Frust mit Linux

Ich habe mir jetzt, wie unten Angekündigt, Linux geholt - SuSE Linux 7.1 Professional,
für 89 DM, weil ich Schüler bin - sonst hätte es 129 DM gekostet.
Ich setze mich also fröhlich an die Installation, und was passiert als erstes?
Wie zu erwarten war: Etwas sehr Microsoft-untypisches:
Der Computer hängt sich, völlig ohne Fehlermeldung auf. (Bevor jetzt Protestschreie erschallen: der Typische Microsoft-
hänger ist von einer kryptischen Fehlermeldung begleitet, die niemand versteht)
Die Installation läuft wunderbar bis zur automatischen Hardwareerkennung, und dann mitten in derselben,
bleibt folgende Zeile unverückbar auf dem Monitor hängen:

PnPDump 3.0.1: Add Board

Mehr nicht. Egal was ich machte, das war alles. Ob ich jetzt mit der Bootdisk startete, oder direkt von der CD bootete,
oder gar das Setup vom MS-DOS-Modus aus startete, Linux bewies standhaft, das es das stabilste OS ist, das es auf dem
Planeten gibt: es hängte sich stabil immer an der selben Stelle auf.

Nach hektischer blätterei im Handbuch(das sehr praktisch ist, wie ich zugeben muß, bei MS sucht man ein so umfangreiches
Handbuch vergeblich) hatte ich PnPDump gefunden: der Erkenner für Soundkarten. Sogar lösungsmöglichkeiten für Probleme,
die so ähnlich waren wie meins. *WoW*, das ist man als MS-User nicht gewöhnt, da steht man völlig alleingelassen da.
Einiges BIOS-gefummel später, neuer Versuch, und was passiert?
Erneuter Beweis das Linux das stabilste OS des Planeten ist: Hänger an der selben Stelle.

Etwa eine halbe Stunde später, und nachdem ich mehr Zeit im BIOS verbracht habe, als ich eigentlich wollte, habe ich
genervt die Soundkarte ausgebaut(es ist eine Terratec 32/95 Maestro), Änderungen im BIOS rückgägig gemacht und voilá:

ES KLAPPT!

Installationsprogramm neu gestartet. Maus verweigert den Dienst. Egal. Im Installguide steht, das da gleich ein Bildschirm erscheint,
in dem man die Maus wählen kann. Sprachauswahl. Weiter. Mausbkonfiguration. Maus eingestellt. Test gewählt. Nichts.
Nächste Maus. Nichts. Alle durchprobiert. Maus weigert sich, auch nur mit der Nase zu zucken. *grummel*
Trotzdem "weiter"gedrückt - bestimmt kann man in einem installierten Linux eine Maus Installieren.
Zeitzonen/Tastaturlayout-Wahlbildschirm. Weiter. Neuinstallation gewählt. Weiter. Festplatte gewählt(ist sowieso nur eine da)
Windows-Partition verkleinern gewählt. Weiter.
!!!FEHLERMELDUNG!!!
*ARGH*

Angeblich sind Fehler in der Windowspartition!
Freundlicher Rat, Windows zu starten, und Scandisc und Defrag zu starten!!
Das schlägt dem Fass die Krone ins Gesicht!!!
Wegen des freundlichen Rates im „Quick Install Guide“ liefen die beiden Programme die ganze Nacht!!!

Soweit bin ich bis jetzt - Defrag läuft gerade. Ich schreibe diese Zeilen vom PC meiner Mutter aus - und hoffe, das
es ab besser läuft mit Linux …

(Ich weiß, das dieses Brett nicht dazu gedacht ist, um Frust über Linux abzuladen, aber es mußte trotzdem sein.
Ich bitte vielmals um Entschuldigung -aber ich wäre sonst geplatzt vor Frust.)
Bis dann, Scrabz.

PnPDump 3.0.1: Add Board

Das Ding sucht nach ISA-Karten mit Plug’n’Play, koennen auch Netzwerkkarten sein. Guck einfach mal, was sonst noch in langen Slots steckt, ueblicherweise die Soundkarte.

Installationsprogramm neu gestartet. Maus verweigert den
Dienst. Egal. Im Installguide steht, das da gleich ein
Bildschirm erscheint,
in dem man die Maus wählen kann. Sprachauswahl. Weiter.
Mausbkonfiguration. Maus eingestellt. Test gewählt. Nichts.

Hast Du Deine Maus identifizieren koennen (ist manchmal kryptisch). Maeuse mit Raedern machen auch manchmal Schwierigkeiten.

installierten Linux eine Maus Installieren.

Ja, aber das bringt auch nicht mehr Moeglichkeiten. Falls Du zur Maus kein Handbuch/Verpackung oder sonstwas hast, was eine sinnvolle Bezeichnung ergibt, such einfach nach Schnipseln auf dem Serienschild. So habe ich erfahren, dass M-S35 bei Logitech eine FirstMouse ist.

Zeitzonen/Tastaturlayout-Wahlbildschirm. Weiter.
Neuinstallation gewählt. Weiter. Festplatte gewählt(ist
sowieso nur eine da)
Windows-Partition verkleinern gewählt. Weiter.
!!!FEHLERMELDUNG!!!
*ARGH*

Es wird einfach das Ende der Partition nach vorne verlegt. Dazu muss aber der Bereich, der weggeschnitten wird, leer sein. Partitionmagic ist da evtl. komfortabler.

Fuer erfahrene Leute ist es „robuster“, den Plattenplatz selbst freizuschaufeln und dann darauf zu installieren. Zuviel automatischer Komfort ist eben auch etwas fehleranfaelliger.

Ciao Lutz

Ich habe mir jetzt, wie unten Angekündigt, Linux geholt - SuSE
Linux 7.1 Professional,
für 89 DM, weil ich Schüler bin - sonst hätte es 129 DM
gekostet.

Bravo! Um Deine Probleme alle miteinander zu umgehen, empfiehlt sich die Installation per Yast1. Voraussetzung ist allerdings, dass Du vorher unter Windows deine Platte aufräumst und für Linux eine Partition – entweder per FIPS oder Partition-Magic – abzwackst. Dazu musst Du Windows in den DOS-Modus booten (das ist wichtig, die DOS-Eingabeaufforderung reicht nicht) und das Programm „FIPS“ von der ersten SuSE-CD starten. Es steckt in einem logisch benannten Unterverzeichnis (ich habe es jetzt nicht im Kopf).

Wenn Du jetzt abermals neu bootest, dann tippe wenn der „boot:“ Prompt erscheint einfach mal „manual“ + Enter ein.

Danach startet die alte, textbasierte Oberfläche Yast1 und Du kannst alles von Hand einstellen. Erfahrungsgemäß funktioniert das viel besser, als irgendwelche automatische Hardwareerkennung. Immer vorausgetzt, Du weisst genau, welche Hardware in Deinem Rechner steckt.

Gruss

Jens

JAAAA! Es klappt!
ICH HABS GESCHAFFT! *freu*

Die Installation von Linux läuft gerade!

Ich habe die Stärquelle für PnPDump gefunden, es war die Soundkarte - nachdem ich sie ausgebaut hatte lief alles mehr
oder weniger perfekt.

Die Maus funzt jetzt auch - nachdem ich sie von COM 1 auf COM 2 gestöpselt habe - ich verstehe das nicht ganz, weil
eigentlich beide Ports funktionieren - aber wieso Wunder hinterfragen?

Der Tipp mit Fips war Gold wert - und jetzt läuft sogar
Yatz 2 …
Ich habe Fips gestartet, eine Partition erstellt … Programmabruch. Im MS-DOS-Mode getestet: D:\ (der Buchstabe der
Partition) ist Fehlerhaft. Hmmm. Dann habe ich aber trotzdem die Linux-Installation gestarted, und es hat geklappt -
auf genau der fehlerhaften Partition, die ich erstellt hatte.

Ich kenne nämlich nicht alle Hardware die in meinem System steckt - jedenfalls nicht auswendig, und die ganzen
Papiere dazu habe ich zuhause, und nicht hier …

Der Pfad für Fips war überigens Dosutils\fips\fips20.

DANKE DANKE DANKE für eure Tipps!
Bis dann, ein sehr erschöpfter, und froher Scrabz.

ICH HABS GESCHAFFT! *freu*

Glückwunsch :smile:

Ich habe die Stärquelle für PnPDump gefunden, es war die
Soundkarte - nachdem ich sie ausgebaut hatte lief alles mehr
oder weniger perfekt.

Du kannst – nach vollbrachter Linux-Installation – die Soundkarte wieder einbauen und „pnpdump“ einmal von Hand starten. Kommen dann auch Fehlermeldungen? Wenn ja, welche? Was für eine Soundkarte ist das denn (falls Du das auswendig weisst :smile:

[…]

Ich habe Fips gestartet, eine Partition erstellt …
Programmabruch. Im MS-DOS-Mode getestet: D:\ (der Buchstabe
der
Partition) ist Fehlerhaft. Hmmm. Dann habe ich aber trotzdem
die Linux-Installation gestarted, und es hat geklappt -
auf genau der fehlerhaften Partition, die ich erstellt hatte.

Nein nein … mit FIPS partitionierst Du die Platte nur neu. Die abgetrennte Partition ist in dem Zustand, in dem sie z.B. auch ein M$-fdisk sie hinterlassen würde. Also noch nicht formatiert. Dann führt ein Zugriffsversuch unter DOS natürlich zu besagter Fehlermeldung. Die Partition ist deshalb schon in Ordnung. Du hättest sie auch unter DOS mit „format D:“ bearbeiten können. Aber Linux ist viel besser :smile:

Der Pfad für Fips war überigens Dosutils\fips\fips20.

Aha, das kann ich mir leider nie merken und die SuSE Disks sind doch nicht immer zur Hand.

DANKE DANKE DANKE für eure Tipps!
Bis dann, ein sehr erschöpfter, und froher Scrabz.

Bitte bitte bitte … nun erhol Dich erstmal und mach morgen weiter!

Gruss

Jens