Hi Susanne!
Wir haben übrigens
alles versucht, Regeln und Kontinuität in
den Schlaf unseres Sohnes
hineinzupressen,
„Hineinpressen“ hab’ ich nie versucht,
manche (natürlich leider die Minderheit)
meiner zaghaften Versuche nach
Kontinuität wurden von Donald
glücklicherweise angenommen, und es geht
uns beiden seither besser (siehe mein
früheres Posting: wenn er mittags nicht
schläft, ist er ultraschlecht gelaunt,
also leg ich ihn hin und er schläft).
Das mit dem Pressen war nicht so wörtlich gemeint. Ich bin berufstätig und habe halt gedacht, ich könnte einen Rhythmus finden, der dem Jungen und mir Ausgeglichenheit beschert. Aber wie gesagt, erst als wir (wieder besseren Wissens, weil wir haben ja schon einen da durch) „Jedes Kind kann schlafen lernen“ ausprobiert hatten und ich eigentlich erst danach so richtig auf dem Zahnfleisch ging, haben wir es gelassen genommen - und siehe da, jetzt haben wir einen Modus Vivendi, bei dem wir alle vier, denke ich, auf unsere Kosten kommen.
Seit wir ihn nehmen, wie
er ist, uns freuen, wenn er schläft - und
es versuchen mit Gelassenheit zu nehmen,
wenn er´s nicht tut, geht´s besser.
Siehe mein „kluger“ Ratschlag, den
Schlafrhythmus seines Kindes irgendwie zu
akzeptieren, soferne selbiger natürlich
irgendwie akzeptabel ist. Wenn ein Kind
z.B. stündlich aufwacht, muß man einfach
etwas unternehmen (schon allein um sich
selbst zu retten).
Stimmt, da würde ich wahrscheinlich auch versuchen, etwas zu unternehmen. Bei unserem Großen war stündlich aufwachen nur ein Problem, wenn es tatsächlich ein Problem oder einen Wachstumsschub (geistig, motorisch, körperlich) gab und nachdem ich das mal begriffen hatte, waren wir relativ gelassen, wenn´s wieder auftrat. Der Kleine ist in der Beziehung schon immer unproblematischer gewesen (vielleicht, weil er gestillt wurde, der Große aber mit der Flasche das erste Lebensjahr verbracht hat). Wenn gar nichts mehr hilft, eins hilft bestimmt: mit Mama in einem Bett schlafen. Aus meiner Erfahrung stimmt es übrigens nicht, daß man das Kind dann nie wieder aus dem Bett rausbekommt. Der Große hat auch eine ganze Weile bei uns geschlafen und irgendwann wurde es ihm schlicht zu eng.
Und
die Leute, die behaupten, ein Kind müsse
aber doch schlafen, können mir den Buckel
runterrutschen.
Von „müssen“ hab ich auch nicht
gesprochen, ich sagte „sollte“. Außerdem
ist jedes Kind so anders, manche brauchen
weniger Schlaf, manche mehr, und trotzdem
habe ich tiefstes Verständnis für alle
Eltern mit chronischem Schlafmangel.
Das habe ich auch! Ich denke, jedes Elternpaar wird davon mehr oder weniger abbekommen. Ich tröste mich dann immer ein bißchen damit, daß ich eines Tages vielleicht mal froh wäre, wenn mich einer nachts brauchen würde, den schließlich dürfen wir Kinder nur eine Weile begleiten, dann gehen sie fort.
Biggy
*heuteausnahmsweisenichtmüde
Tschau
Susanne