muss mal kurz meinem Ärger Luft machen (ich weiss nicht genau, ob ich im richtigen Brett bin?)…
Wir haben einen Bekannte, die vor ca. 8 Jahren wegen Krebs 1 1/2 Niere entfernt bekommen hat. Sie ist nach Chemotherapie bislang krebsfrei. Ausserdem hat sie ein Rückenproblem und müsste eigentlich ein Korsett tragen (tut sie aber nur zur amtsärzlichen Untersuchung alle 2 Jahre). Es ist ja schlimm, wenn jemand so einen Leidensweg hinter sich hat, aber ich finde, wenn die ganze Sache in Schnorrerei und Faulheit ausartet, ist das nicht mehr ok.
Mit einer halben Niere säuft sie teilweise bis zum Kotzen (Entschuldigung für meine Ausdrucksweise) und der allgemeine Alkoholkonsum ist auch relativ regelmäßig, dazu kommen Nebenjobs wie Hunde ausführen, Putzen gehen sowie regelmäßige Besuche im Fitnessstudio und der auf Sonnenbank.
Und da kann man nicht mehr arbeiten gehen???
Sie soll ja um Gottes Willen nicht Vollzeit als Möbelpacker arbeiten gehen, aber der Rentenkasse auf diese Weise auf der Tasche liegen, finde ich echt unmöglich. Der Hammer war dann noch die selbsttransportierte Couch, wo sie tatkräftig mitgeholfen (und das mit dem Rücken)?
Ich weiss nur, das sie sich zur amtsärztlichen Untersuchung bewußt schlecht schminckt und fleissig auf die Tränendrüsen drückt (natürlich mit Korsett), damit ja die nächsten zwei Jahre Rente gewährleistet sind.
Was haltet Ihr denn davon und wie sieht die Rechtslage in so einem Fall aus??
MFG Silke
Also ohne etwas unterstellen zu wollen: Aufs erste klingt der Artikel mal so nach Sozialschmarotzerdebatte auf Stammtischniveau oder Wahlpropaganda der Republikaner, da alle relevanten Informationen zur Diskussion fehlen.
Aber um vielleicht sinnvoll diskutieren zu können, müsste man noch Folgendes wissen: was hat sie gelernt, welche Ausbildung hat sie gemacht, wie lange hat sie in welchem Beruf gearbeitet, wie lange hat sie insgesamt gearbeitet, wie alt ist sie und aus welchem Grund gilt sie genau als berufsunfähig? Bekanntermaßen ist berufsunfähig ja nicht berufsunfähig.
Erst wenn wir das hier wissen, kann es eine sinnvolle Diskussion geben.
Also ohne etwas unterstellen zu wollen: Aufs erste klingt der
Artikel mal so nach Sozialschmarotzerdebatte auf
Stammtischniveau oder Wahlpropaganda der Republikaner, da alle
relevanten Informationen zur Diskussion fehlen.
Das soll es auf keinen Fall sein…ich möchte auch keinen anschwärzen und mir hier Tipps holen. Ich frage mich einfach, wie so etwas möglich ist?
Aber um vielleicht sinnvoll diskutieren zu können, müsste man
noch Folgendes wissen: was hat sie gelernt, welche Ausbildung
hat sie gemacht, wie lange hat sie in welchem Beruf
gearbeitet, wie lange hat sie insgesamt gearbeitet, wie alt
ist sie und aus welchem Grund gilt sie genau als
berufsunfähig? Bekanntermaßen ist berufsunfähig ja nicht
berufsunfähig.
Also, gelernt hat sie Friseuse, in diesem Beruf hat sie seit der Lehre (ab 16J.) bis zu ihrer Erkrankung gearbeitet, dann wurde sie wegen des Rückens (kann nicht genau sagen, was sie da hat, aber wenn sie ein Korsett tragen muss, kann es nicht unerheblich sein?) und dem Verlust der 1 1/2 Nieren berufsunfähig geschrieben. Sie ist heute 40 Jahre alt.
Erst wenn wir das hier wissen, kann es eine sinnvolle
Diskussion geben.
Na ja so einfach ist es auch nicht. Wenn jemand den Friseurberuf nicht ausüben kann, dann stellt sich die Frage, ob er sich auf einen anderen Beruf verweisen lassen muss oder nicht!
Ich kann diese Frage hier nicht beantworten, denn das ist schon Spezialwissen im Sozialversicherungsrecht. Bei uns in Österreich sind diese Regelungen zB extrem kompliziert und kasuistisch mit unterschiedlichen Abstufungen der Verweisungsmöglichkeiten (je nach Alter, Art der Tätigkeit, Selbstständig - Unselbstständig, gelernt und Ungelernt und angelernt etc.)
Die Frage hier kann sicher nur jemand richtig beantworten, der das entsprechende konkrete Detailwissen besitzt.
Mir ist jetzt erst aufgefallen, dass die gute Frau erst jetzt 40 Jahre alt ist!
Soll heißen: Berufsunfähigkeitsrente kann sie meines Wissens hier in D nicht mehr bekommen - da sie gar nichts macht, wird sie erwerbsunfähig sein (müssen). Ansonsten gäbe es eine Teilerwerbsminderungsrente… geht etwas weit!
Aber wie gesagt: Auch gesundheitsbedingte Rentner haben noch einen Anspruch darauf, ihr Leben zu genießen!!!