Ich weiß, konkrete Rechtsberatung im Einzelfall ist verboten und kann auch nicht kostenlos sein. Oft ist aber eine einfach eine unverbindliche EINSCHÄTZUNG eines Falles durch einen Experten hilfreich, so dass man besser vorbereitet ist, bevor man sich gegen Bezahlung an z.B. einen Anwalt wendet, oder so dass man z.B. einfach eine Idee davon bekommt, in welcher Richtung man weiter nachforschen könnte oder welche Probleme vielleicht auf einen zukommen könnten etc.
Darum ist es ja auch möglich, hier Experten anzuschreiben, unter der Voraussetzung, dass man den Fall als theoretisch und fiktiv beschreibt („Herr X“ anstatt „ich“ etc.)
Leider passiert es aber gerade dann, dass von den Experten Antworten zurückkommen wie „das klingt wie die Hausaufgabe einer Anwaltsgehilfin, sowas beantworte ich nicht“ oder „ich habe keine Zeit, rein fiktive Fragen, die jemand am Stammtisch erfunden hat, zu beantworten“.
Gerade wenn man in einer schwierigen Lage steckt, tun solche falschen Vorwürfe, die daraus entstehen, dass man sich an die Regeln hier hält und umformuliert hat, einfach weh.
Warum geben solche Zeitgenossen überhaupt „Recht“ als Expertengebiet an?
das Problem - wenn man persönlich angeschrieben wird - ist oftmals, dass die User einen sehr, sehr langen Sachverhalt schildern und dann eine Rechtsauskunft wollen, die
a) zeitlich gar nicht machbar ist oder
b) ohne Kenntnis der Akten reine Spekulation wäre.
Oft sind auch wirklich Studenten dabei, die ihre Hausarbeit gelöst haben wollen, was nichts mehr mit einer kurzen Hilfestellung zu tun hat.
Grundsätzlich ist jeder hier sicher gerne bereit zu helfen, aber du wirst keine Chance auf Hilfestellung haben, wenn du z. B. wissen willst, wieviel Unterhalt dir unter Nennung von 20 Faktoren zuzustehen. Dafür hat hier einfach niemand die Zeit und das sollte dann auch vom Anwalt vor Ort erledigt werden.
Gruss
BM
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Ich verstehe dein Problem, wobei ich denke, dass das größere Problem hier im Forum die teilweise völlig unsinnigen Antworten sind, von Leuten, die glauben, etwas zu verstehen, obwohl sie keine Ahnung haben (damit meine ich nicht, dass sich jemand mal irrt - das ist menschlich und passiert selbst einem Experten manchmal, sondern ich meine diejenigen, die manchmal penetrant und gehäuft auf falschen Auskünften beharren). Andere unqualifizierte Antworten gibt es leider auch oft.
Und soweit du direkte Anfragen meinst: es ist sehr schwierig etwas einzuschätzen, das man nicht selbst in der Hand hat. Wenn es sich nicht gerade um einen vorgegebenen Rechtsfall handelt (da hätten wir dann eine reine Rechtsfrage), dann kommt ja, wie in der Praxis immer, auch ein Sachverhalt dazu, der in einem Verfahren erstmal festgestellt werden muss und jeder der in der Praxis Erfahrung hat weiß, dass man mit einer Einschätzung ohne direkte Besprechung und ohne die Unterlagen selbst gesehen zu haben, mehr als vorsichtig sein muss, um nicht (auch ohne Verschulden) eine insgesamt unrichtige Einschätzung abzugeben.
ich verstehe Deinen Ärger schon. Allerdings ist es manchmal wirklich schwer, die per Email gestellten Anfragen zu beantworten. Aus eigener Erfahrung kann sagen, dass ich teilweise schon komplette „Arbeitsleben“ von Geburt bis Rente geschildert bekam und ich dann dazu einen sehr komplexen Sachverhalt beurteilen sollte.
Solche Auskünfte sind schlichtweg ein Ding der Unmöglichkeit, da ich hierfür viele, viele Unterlagen benötigen würde. Dazu kommt, dass solche Einschätzungen dann mal locker 4 DIN-A4 Seiten und mehr betragen können.
Ich helfe zwar immer gerne weiter, aber so etwas sprengt eben oft den Rahmen und ist eigentlich Sache für eine ausführliche Beratung bei offiziellen Stellen.
Also, vielleicht manchmal lieber gleich zu einem Experten gehen, anstatt ihm eine Mail zu schicken
ich habe hier mit einigem Aufwand einige deiner Fragen seit
2001 in diesem Brett angesehen - auf keine erfolgte die
genannte Reaktion.
Es ging auch nicht um Anfragen in diesem Brett, sondern um Anfragen, die ich per Expertensuche in einer Mail gestellt habe. Den Sachverhalt, um den es aktuell ging, möchte ich nicht hier im Forum (bzw. im Google-Archiv) finden, nichts für ungut.
Wenn Du ne richtige Auskunft haben willst geh zum Anwalt oder auf ein Board wo nur Anwälte sind.
Gab es da mal nicht ne Regelung, dass Rechtsanwälte kostenfrei keine Rechtsauskunft geben dürfen?
Ich bekomm auch Anfragen aus meinen Experten-Bereich wo ich mir Denk *aua*. Am liebsten würd’ ich da gern „klar schiff“ schreiben aber darf es nicht. Wieso? Wegen meinem Beruf
Also mach Dir nicht ins Hemd wenn in deinen Augen „unfähige“ Studenten, angehende oder richtige Anwälte Antworten.
Ansonsten - da von deiner Seite aus mehrfach Fragen vorhanden sind wie Du schreibst (mehrere E-Mails via Expertensuche) - empfehl ich Dir ne Rechtschutzversicherung die auch kostenfrei (in der Versicherung halt) Informationen kostenfrei gibt.
danke für deine Antwort (auch an die anderen, die hier freundlich geantwortet haben).
Grundsätzlich ist jeder hier sicher gerne bereit zu helfen,
aber du wirst keine Chance auf Hilfestellung haben, wenn du z.
B. wissen willst, wieviel Unterhalt dir unter Nennung von 20
Faktoren zuzustehen. Dafür hat hier einfach niemand die Zeit
und das sollte dann auch vom Anwalt vor Ort erledigt werden.
Sowas wuerde ich auch nicht fragen
Mir geht es wirklich nur um Einschätzungen, evtl. Hinweise worauf man achten kann etc. Mir ist schon klar, dass eine echte Rechts-AUSKUNFT ohne sehr konkrete Informationen in ausführlicher Form ohne Bezahlung nicht möglich ist. Aber das erwarte ich auch nicht. Und selbst wenn, sollte es möglich sein, die ablehnende Antwort in einen freundlichen Satz zu verpacken.
Wenn ich eine direkte Anfrage über w-w-w erhalte, bekommt die anfragende Person einen Standardtext zurück. Darin steht, dass ich keinen kostenlosen Rechtsrat erteilen kann, darf und will, dass ich nämlich für Falschberatung mit meinem gesamten „Vermögen“ hafte und dass die Rechtsberatung nunmal mein Beruf ist, mit dem ich Geld zu verdienen versuche, nachdem ich viele Jahre studiert und ein Referendariat absolviert habe.
So ist es nunmal. Ich habe keine andere „Ware“ zu „verkaufen“ als die Beratung und auch eine „Einschätzung“ ist eine Beratung. Ich kann auch keinem Innenarchitekten den Grundriss eines Ladens zusenden und schreiben „Bitte zeichnen Sie mir ein paar Möbel und Pflanzen rein, wenn’s mir gefällt, zahle ich“.
Was meine Standardantworten angeht: Ich schreibe also im letzten Absatz, dass es ein paar Euro kostet, wenn ich eine Antwort geben soll,und gebe meine Kontonummer an. Zumeist kommt dann vom Fragesteller nichts mehr, aber das ist nun wirklich nicht meine Schuld.
Übrigens habe ich „Recht“ als Expertengebiet angegeben, weil ich ein bißchen Ahnung davon habe. Ich bin aber nicht Mitglied bei wer-weiss-was, um mein Helfersyndrom zu pflegen, sondern weil ich gerne über Rechtsfragen diskutiere.
Was meine Standardantworten angeht: Ich schreibe also im letzten Absatz, dass es ein paar Euro kostet, wenn ich eine Antwort geben soll,und gebe meine Kontonummer an. Zumeist kommt dann vom Fragesteller nichts mehr, aber das ist nun wirklich nicht meine Schuld.
Wirklich nicht? Schau mal hier: Ich bin ein professioneller Berater. Darf ich bei wer-weiss-was meine Dienste anbieten
Nur solange du das kostenlos tust. wer-weiss-was soll nicht zur Anbahnung von Geschäftskontakten dienen - entsprechende Einträge löschen wir. Dazu am besten ein paar Beispiele – gelöscht werden z.B.:
Jobangebote
Kooperationsanfragen
kommerzielle Angebote
Anfragen nach kostenloser Arbeit, mit der man normalerweise seine Brötchen verdient; vor allem wenn es mehr als 5-10 min dauert, die Lösung zu finden
ganz allgemeine Fragen, bei denen klar wird, dass jemand die Benutzer des Forums kostenlos für seine kommerziellen Zwecke ausnutzen möchte
Erlaubt dagegen sind durchaus Anfragen von Firmen, wo z. B. ein Mitarbeiter für die Lösung eines Arbeitsproblems konkrete Tipps sucht oder eine Wissensquelle, die ihm bei der Arbeit helfen kann. Ziel von wer-weiss-was ist und bleibt der kostenlose und umfassende Austausch von Wissen.
Übrigens habe ich „Recht“ als Expertengebiet angegeben, weil ich ein bißchen Ahnung davon habe.
Solange du es kostenlos machst, ist es ja OK.
Ich bin aber nicht Mitglied bei wer-weiss-was, um mein Helfersyndrom zu pflegen, sondern weil ich gerne über Rechtsfragen diskutiere.
Was willst Du mir sagen? Dass ich verpflichtet bin, Anfragen, die ich direkt per E-Mail erhalte, zu beantworten?
Nein, du kannst immer noch selbst entscheiden, ob du antwortest und was. Aber du solltest kein Geld dafür fordern. Das könnte höchstens dazu führen, daß irgendwann eine Beschwerde an das Team erfolgt. Ich würde an deiner Stelle in die Expertensuche nur dann was reinschreiben, wenn du bereit bist, kostenlos zu antworten. Diskussionen gibt es im Rechtbrett immer wieder. Wenn dich ein Thema besonders beschäftigt, kannst du ja mal anfragen, ob man ein Experten-Chat dazu veranstaltet.
Wenn ich eine direkte Anfrage über w-w-w erhalte, bekommt die
anfragende Person einen Standardtext zurück.
Das finde ich sehr höflich und es spricht für Sie!
Was meine Standardantworten angeht: Ich schreibe also im
letzten Absatz, dass es ein paar Euro kostet, wenn ich eine
Antwort geben soll,und gebe meine Kontonummer an.
Finde ich völlig korrekt!
Gerne würde ich mich an Sie wenden, wenn ich darf?!