Welche Sicht?
Erste Frage, ist dies jetzt die Chef- oder MA Sicht?
Angenommen jemand verlangt, dass beim jährlichen Mitarbeitergespräch auch jemand von der Geschäftsleitung oder Personalbüro anwesend ist. Wie reagiert ihr ?
Als Chef: Den Typ so schnell wie möglich versetzen lassen… nein im Ernst, so detailliert wie möglich rausfinden, was denn sein Problem ist und ob man da nicht etwas tun kann/muss.
Als Mitarbeiter: Mich so schnell wie möglich nach einem neuen Job umsehen, wenn Chef nicht versucht, eine Beförderung für mich durchzusetzen, denn dann will er mich höchstwahrscheinlich loswerden.
Wie motiviert ihr jemanden, der das Angebot eigene Ideen und Vorschläge einzubringen nicht annimmt und stattdessen nur nörgelt, wie schlimm doch alles sei ?
Als Chef: Wenn ein MA das Angebot bekommt, sich einzubringen und dieses Angebot nicht nur ablehnt sondern auch noch pampig wird, würde ich dem Mitarbeiter ein paar wichtige Links mitgeben (z.B. www.jobsuche.de), denn eine solche Zusammenarbeit wird langfristig nicht produktiv sein.
Als MA: Ein wenig auf die Perspektive des Chefs eingehen, zum Beispiel „Sie könnten XXX€ mehr einnehmen/sparen“ (jeder Chef will gern das Geschäftsergebnis verbessern) oder „Dadurch müssen Sie nicht mehr…“ (Chefs arbeiten gerne weniger)
Wenn das nicht fruchtet, würde ich versuchen, einem seiner hierarchisch gleichgestellten Kollegen die Idee anzudrehen (Konkurrenzgedanken ausnutzen) oder möglicherweise eine Instanz überspringen, dann allerdings mit einer stark komprimierten Idee und reduziert auf Kosten/Nutzen (5min Überchef sind kostbar!)
Wenn die alle ähnlich reagieren, würde ich mir umgehend einen neuen Betrieb suchen, bevor der Fatalismus auch auf mich abfärbt!
Wie reagiert ihr, wenn ein Direktor den Hitlergruss gegenüber Eurem MA, der als Ausländer gilt obwohl er in Deutschland (Dtl.) geboren wurde und seit dem in Dtl. lebt und dieser als Reaktion ein sanftes Nazi ertönen lässt ?
Aufgrund der Tatsache, dass ich Multikulti arbeite und ein solches Verhalten auch sonst schon mehr als geschmacklos ist, würde eine schriftliche Abmahnung mit GF-Siegel beim Direktor reinflattern und bei Wiederholung eine fristlose Kündigung inklusive Strafanzeige wegen Volksverhetzung seinen Schreibtisch zieren - eh sorry, seinen Briefkasten, denn der Schreibtisch wird ihm nicht mehr zugänglich sein.
Der Mitarbeiter,… bei dem würde ich mich für so eine Sch* selbstverständlich entschuldigen, selbst wenn ich für so einen Direktor nicht verantwortlich bin.
Gruß,
Michael