Führerscheinumschreibung

Hallo Ihr fleißigen Amtsleute,

könntet ihr mir mal bitte sagen, was ich in meinem Fall machen kann.

Anfang Januar 1999 entschied ich mich, meinen Führerschein in den neuen EU-Führerschein umschreiben zu lassen.

Gesagt getan… hin zum Ordnungsamt und meinen Wunsch vorgetragen.

Da ich nun aber in einem anderen Ort wohne, musste ich mir eine sogannte Karteikartenabschrift besorgen.
Am 29.1. 1999 war es dann soweit. Stolz beschritt ich wieder das Ordnungsamt, zückte meine Karteikartenabschrift, für die ich bereits 10 DM zahlen musste, bezahlte meine 47 DM für das Umschreiben des Führerscheins und 2 DM Bearbeitungsgebühr dafür, dass ich meine Karteikartenabschrift da mitabgab.
Auf mein Nachfragen, wann ich mit dem neuen Führerschein zu rechnen habe, teilte man mir mit. ca. 6 Wochen, man würde sich aber automatisch melden.

Nach ca. 9 Wochen erlaubte ich mir dann nachzufragen, wie weit mein Führerschein sei.
Man teilte mir mit, es könne sich nur noch um Tage handeln. Okay dachte ich.

Nach weiteren 8 Wochen, mittlerweile ungefähr Mitte Mai, dachte ich mir, die Tage sollten doch auch mal umsein. Ich rief wieder an.

Und jetzt der erste Hammer. Ich bin irgendwie überhauptnicht richtig registriert. Jedenfalls konnte man meinen Umschreibewillen nicht finden. Da ich aber ein ordentlicher Mensch bin, hatte ich meine Zahlbestätigung daneben liegen und so gingen wir über das Zahldatum auf Suche.
Tatsächlich ich war wieder gemeldet und in meiner „Akte“ stand auch, dass ich meinen Schein habe umschreiben lassen. Zumindest der Wille war darin bekundet.

Aber meinen Antrag konnte man nirgends finden. Da viel dem SB dann aber auch gleich ein, woran es lag. Ab 1.2. haben die wohl erst die Anträge in diesem OA bearbeitet, vorher sind sie alle zur Führerscheinstelle gegangen. Er erkundige sich.
Just 2 Tage später erhielt ich den Anruf mit der Aussage, mein Antrag lag bei der Führerscheinstelle, er wird jetzt (!!!) bearbeitet und in ungefähr 6 Wochen habe ich ihn.
Ende Juli erlaubte ich mir wieder anzurufen, da ich immer noch keinen Bescheid hatte.

Diesmal aber in der Führerscheinstelle. Da mein Antrag ja dort bearbeitet wurde. Dachte ich zumindest.

Ich rief an und man fand ihn… natürlich nicht. Man fand auch nichts weiteres zu ihm. Man würde suchen. Erstaunlicherweise erhielt ich 2 h später den Rückruf.
Der Antrag ist gefunden worden.

Ja, dachte ich… Endlich meinen neuen Führerschein. Noch vor´m Urlaub… also diesmal keinen Stress beim Ausleihen, da ich der Landessprache nicht so mächtig bin.

Dachte ich.
Ich wurde wieder aus meinen Träumen gerissen.

Auf meine Frage, warum der noch nicht bearbeitet wurde sagte man mir, dass ich zwar eine Karteikartenabschrift besorgt habe, aber da steht nicht drauf, welche Klassen ich habe.

Wenn ich nicht gesessen hätte, mich hät´s glatt hingehauen. Nach schlappen mehr als 6 Monaten stellt man fest, da fehlt noch was? Und das nur, weil ich anrufe?
Okay, sagte ich. Ich besorge Ihnen die.
In der früheren Führerscheinstelle angerufen und gebeten, dass die ein Fax schicken.
Machen sie. Ich rufe am nächsten Morgen an, ob das Fax angekommen sei: Ja, ist hier., bekam ich als Antwort.
Ob noch was fehlte, teilte man mir mit: Nein.
Ja gut, und wie lange dauert es jetzt?
4 Wochen.

Spitze. Wenigstens ist er dann vor´m nächsten Urlaub da.
Dachte ich.
Ich kam aus dem nächsten Urlaub wieder.
Mittlerweile Ende Septmeber.

Und rief wieder in der Führerscheinstelle an.

Ja. könnten sie sich überhaupt nicht erklären, wie das wohl kommt. Die neuesten Umschreibeführerscheine hätten sie gerade bekommen und die waren von Ende August.
Aber da hatte ich je meinen ersten Urlaub schon beendet gehabt. War also schon wieder was schief gegangen.

Sie wollten das klären.

Am nächsten Tag bekam ich einen Rückruf.
Man hat meinen Antrag gefunden.
Wird jetzt bearbeitet.

Aber halt sagt sie, hier fehlt noch, welche Klasse sie haben. Ich: Das muss daliegen, ich weiß es.
15 min später ruft sie an: Haben wir auch gefunden. Lag direkt darüber.

Ich fragte; Wenn ich jetzt nicht angerufen hätte, wie lange hätte das noch gedauert.

Eine Weile, bekam ich als Antwort.

Jedenfalls bekam ich jetzt in der 2. Dezemberwoche das Schreiben, mein Führerschein ist endlich fertig.

Ich hin, lege meine Verlustbescheinigung von der Polzei vor, da meine Geldbörse mit allen Dokumenten bis dahin auch noch gestohlen wurde, und da sagt die SBin zu mir:
Das kostet nochmal 6,50 DM .

Ich fragte sie: Etwa dafür, dass sie wieder ein Dokument bearbeiten müssen und es doch nicht machen?

Sie: Wir müssen in Flensburg anfragen, vielleicht mussten sie den Führerschein ja auch nur abgeben.

Ich dachte, jetzt hackts. Aber sie könne auch nicht in Ihrem Rechner nachprüfen, ob er da hinterlegt wurde.

Also brav 6,50 DM bezahlt und warte bis heute immer noch auf den Führerschein.

Also quasi ein Jahr.

Jetzt meine Frage: Habe ich da nicht irgendwelche Handhabe, dass der SB mir meine Kosten wiedergibt und ich den Führerschein vielleicht umsonst erhalte?

Oder zumindest diese lästigen zusätzlichen Arbeitsgebühren, die ja eigentlich nicht zum Tragen kommen, da der Antrag ohne mein ständiges Telefonieren immer noch daliegen würde.

Danke Marco

Hallo Ihr fleißigen Amtsleute,

Jetzt meine Frage: Habe ich da nicht

irgendwelche Handhabe, dass der SB mir
meine Kosten wiedergibt und ich den
Führerschein vielleicht umsonst erhalte?

Oder zumindest diese lästigen
zusätzlichen Arbeitsgebühren, die ja
eigentlich nicht zum Tragen kommen, da
der Antrag ohne mein ständiges
Telefonieren immer noch daliegen würde.

Danke Marco

Hallo Marco,

ich mußte beim lesen Deiner Anfrage doch ziemlich grinsen…-wenn´s für Dich nicht so ärgerlich wäre.

Ein kleiner Tip:

Reiche eine Dienstaufsichtbeschwerde beim Amtsleiter gegen den zuständigen Sachbearbeiter ein (schriftlich), in der Du die Situation schilderst. Verlange eine schriftliche Stellungnahme sowie Erstattung der Dir zusätzlich enstandenen Kosten durch schuldhaftes Verzögern innerhalb der Sachbearbeitung.

Sollte zumindest eine Reaktion zur Folge haben auch wenn ich Dir nicht versprechen kann, daß Du Bares siehst.

Gruß
Ute

Hallo Marco,
ich mußte beim lesen Deiner Anfrage doch
ziemlich grinsen…

Ich auch…

Ein kleiner Tip:
Reiche eine Dienstaufsichtbeschwerde beim
Amtsleiter gegen den zuständigen
Sachbearbeiter ein (schriftlich)

Das kannst du zwar machen, falls du überhaupt weißt, wer der zuständige Sachbearbeiter ist. M.E. gibt es da aber keine bestimmte person, die von A-Z für deinen Antrag zuständig war. Und mehr als dass der Sachbearbeiter (welcher auch immer) seinem Vorgesetzten gegenüber eine Stellungnahme abgeben muss und du ein Entschuldigungsschreiben erhältst, wird dabei wohl nicht rumkommen. Vielleicht solltest du deine Geschichte mal an die örtliche Zeitung schicken, die veröffentlichen sowas immer gerne.

Ich kann deinen Ärger wirklich verstehen. Aber machen kannst du im Endeffekt wohl nix.

Gruß,
Delia

ich mußte beim lesen Deiner Anfrage doch
ziemlich grinsen…

Ich auch…

Und ich könnte… aber lassen wir das hier :frowning:). Ist aber bestimmt nix gutes.

Ein kleiner Tip:
Reiche eine Dienstaufsichtbeschwerde beim
Amtsleiter gegen den zuständigen
Sachbearbeiter ein (schriftlich)

Das kannst du zwar machen, falls du
überhaupt weißt, wer der zuständige
Sachbearbeiter ist. M.E. gibt es da aber
keine bestimmte person, die von A-Z für
deinen Antrag zuständig war. Und mehr als
dass der Sachbearbeiter (welcher auch
immer) seinem Vorgesetzten gegenüber eine
Stellungnahme abgeben muss und du ein
Entschuldigungsschreiben erhältst, wird
dabei wohl nicht rumkommen. Vielleicht
solltest du deine Geschichte mal an die
örtliche Zeitung schicken, die
veröffentlichen sowas immer gerne.

Und da ich mit ca. 10 verschiedenen Mitarbeitern gesprochen habe, bringt das wohl eher keinen Sinn, da ich nicht mal immer deren Namen notiert habe.
Daran, also an die Beschwerde, hatte ich auch schon gedacht.
Und ich gehöre eigentlich nicht zu der Sorte Menschen, die sich Publik durch bildende Zeitungen oder so in der Art verschaffen muss. Ich erlebe sonst in meinem Leben schon genug Dinge, die mich befriedigen und daher brauche ich solche Art der Gemütsbefriedigung wahrlich nicht.
Und bei rum kommt dabei auch nix.

Ich kann deinen Ärger wirklich verstehen.
Aber machen kannst du im Endeffekt wohl
nix.

Leider.

Marco

… dann hak es ab unter „teuer gelernt!“
das Geld wirst Du nir mehr sehen, denn es wird sich nie klären lassen, wer denn letztendlich "gehuddelt"hat.
Gruß Ayla, die noch immer ihren „grauen“ Lappen hat… und den auch nicht abgeben mag