Ich war als Kind alleine unterwegs- im engsten Rahmen halt, „bis zum Kirchhof und nicht weiter!“, meine Mutter ist auch viel mit mir Spielen gegangen, wenn sie von der Arbeit wiederkam. Später gabs ein Mädchen das auf mich aufpasste und viel mit mir unternahm.
Im Kindergarten hatte ich einen Freund, der auch fast daneben wohnte. Der wurde von seiner Mutter „reguliert“. Er durfte nie spielen gehen, uns blieb nur die Zeit nach dem Kindergarten, meist habe ich ihn begleitet, und dann war Sense.
Manchmal hat er sich rausgeschlichen und wir haben uns draußen getroffen.
Die Freunde später kamen Zustande wie Moleküle- irgendwann trifft man sich und bleibt kleben. Auf besagten Kirchhof z.B.
Da tuckern zwei Mädchen rum, rissen blätter ab. ich war Pflanzenfreund, man hat sich angesprochen und zusammen gespielt, meist ohne den Namen des anderen zu kennen, das hat oft gedauert und nach ein paar Wochen kam „Wie heißt du eigentlich?“
Grade deswegen waren viele Begegnungen auf Spielplätzen aber auch flüchtig, man war dort, ein einzelnes Kind war allein dort, da hat man zusammen gespielt- aber dann auch nie wieder gesehen. Oft mieden wir auch Spielplätze ne Weile, weil es immer welche gab, von denen man vertrieben wurde- entweder von den Gang Eltern oder weil der Spielplatz für die Alterstufe nicht mehr freigegeben war.
Aber erklär mal einer 11 Jährigen warum sie auf dem Spielplatz für 4-10 Jährige nicht spielen darf. Die Leute haben die Ehrlichkeit der Kinder ausgenutzt und einen dann vertrieben. War nicht grade Kinderfreundlich.
Gute Orte zum Kennenlernen waren halt Orte, die für Kinder interessant sind.
Unser Kirchhof hatte viele Versteckplätze zum Spielen, andere Orte waren der Ententeich zwischen den Feldern und der Parkfriedhof, der den Großteil meiner Kindheit über eher eine Fahrradrennbahn- und Gassigehstrecke war.
Du könntest ja nach solchen Orten ausschau halten und es dort mal versuchen?
Schau mal wenn dich jemand jemanden fremdes gegenüberstellt, würdest du dich sofort angeregt mit demjenigen unterhalten?
„Schönes Wetter heute…“
Kindern geht es da oft ähnlich, wenn sie 2 oder 3 sind kann man sie gegenüber setzen in ein Zimmer und dann wird das schon (war zumindest zu meiner Zeit so) aber später braucht man gemeinsame „Objekte“. Wie Marienkäfer, Enten, Kletterbäume, Sandkästen.
Das Problem heutzutage ist sowas zu finden!
In meiner Gegend hat sich das gebessert, die Spielplätze heute sehen toll aus! Die haben Burgen, Schaukeln und haste nicht gesehen.
Das war früher nicht so, der Spielplatz bestand aus Sand, einer niedrigen Rutsche, einem Holzhaus und einem dieser Wipptierchen.
Der einzige Spielplatz mit Schaukel war besagter bis 10Jahre und harten Bandenkämpfen ausgesetzt.
Natur eignet sich darum manchmal besser, es gibt so „Hauptverkehrspunkte“ an denen einfach sehr oft Kinder vorbeikommen, weil es an einer Schule liegt oder gute Spatzierplätze für Müttern mit Kindern bietet.
lg
Kate
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