Führungskraft im Vertrieb bei HMI (§84 HGB)

Hallo zusammen!

Ich hoffe, mir können hier einige erfahrene Versicherungsmenschen weiter helfen.

Vor einigen Tagen war eine Dame von der HMI bei uns.
Meinen Bruder hat sie angerufen und gefragt, ob er eine Führungskraft werden möchte und das neben seinem Beruf.
So kam es zum Termin.

Als ich gesehen habe, dass sie von der HMI ist, wollte ich das Gespräch eigentlich gleich beenden.
Denn auf Versicherungsvertrieb in einem Strukturvertrieb habe ich keinen Bock.
Ich hätte es auch einfacher haben können, wenn ich gewollt hätte :wink:
Da ich mir dachte, vielleicht könnte ich was Neues lernen, habe ich sie einfach weiterreden lassen.

Im Gespräch stellte sich heraus, dass die Aufgaben gar nicht mit direktem Vertrieb zu tun haben.
Aufgabe wäre es, die Interviewer zu koordinieren und dann den Fragebogen in den PC eingeben.
Kein Kontakt zu Kunden, nur zu den Leuten die unter mir stehen würden und Kontakt zu Fragebögen :wink:
Ich hoffe, die Aufgabenstellung ist klar, ansonsten einfach nochmal nachfragen.
Die Bezahlung erfolgt auf reiner Provisionsbasis.
Allerdings nicht pro ausgefüllten Fragebogen (das bekommen nur die Interviewer), sondern pro abgeschlossenem Vertrag.

Als ich dann nachfragte, ob denn das ganze nach 84 gehen würde, sagte sie ja.
Das ganze wäre als selbständiger Versicherungsvermittler nach §84 HGB.

Und hier beginnen meine Fragen:

  1. Lohnt es sich „Mitarbeiter“ zu koordinieren und die Bezahlung auf der Hoffnung aufzubauen, dass dann die Berater und ggf. Interviewer beim nächsten Besuch beim Kunden einen Abschluss schreiben?
    Kein Abschluss, keine Bezahlung für mich.
    Ich hätte also kostenlos Interviewer koordiniert und ausgefüllte Fragebögen in den PC geklopft.

  2. Gibt es kein einfacheres Konstrukt, bei dem ich für HMI tätig werden kann?
    Ich wäre dann Handelsvertreter und müsste mich ins Handelsgesetzbuch eintragen.
    Dies hat zur Folge, dass ich zuerst in meine Nebentätigkeit investieren muss ohne auch nur einen Euro verdient zu haben.
    Und die schlimmere Folge ist, ich habe dann die Buchführungspflicht am Hals. Und darauf habe ich nicht so große Lust :wink:

  3. Wenn ich selbständiger Versicherungsvermittler, wenn auch nur im Nebenerwerb bin, benötige ich dann eine Vermögensschadenhaftpflichtversicherung obgleich ich selbst gar keine Versicherungen vermittle?

  4. Benötige ich einen Qualifizierungsnachweis, dass ich Versicherungen vermitteln darf, obwohl ich dies gar nicht selbst tue?
    Wenn ja, wie alt darf dieser sein?
    Bin jetzt nicht auf dem aktuellen Stand der EU-Richtlinie.

  5. Wie sieht es mit den Provisionen aus, wenn Kunden vorzeitig den Vertrag kündigen?
    Stichwort Provisionshaftungszeitraum?

  6. Was muss ich sonst noch wissen, wenn ich mir den 84er bei der HMI aufbürde?

Vielen Dank im Voraus für eure Antworten.

Viele Grüße

Thomas

Na viel Spaß, die HMI ist so ziemlich die schlimmste Strukki-Bude die wir in D haben! (nicht zu verwechseln mit der Versicherung Hamburg-Mannheimer)
Denen würde ich mich nicht mal auf 100m nähern, und wenn mich einfach jemand anruft ob ich nicht „Führungskraft“ werden möchte, wäre ich niemals so naiv das ernst zu nehmen. Mich haben die auch schon einfach auf der Straße angesprochen. Grund ist klar: nach einigen Wochen merken fast alle was das für ein Scheißverein ist und hören auf, so dass die ständig irgendwelche Leute anwerben müssen.

Selbst wenn seine Jobbeschreibung stimmen würde (ich glaube denen gar nichts), würde ich für so einen Verein nicht arbeiten wollen, dafür wäre ich mir zu schade.

Gruß und ich hoffe, íhr informiert euch mal noch etwas bevor ihr bei denen was unterschreibt…
Granini

Denn auf Versicherungsvertrieb in einem Strukturvertrieb habe
ich keinen Bock.

Aber ganua darauf wird es hinauslaufen.

Aufgabe wäre es, die Interviewer zu koordinieren und dann den
Fragebogen in den PC eingeben.

Und dafür wird man fürstlich bezahlt ? Wo ist denn da der Vorteil für die HMI ?

Kein Kontakt zu Kunden, nur zu den Leuten die unter mir stehen
würden und Kontakt zu Fragebögen :wink:

D.h. Du mußt die Verkäufer zum Verkaufen bringen, glaubst Du die können das alle von alleine ?

Die Bezahlung erfolgt auf reiner Provisionsbasis.

Da ist der Haken. Du bekommst eine Provision für die Verkäufe, die andere machen. Also hast Du nur sehr indirekt einfluß auf Deinen Verdienst. Arbeiten wirst Du müüsen, bis Dir die Finger bluten. Im Versicherunsgvertrieb wird Dir nichts geschenkt.

Allerdings nicht pro ausgefüllten Fragebogen (das bekommen nur
die Interviewer), sondern pro abgeschlossenem Vertrag.

Siehste.

Als ich dann nachfragte, ob denn das ganze nach 84 gehen
würde, sagte sie ja.
Das ganze wäre als selbständiger Versicherungsvermittler nach
§84 HGB.

Also keine Risiko für HMI, volles Risiko für Dich.

  1. Gibt es kein einfacheres Konstrukt, bei dem ich für HMI
    tätig werden kann?

Warum muß es denn HMI sein ?

hallo

D.h. Du mußt die Verkäufer zum Verkaufen bringen, glaubst Du
die können das alle von alleine ?

und die verkäufer werden einem nicht einfach unterstellt, sondern man muß sie erstmal zur hmi bringen. feinstes strukki-dasein.

ich wunder mich bloss dass dein gesprächspartner was mit §84 anfangen konnte. als ich 2003 mal ein zwangsweises vorstellungsgespräch bei denen hatte wußte mein zukünftiger vorgesetzter nicht mal, dass er selbständig ist und mal langsam sein gewerbe anmelden sollte.

snake