Frosttolerant von Lupinensämlingen

Hallo,

hat jemand Erfahrungen bezüglich der Frostempfindlichkeit von jungen (5 Wochen) Lupinensämlingen. Aus Zeitgründen kann ich Sie nur am 1. April auspflanzen. Zu dieser Zeit treiben Staudenlupinen wieder aus, aber bei 10 cm hohen Sämlingen mit bis dato vielleicht nur 5 Blättchen bin ich mir nicht sicher, ob sie einige Minusgrade vertragen, die dann sicher auch Nachts in Rheinland-Pfalz noch anfallen werden.
Freue mich auf Erfahrungsberichte!

Gruß
Feivel007

Servus,

die kriegen das nur mit allergrößtem Glück gebacken.

Saatzeit für Lupinen ist daher Anfang Juni, damit die Sämlinge noch einen frostfesten Wurzelstock entwickeln können.

Schöne Grüße

MM

Hallo!

Das verkraften die auf keinen Fall! Fährst Du denn für längere Zeit weg, dass Du unbedingt am 1.April auspflanzen musst?

Ich würde sie im April an schönen Tagen nur zum Gewöhnen hinaus stellen und erst nach ein oder zwei Wochen draußen lassen, falls kein Nachtfrost droht. Aussetzen erst Mitte Mai.

Wenn Du tatsächlich ein paar Wochen wegfährst, könntest Du die Pflänzchen in ein Blumenkistchen packen, gießen und dann einen durchsichtigen Plastiksack drüberziehen und schließen. Dann kann die Feuchtigkeit nicht hinaus, und es muss nicht gegossen werden. Das Problem dabei ist nur, dass es schwierig ist, die richtige Gießmenge zu finden, dass wirklich genug Feuchtigkeit da ist, aber wenig genug, dass sich kein Schimmel auf der Erde bildet.

Liebe Grüße

Waldi

Ja, ich bin dann wirklich für 3 Monate weg. Ich werde dann einen Bekannten bitten sie zu pflegen und Mitte Mai auszupflanzen.

Auf der Packung steht „Aussaat April bis Juni“ und auf der Nachbarwiese kommen jetzt schon die ersten Blätter von Staudenlupinen aus der Erde - leider nur blaue, und keine mehrfarbigen, sonst hätte ich mir einfach ein paar ausgegraben. Daher müssen sie eine gewisse Frosttoleranz haben. Es gibt aber keine Literaturangaben mit wieviel Grad minus Sämlinge getestet worden wären.

Servus,

was überwintert, ist der Wurzelstock. Der ist bei einer Lupine, die schon kleine fünf Monate auf dem Puckel hat, ganz anders ausgebildet als bei einem Sämling.

Saat im Juni geht am besten in Weinbauklima, in Monreal oder Blankenheim halte ich das für zu spät.

Et c’est ainsi qu’Allah est grand.

Schöne Grüße

MM

Servus,

was überwintert, ist der Wurzelstock. Der ist bei einer
Lupine, die schon kleine fünf Monate auf dem Puckel hat, ganz
anders ausgebildet als bei einem Sämling.

Das ist natürlich klar, daß der Wurzelstock und ggf. oberirdische Bulben überwintern. Aber: Lupinenblätter von mind. 1 Jahr alten Stauden können im April schon austreiben und besitzen daher eine gewisse Frosttoleranz, da Sie auch bei Nachtfrost nicht erfrieren. Diese Frosttoleranz liegt in glycolischen und alkoholischen (etc.) Stoffen begründet, die teilweise aus dem starken Wurzelstiock hochtransportiert werden. Sämlinge „ohne“ Wurzelstock besitzen diese Stoffe Substanzen nur in geringerem Maße; zugleich sind die Blätter dünner, was insgesamt eine geringere Frosttoleranz vermuten läßt. Daher interessiert mich nicht der Wurzelstock, sondern die Frosttoleranz der Sämlingsblätter. (Daß diese geringer ist als bei adulten Blättern, weiß ich natürlich auch.)

Saat im Juni geht am besten in Weinbauklima, in Monreal oder
Blankenheim halte ich das für zu spät.

Et c’est ainsi qu’Allah est grand.

Ich glaube nicht, daß ein osmanischer Gott für meine Lupinen zuständig ist.

Schöne Grüße

MM