagt die Fritzbox zur Leitungslänge, wenn DSL ganz weg ist?
Die Dinger kenne ich. Irgendwo wurde letztens schon mal erwähnt, dass die derzeit von einigen auf Verschleiß gefahren werden - der Nachkomme steht auf der Schwelle.
Muss ich mir mal ansehen, wenn es wieder tagsüber soweit ist.
Multichannel VPN.
Damit befindest du dich dann nicht mehr in der Welt von FritzBoxen, sondern eher so bei exklusiven Routerherstellern wie Viprinet.
Bei der Telekom wäre ggf. ein „Hybrid“ Tarif denkbar - die haben die Idee von Viprinet geklaut. Da werden zwei Übertragungskanäle gebündelt, die Datenpakete bei einem Server der Telekom wieder zusammengeführt und es geht dann von dort unter einer IP-Adresse ins Netz. Das sollte dann „nahtlos“ sein können. Aber ich weiß es nicht. Hybrid ist nicht gleich mit „Telekom Ausfallschutz“ - bei letzterem wird nämlich auf 5G geschaltet, wenn der primäre Zugang ausgefallen ist.
Vielleicht der bessere Behelf: Direkt auf 5G schalten, wenn Wichtiges anliegt?
Das eigentliche Problem ist natürlich der wackelige Anschluss. Das ist ein klarer Mangel. Manchmal hilft dir die FritzBox, etwa durch Hinweise auf störende D-LAN / Powerline Adapter (auch in der Nachbarwohnung).
Das Temperaturproblem spricht aber eher für defekte in der Linecard beim DSLAM im Straßenverteiler.
Du kannst ja einmal die DSL-Spektren hier hochladen, bitte am „großen Gerät“ und nicht am Smartphone machen, dazu am besten:
anklicken, dass Min- und Maxwerte angezeigt werden
DSL Information ebenfalls hochladen
und gerne auch Screenshots von „läuft halbwegs“ und „läuft wie ein Sack taube Nüsse“
Bei Glasfaser reden wir eigentlich über die stabilste Verbindung, die möglich ist. Wenn da nicht das unsägliche GPON Verfahren aus Effizienzgründen gewählt worden wäre… Da befinden sich nämlich einige Zig Router (Glasfasermodems) an derselben Glasfaser „zum Amt“. Alle Router sehen dasselbe Signal vom Amt - also DEINE Daten und die von z. B. 26 Nachbarn. Die der Nachbarn sind für deinen Router aber nicht entschlüsselbar. Beim Hochladen von Daten blitzen alle Glasfasermodule ebenfalls Licht in dieselbe Faser zum Amt, da sorgt ein Zeitschlitzverfahren für ungestörten Datenverkehr.
Ein einziges „bösartiges“ Glasfasermodul legt dann alle 27 Anschlüss lahm.
Na ja, ist halt viel billiger, wenn man im kleinen Straßenverteiler 32 Anschlüsse mit einem einfachen optischen Splitter (ein rein optisches, passives Bauteil; sehr klein, billig und ohne Stromzufuhr) an dieselbe ankommende Faser anschließen kann, als wenn man jede Kundenfaser bis zu einem großen Glasfaser-Switch führt. Nur deswegen hat man ja auch das Brimborium, dass man die Modem-ID dem Anbieter mitteilen muss und dieser diese dann mit deinem Anschluss verheiratet. Aus der Modem-ID wird der Schlüssel generiert, mit dem deine Daten codiert werden.
Ich denke, da kann Dir nur 1&1 wirklich weiterhelfen. Das Spektrum ist eine Katastrophe, da fehlt ja quasi fast alles. Kein Wunder, dass da nichts läuft. Aus meiner Sicht wirst Du um einen Kundenserviceeinsatz nicht herum kommen.
Ich möchte es mal anders formulieren: fürs Eheleben ist dauerhaft geringe maximale Geschwindigkeit (die ohnehin nur selten benötigt wird) besser, als alle 20 Min für fünf Minuten die Arbeit zu unterbrechen - vor allem, wenn die Arbeit nach Prozessen gearbeitet wird, die auf die Einhaltung von Taktzyklen ausgerichtet sind.
Die „Vectoring Engine“ ist der Schlüssel dafür, dass so hohe Übertragungsraten überhaupt möglich sind. Dabei werden Störungen durch Übersprechen vom Anschluss Müller auf den Anschluss Meier rechnerisch kompensiert.
Das ist recht viel Rechenleistung notwendig und wenn diese Rechenmodul ausfällt, dann geht es ohne Vectoring weiter. Die höheren Frequenzen sind dann nicht mehr nutzbar.
Es würde deine Position gegenüber dem Anbieter stärken, wenn du einen (halbwegs aktuellen) Zweitrouter anschließen könntest. Wenn auch der nicht ins Vectoring geht, dann soll sich der Anbieter kümmern. Wenn doch, dann könnte die FritzBox gealtert sein.
Denkt immer daran, dass „Digital Subscriber Line - DSL“ ein streng ANALOGES Verfahren ist (wie der Name schon sagt…) und da über trickreiche Modulationsverfahren bis 35 MHz Hochfrequenz auf Zig Adern im selben Kabel senden, die sich möglichst nicht beeinflussen sollten. Adern, die ungeschirmt wenige Millimeter voneinander entfent über Hunderte Meter nebeneinander liegen.
Fakt ist: Im Netz wurde das „Störprofil“ aktiviert, welches nur noch Frequenzen bis 2,2 MHz zulässt.
Die Ursache sieht der Techniker des Netzbetreibers. Linecards sollten eigentlich nach Wegfall der Fehlerursache und etwas Wartezeit das Vectoring wieder aktivieren.
Meine persönliche Philosophie lautet: Suche Fehler immer zuerst bei dir, bevor du andere beauftragst oder beschuldigst.
Nicht, weil ich so ein guter und vorbildlicher Mensch bin, sondern weil mich das Verhalten von Mitmenschen, die immer erst den Fehler im Verantwortungsbereich anderer suchen, so richtig ankotzt. Und weil es peinlich ist, jemanden mit einem Fehler zu belästigen, wenn dann am Ende herauskommt, dass man selber die Schuld hat.