Füllkies als geigneter Untergrund für Beton?

Hallo Zusammen, ich Bau zur Zeit ein Schwimmbecken mit einer Beckengröße von: 8x4x1,50 Meter. Das Aushub ist soweit fertig, ferne wurde zur Vorbereitung der Bodenplatte Beton Füllkies eingebracht und mit einer Rüttelplatte bearbeitet. Am nächsten Tag, nach einer Nacht mit viel Regen kommt es mir so vor als wäre der Füllkies zu weich um die angedachte Betonplatte dort einzubringen. Meine Fragen wären folgende: Kann es sein das die Rüttellplatte vielleicht zu leicht war ca… 130kg schwer? oder sollte ich vielleicht nochmals eine Schicht Kies nach legen? oder ist das Bodenverhältnis normal bei Füllkies mit Regeneinfluss? Vg. Bernd

Im Prinzip ist Füllkies kein Boden , den man unter einer tragenden Bodenplatte einbauen würde, weil die Verdichtbarkeit des Bodens von der Körnungsabstufung abhängt, die beim Füllkies nicht gegeben ist. Normalerweise verwendet man Betonrecycling-Material, ‚Proktormischung‘ sagt man bei uns umgangssprachlich, weil der Boden leicht die geforderte 95% Proktordichte erreicht.
Da Du nur einen Pool bauen willst, dieser auch nicht so setzungsempfindlich wie ein normaler Hochbau ist, könnte man vielleicht etwas großzügiger sein.
Wichtig ist vor allem GLEICHMÄSSIGE Festigkeit des Baugrundes. Wenn sich das Bauwerk gleichmäßig setzt, dann bleiben die Risse klein. Bei ungleichmäßigen Setzungen gibt es größere Risse. Da Füllkies nicht soooo geieignet ist, würde hier eine Unebenmäßigkeit des Untergrundes mit zum Beispiel unterschiedlich dicken Füllkiesbereichen, stärker durchschlagen, also größere Risse verursachen.
Wäre ich Baufirma, würde ich den Boden austauschen, denn wenn Risse kommen, dann kann das sehr teuer werden.
Wenn Du selbst baust und selbst das Schadenrisiko trägst, könntest Du abwägen: abtrocknen lassen und neu verdichten, oder austauschen???.. Bauchentscheidung, Typentscheidung… manch einer ist risikofreudiger als ein anderer…
Noch ne Schicht Füllkies drauf ist freilich das Letzte was Du machen solltest.
viel Erfolg
Otto-v.Eicken

Hallo Bernd,

leider bin ich auf diesem Gebiet kein Fachmann. Mein Fachgebiet ist Stahlbau.

Hallo Bernd
Hier ist sicher der Ratschlag eines Bodengutachters erforderlich. Weitere Tipps kann ich Dir leider nicht geben.

Gruß
Volker

Hallo Bernd, der Kies dient nicht zur Bodenverbesserung, er soll eine ebene Fläche schaffen und als Drainage wirken. Wenn er wieder abgetrocknet ist, muss eine Sauberkeitschicht aufgetragen werden, auf der die Bewehrung verlegt werde kann.
Bei Deinem Bauvorhaben tritt eine Bodenpressung von
25 KN/m² auf. Diese ist verschwindent gering für jeden
anstehenden Boden, deshalb muss der Kies nicht besonders verdichtet sein.
Freundliche Grüsse…Jörn

Hallo,
da gibt es Bodengutachter für, um die Verdichtung und den Untergrund für ein Schwimmbecken zu beurteilen.
Dein Statiker hat sicherlich auch Angaben zur Bettung der Bodenplatte gemacht… Der Baugrundgutachter kann also beurteilen, ob´s reicht . oder eben nicht.
Ich meine, wenn Du genug Wasser hast, isses egal, dann läuft halt im Sommer was wech, dafür kommt im Winter wieder was bei …
Ich würde jemanden beauftragen, der sich mit sowas auskennt. Schliesslich kostas auch ´nen Euro, Dein Dingen da … und bei den Ingenieuren sparen, ist der falsche Ansatz!
Gruss,
Erich.