meine Freundin (35 J.) ist in der 8. Woche schwanger, der Vater ist 51. Die beiden sind jetzt am Überlegen, ob sie eine Fruchtwsseruntersuchung machen lassen sollen, um Erbschäden weitgehend auszuschließen, machen sich aber große Sorgen um eventuelle Gefahren/Nebenwirkungen. Der Arzt rät sehr zu (klar, der will ja auch die Kohle verdienen…). Wo kann man da was neutrales aus dem Netz fischen? Gibt es „bessere“ Alternativen?
eine Fruchtwasseruntersuchung ist bei ‚älteren‘ Müttern schwer in Mode.
Aber was ist, wenn ein ‚negativer‘ Befund vorliegt.
Also wenn z.B. eine Trisomie vorliegt?
Haben sich die Eltern vorher Gedanken gemacht, wie sie mit einem, ihnen nicht ‚genehmen‘ Befund umgehen, oder laufen sie nur der Meinung des Arztes hinterher?!
Wir kennen einige Fälle, wo eine Fruchtwasseruntersuchung vorgenommem wurde und die Eltern mit der Diagnose später völlig alleingelassen wurden.
Da sie sich keine Gedanken geamcht haben, wurden sie mit der ‚Therapie‘ des Arztes (=Abtreibung) überrumpelt, und in mindestens einem Fall haben die Eltern es später bereut, so gehandelt zu haben.
Also mein Rat:
Vor der Entscheidung eine Fruchtwasseruntersuchung machen zu lassen, sollten sich die Eltern gut überlegen, welche Konsequenzen sie aus dem Befund ziehen würden, wenn eine Schädigung gefunden werden sollte.
Hi,
ich kann Gandalf nur zustimmen. Was gedenken die beiden denn als
„lebenswert“? Kommen Sie mit einer ggf. „„notwendigen““ Abtreibung
klar? Welche Sicherheit hat die Diagnose? Was, wenn die Diagnose
einen „„Fehler““ feststellt, der abgetriebene Wurm aber vollkommen
gesund war? Die Embrynalentwicklung ist derart komplex, das bei
wirklichen schweren Fehlern automatisch ein natürlicher Abbruch
geschieht. Und frag mal Eltern von Kindern mit Trisomie21, was sie
von dem „„Fehler““ denken.
Nebenbei birgt die Untersuchung Risiken in sich. Eine eigentlich
normale Schwangerschaft bekommt damit erst die Komplikationen, die
sonst nie entstanden wären.
prinzipiell schließe ich mich meinen Vorschreibern an.
Man sollte sich vor einer Fruchtwasseruntersuchung darüber klar sein, wie es nach dem Ergebnis weitergeht.
Allerdings sollte man sich auch Gedanken darüber machen, wie man ggf. mit einem behinderten Kind leben wird. Vor allem wenn die Möglichkeit bestanden hätte, die Behinderung zu erkennen und dann eventuell anders zu entscheiden…
Das ist nicht einfach. Ich möchte nicht vor der Entscheidung stehen.
Chorionzottenbiopsie wäre auch eine Möglichkeit, allerdings ist da die Möglichkeit, dass das Kind verloren geht, recht hoch. Die Diagnose unsicherer als beim Bluttest. Mein Kenntnisstand ist schon etwas älter - vielleicht hat sich an der Methode was geändert. In Richtung Bluttest würde ich mich erkundigen (Uni Münster). Vom Triple-Test ist mir gesagt worden, dass er lediglich eine prozentuale Wahrscheinlichkeit von Trisomie anzeigen könnte. Das Problem an sich ist bei allen Tests immer die Genauigkeit.
Einen Test würde ich nicht davon abhängig machen, dass ich ein behindertes Kind abtreibe. Es kann durch eine gewisse Vorplanung auch die Möglichkeit geschaffen werden, den Start ins Leben für das behinderte Kind so gut wie möglich zu gestalten. So war damals mein Gedanke - aber die möglichen Komplikationen bei der Fruchtwasseruntersuchung haben mir Angst gemacht. So entschlossen wir uns – Kind mit allem drum und dran. Es kann ohnehin niemand garantieren, dass es die Geburt gut übersteht, keine schwerwiegenden Krankheiten bekommt, keine Unfälle erleidet. Wir hatten Glück. Das wünsche ich deiner Freundin auch.
So gut wie frühgeburtliche Diagnostik sein kann… aber sie hat auch ihre Nachteile.
Alles Gute
Utemaus
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