Für die Oldtimer-Interessierten

http://deuvet.de/fakt/hkennzeichen.htm

Offenbar sollen sehr kurzfristig die Anforderungen für das H-Kennzeichen weiter verschärft werden.

Nach der Feinstaub-Diskussion kommt man nun durch die Hintertür.

Wie seht Ihr das?
Betrifft das jemanden hier (außer mir) ?

Grüße,

Mathias

Hallo Mathias!

http://deuvet.de/fakt/hkennzeichen.htm
Offenbar sollen sehr kurzfristig die Anforderungen für das
H-Kennzeichen weiter verschärft werden.

Wie seht Ihr das?

Es gibt grundsätzlich verschiedene Betrachtungen und alle Positionen sind aus Sicht der Betroffenen verständlich, wenngleich man sie nicht teilen muß. Es gibt Leute, die ganz einfach billig Auto fahren wollen. Mit einem brauchbar erhaltenen Oldtimer der Oberklasse ist der Wunsch erfüllbar, weil das H-Kennzeichen zu günstiger Versicherungseinstufung und Steuerermäßigung führt. Steuerermäßigungen für gewöhnliche Alltagsfahrzeuge sind aber schwer vermittelbar. Schwer vermittelbar ist, technisch überalterte Fahrzeuge mit hohem Schadstoffausstoß besonders zu begünstigen und Anreize zu schaffen, sie im Straßenverkehr zu behalten.

Dann gibt es Leute, denen es beim Oldtimer nicht um billiges Autofahren geht. Diese Leute kämen nicht auf die Idee, ein für einen fünf- oder sechsstelligen Betrag restauriertes Fahrzeug, das im Neuzustand oder sogar besser ist, im Berufsverkehr zu bewegen oder auf dem Karstadt-Parkdeck zwischen den Einkaufswagen abzustellen. Solche Oldtimer sind Kostbarkeiten, die dauerhaft erhalten werden sollen und eher musealen Charakter haben. Man kann den Standpunkt vertreten, nur solchen Fahrzeugen ein H-Kennzeichen mit den damit verbundenen Vergünstigungen zu geben.

Es gibt Sammler, die den letztgenannten Standpunkt unterstützen, vielleicht auch nicht ganz uneigennützig. Die Preise für alte Fahrzeuge mäßigen Zustands werden nämlich mit Verschärfung der Bedingungen für ein H-Kennzeichen sinken. Man kommt billiger an Restaurationsobjekte und Ersatzteilträger für das Schätzchen, das hauptsächlich in der klimatisierten Garage steht und höchsten zu besonderen Anlässen bei schönem Wetter ein paar Meter bewegt wird.

Gruß
Wolfgang

Hallo Wolfgang,

http://deuvet.de/fakt/hkennzeichen.htm
Offenbar sollen sehr kurzfristig die Anforderungen für das
H-Kennzeichen weiter verschärft werden.

Wie seht Ihr das?

Es gibt grundsätzlich verschiedene Betrachtungen und alle
Positionen sind aus Sicht der Betroffenen verständlich,
wenngleich man sie nicht teilen muß.

Das stimmt meistens…

Es gibt Leute, die ganz
einfach billig Auto fahren wollen. Mit einem brauchbar
erhaltenen Oldtimer der Oberklasse ist der Wunsch erfüllbar,
weil das H-Kennzeichen zu günstiger Versicherungseinstufung
und Steuerermäßigung führt.

Das sind die wenigsten. Einen Mercedes 450 SEL von 1976 z.B. kann man sehr günstig in schlechtem Zustand einkaufen. Man bekommt für diesen Wagen dann auch nach der aktuellen Regelung kein H-Kennzeichen mehr. Befindet er sich in gutem Zustand, kostet er deutlich mehr, so um 8.000€ aufwärts. Dazu kommt ein Spritverbrauch von 13-25 L. Dieses Auto setzt somit kein mensch ein, der nur billig Kilomter schrubben möchte.

Es geht um die Erhaltung automobilen Kulturgutes.
Und da ist der geforderte Top-Lack einfach Unsinn. Ein schön patinierter, aber fitter Wagen im Originalzustand ist ein Zeitzeuge. Wird er nicht gepflegt, verliert er sowieso beim nächsten TÜV die H-Berechtigung.

Steuerermäßigungen für gewöhnliche
Alltagsfahrzeuge sind aber schwer vermittelbar.

Es geht ja nicht nur um die Steuerermässigung, sondern eben auch um Sonderregelungen in Umweltzonen für ein paar wenige gepflegte Oldies.

Schwer
vermittelbar ist, technisch überalterte Fahrzeuge mit hohem
Schadstoffausstoß besonders zu begünstigen und Anreize zu
schaffen, sie im Straßenverkehr zu behalten.

Finde ich weniger. Der durchschnittliche Oldie wird vielleicht 5.000 Km p.a. gefahren.
Dafür muss dann kein neues Auto gebaut werden, was wiederum ressourcen und Schadstoffe bei der Produktion einspart. Das Gesamtbild zählt.

Dann gibt es Leute, denen es beim Oldtimer nicht um billiges
Autofahren geht. Diese Leute kämen nicht auf die Idee, ein für
einen fünf- oder sechsstelligen Betrag restauriertes Fahrzeug,
das im Neuzustand oder sogar besser ist, im Berufsverkehr zu
bewegen oder auf dem Karstadt-Parkdeck zwischen den
Einkaufswagen abzustellen. Solche Oldtimer sind Kostbarkeiten,
die dauerhaft erhalten werden sollen und eher musealen
Charakter haben. Man kann den Standpunkt vertreten, nur
solchen Fahrzeugen ein H-Kennzeichen mit den damit verbundenen
Vergünstigungen zu geben.

Das kann man. Der Zweck des H-Kennzeichens, automobiles Kulturgut zu erhalten, wird somit jedoch nur unzureichend erfüllt.

Es gibt Sammler, die den letztgenannten Standpunkt
unterstützen, vielleicht auch nicht ganz uneigennützig.

Das sind die auf Treffen allgegenwärtigen, graubärtigen Wichtigtuer, die unter einem Mercedes 190 SL nichts gelten lassen.

Ich bin auch dagegen, jeden Schrotthaufen mit einer H-Zulassung zu versehen.
Mein eigener Oldie wäre, weil Neulack in Originalfarbe und technisch mängelfrei (zumindest zur H-Abnahme in 2009 dann werden Heizung und Tacho wieder funktionieren…) auch gar nicht betroffen.
Der Alfa GT von 1972 meines Freundes jedoch dürfte dann probleme bekommen. Er hat eine H-Zulassung, aber wie lange? An dem Auto ist alles original, aber der Lack eben nicht mehr perfekt. gerade das macht den Wagen aber spannend. 35 Jahre ohne Restauration.

Die
Preise für alte Fahrzeuge mäßigen Zustands werden nämlich mit
Verschärfung der Bedingungen für ein H-Kennzeichen sinken. Man
kommt billiger an Restaurationsobjekte und Ersatzteilträger
für das Schätzchen, das hauptsächlich in der klimatisierten
Garage steht und höchsten zu besonderen Anlässen bei schönem
Wetter ein paar Meter bewegt wird.

Das trifft auf diese Leute nicht zu, denn die Autos, die die haben (ich vermeide bewusst „fahren“ zu schreiben, denn viele reisen sogar mit Hänger an), findet man nicht mehr als Teileträger.

Die normalen Autos wie Käfer, Alfa, Golf 1, Ford Capri, Mercedes 123 oder /8 u.s.w. findet man sowieso günstig. Die besseren sollten erhalten werden.

Aber mir ist klar, dass die Grenze hier fliessend ist. Schade ist nur, dass nun aufgrund kurzfristiger Erhöhungsbegehren der Steuereinnahmen stapelweise erhaltenswerte Autos den Weg alles Irdischen gehen werden, nur weil ein Bürokrat mit nagelneuem Dienstwagen kein Fingerspitzengefühl bewiesen hat.

Grüße,

Mathias

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Hallo Matthias!

Es geht ja nicht nur um die Steuerermässigung, sondern eben
auch um Sonderregelungen in Umweltzonen für ein paar wenige
gepflegte Oldies.

Solche Sonderregelungen halte ich mit oder ohne H-Kennzeichen für schwer einsehbar.

Das sind die auf Treffen allgegenwärtigen, graubärtigen
Wichtigtuer…

Na gut, den Schlag hast Du gelandet :smile:.

Der Alfa GT von 1972 meines Freundes jedoch dürfte dann
probleme bekommen. Er hat eine H-Zulassung, aber wie lange? An
dem Auto ist alles original, aber der Lack eben nicht mehr
perfekt.

Wenn es denn nur der Lack ist, sollte Neulackierung kein Problem sein. Anders sieht es aus, wenn rundherum die Rostpickel hervor kommen und die Karosse am Ende ist. Je nach Umfang des Schadens läßt sich aber auch so etwas instand setzen. Das ist dann aber keine Lackiererarbeit mehr, sondern Totaldemontage und Neuaufbau. Totaldemontage ist wortlich zu nehmen, also z. B. Aufbohren aller Schweißpunkte der Karosserie, um auch das Innenleben von z. B. Schwellern zu erreichen, statt einfach nur Bleche drüber zu braten oder womöglich mit Kunstharz rumzusauen. Wer aber solchen Aufwand getrieben hat, wird das Auto bestimmt nicht mehr zum Einkaufen benutzen, um es dabei ankarren zu lassen.

Das trifft auf diese Leute nicht zu, denn die Autos, die die
haben (ich vermeide bewusst „fahren“ zu schreiben, denn viele
reisen sogar mit Hänger an)…

Kein Wunder, solche Oldtimer sind schlicht zu schade und viel zu teuer für den alltäglichen Straßenverkehr.

Die normalen Autos wie Käfer, Alfa, Golf 1, Ford Capri,
Mercedes 123 oder /8 u.s.w. findet man sowieso günstig. Die
besseren sollten erhalten werden.

Wenn davon wenige Exemplare im Spitzenzustand dauerhaft erhalten werden, reicht es. Wozu brauchen wir hunderttausende solche Fahrzeuge in mehr oder weniger fragwürdigem Zustand auf den Straßen? Abgesehen davon ist es jedermann anheim gestellt, sein altes Auto weiterhin zu benutzen, solange es irgendwie den nächsten TÜV-Termin übersteht. Aber Vergünstigungen gleich welcher Art kommen außer den betroffenen Eigentümern vermutlich niemandem plausibel vor.

Gruß
Wolfgang

OT Kommentar
Hi Wolfgang,

besitze noch eine Mazda RX-7 mit 2-Scheiben-Wankelmotor und nur 150 PS aus Anfang 1988.
Als ich ihn 1997 (inkl neuem Motor *g*)kaufte, schrieb Auto-Bild im gleichen Jahr, es seien laut KBA nur noch 200 Stück RX 7 zugelassen.

Ein Sammler in Bochum hatte alleine schon 4 Stück.
Mir wurden in den folgenden Jahren auch hin und wieder Teileträger angeboten, deren Zustand aber keine Verwertung zuließ.

Die Anzahl dieses Kfz ist also schon sehr eingeschränkt „verfügbar“.
Meiner steht seit 3 1/2 Jahren eingemottet und könnte mit verhältnismäßg wenig Aufwand wieder in Betrieb genommen werden (Nur Flüssigkeiten und Bremsen nötig)

Wie „erhaltenswert“ mag wohl so ein Wagen sein, dessen Zulassungszahlen schon zu „Neuzeiten“ sehr gering waren ?
Wo kann man so einen Wagen sonst besichtigen damit man die Unterschiede zu Porsche 944 erkennen und erleben kann ?

Durch die geplanten neuen Umweltverodrnungen wird mir mit diesem Fahrzeug der Besucch von Städten wie z.B. Köln oder Düsseldorf verboten.
Obwohl er immer alle Abgasnormen erfüllt hat, kann er wegen seiner Schlüsselnmummer keine Plakette erhalten und leider ist eine „Aufrüstung“ nicht möglich.

Davon abgesehen, dass er durch die neue Regelung nächstes Jahr kein 07 bzw. H-Kennzeichen bekommt…

Ich möchte heute nicht in einer der betroffenen Großstädte wohnen und ein 07 bzw. H-Kennzeichen haben. Das Kfz darf dann nur noch per Anhänger aus und in die Stadt gebracht werden… oder muss gleich „außerhalb“ parken.
Eigentlich könnte man so etwas doch schon als Verstoß gegen die Grundrechte einordnen:
freie Aufenthaltswahl ? nöö ich darf mit dem Kfz ja nicht mehr dorthin

Die Benutzung meines zugeteilten Kennzeichens wird mir verboten. Ich darf ja nicht mehr ohne Strafe aus der Garage fahren.
Wenn (trotz AU und TÜV) ich nicht mehr aus der Garage fahren darf… kann ich dann die Steuer zurück verlangen ? Di Steuer wird ja für die Benutzung der Straßen und deren Erhalt erhoben. Da ich sie nicht benutzen darf (ohne Fremdhilfe) brauche ich doch nicht dafür zu zahlen ?
Die Versicherung will ich ja noch behalten für den Fall des Diebstahls… geht aber nur mit Kennzeichen… abmelden ist deshalb ja nicht.

Also: Motor an, Garage auf und so richtig brumm-brumm die Abgase rausblasen. Ich teste ja nur, on der Wagen noch funktioniert.
Also Umweltverschmutzung ohne Strafe *g*
War nur Sarkassmus… nicht ernst gemeint

Wenn mein „Städtchen“ bei diesser Plakettenregelung mitmachen will, werde ich wohl wieder umziehen müssen.

Gruß
BJ

Hi,

Wie seht Ihr das?
Betrifft das jemanden hier (außer mir) ?

Meiner Meinung nach ist dies das geistige Produkt einer völlig außer Kontrolle
geratenen Bürokratur - ääh -kratie. Als ob die paar alten Autos die Luft
nennenswert belasten würden, zumal die ja auch üblicherweise weniger gefahren
werden.

Gruß vom T.

Hallo!

Es geht ja nicht nur um die Steuerermässigung, sondern eben
auch um Sonderregelungen in Umweltzonen für ein paar wenige
gepflegte Oldies.

Solche Sonderregelungen halte ich mit oder ohne H-Kennzeichen
für schwer einsehbar.

Wie erklärst Du dann, dass von Autos, die jünger als 30 Jahre sind und über Euro1 oder schlechter verfügen, die volle KfZ-Steuer eingezogen wird, während die Nutzung unmöglich gemacht wird?
Es ist nicht ein problem der Steuerermäßigung, sondern eine Frage des Bestandsschutzes und der Rechtssicherheit.

Das sind die auf Treffen allgegenwärtigen, graubärtigen
Wichtigtuer…

Na gut, den Schlag hast Du gelandet :smile:.

Sollte nicht beleidigend sein…

Der Alfa GT von 1972 meines Freundes jedoch dürfte dann
probleme bekommen. Er hat eine H-Zulassung, aber wie lange? An
dem Auto ist alles original, aber der Lack eben nicht mehr
perfekt.

Wenn es denn nur der Lack ist, sollte Neulackierung kein
Problem sein.

Genau das will man ja nicht!
Der alte Originallack, ausgebleicht und untenrum nachgebessert, sonst aber kratzerfrei, ist ja der Gag an dem Ding. Ein Stück Geschichte eben.

Anders sieht es aus, wenn rundherum die
Rostpickel hervor kommen und die Karosse am Ende ist. Je nach
Umfang des Schadens läßt sich aber auch so etwas instand
setzen. Das ist dann aber keine Lackiererarbeit mehr, sondern
Totaldemontage und Neuaufbau. Totaldemontage ist wortlich zu
nehmen, also z. B. Aufbohren aller Schweißpunkte der
Karosserie, um auch das Innenleben von z. B. Schwellern zu
erreichen, statt einfach nur Bleche drüber zu braten oder
womöglich mit Kunstharz rumzusauen. Wer aber solchen Aufwand
getrieben hat, wird das Auto bestimmt nicht mehr zum Einkaufen
benutzen, um es dabei ankarren zu lassen.

…und genau das ist der Fehler. Was soll ich dann mit dem Wagen?
Autos müssen benutzt werden. Nur so kann der Sinn des H-Kennzeichens erfüllt werden. Nämlich das erhalten von Kulturgut, welches auch der Öffentlichkeit präsentiert wird.

Das trifft auf diese Leute nicht zu, denn die Autos, die die
haben (ich vermeide bewusst „fahren“ zu schreiben, denn viele
reisen sogar mit Hänger an)…

Kein Wunder, solche Oldtimer sind schlicht zu schade und viel
zu teuer für den alltäglichen Straßenverkehr.

Wieso?
Wurden solche Autos für die Garage gebaut?

Mein freund mit dem Alfa hat noch einen Maserati Merak. Der wird gefahren. So freuen sich alle daran.

Die normalen Autos wie Käfer, Alfa, Golf 1, Ford Capri,
Mercedes 123 oder /8 u.s.w. findet man sowieso günstig. Die
besseren sollten erhalten werden.

Wenn davon wenige Exemplare im Spitzenzustand dauerhaft
erhalten werden, reicht es. Wozu brauchen wir hunderttausende
solche Fahrzeuge in mehr oder weniger fragwürdigem Zustand auf
den Straßen?

Für nichts.
Aber in vernünftigem Zustand sind ein paar Tausend über die Republik verteilt schon o.k.

Abgesehen davon ist es jedermann anheim gestellt,
sein altes Auto weiterhin zu benutzen, solange es irgendwie
den nächsten TÜV-Termin übersteht. Aber Vergünstigungen gleich
welcher Art kommen außer den betroffenen Eigentümern
vermutlich niemandem plausibel vor.

Es ist keine Vergünstigung, das Auto fahren zu dürfen. S. Fahrverbote.
Der steuerliche Vorteil ist mir dabei egal. Bei mir sind das 300 Euro hin oder her. Ich möchte den Wagen aber noch nutzen dürfen.

Grüße,

Mathias

Hi Mathias,

Nach der Feinstaub-Diskussion kommt man nun durch die
Hintertür.

Allerdings. Das ist ja aber prinzipiell nichts neues, trotzdem natürlich unverschämt.
Wir kennen das Prozedere doch aus den Zeiten als Diesel neu entdeckt wurden. Die Differenz des Literpreises war interessant und die Steuer unwesentlich teurer. Plötzlich ging die Steuer deutlich in die Höhe, Nachrüstmöglichkeiten gab es nicht und die Differenz des Spritpreises wurde geringer. Nun hatte man die Dieselfahrer im Sack.
Keiner wird sein geliebtes Schätzchen jetzt abmelden wollen. Aber der Betrieb über ein reguläres Kennzeichen wird dann exorbitant teuer.
Also beissen wohl viele in den sauren Apfel oder geben aus finanziellen Gründen ihr Hobby auf, was sie sicherlich mit viel Aufwand und Geld betrieben hatten.

Betrifft das jemanden hier (außer mir) ?

Mich selbst nicht, aber einige Bekannte trifft das schon.
Das übliche halt, erst schmackhaft machen und dann durch die Hintertür einfallen und die Hand aufhalten.
Daraus ergibt sich keine Rechtssicherheit mehr. Keiner kann sich darauf verlassen das heutige Gesetze morgen noch Gültigkeit haben.
Ob es private Altersvorsorge oder sonstwas ist, erst ködern und dann abkassieren.

Gruss Sebastian

Hallo Wolfgang,

Wenn es denn nur der Lack ist, sollte Neulackierung kein
Problem sein.

Neulackierung entreißt einem Zeitzeugen aber Patina und damit den charismatischen Auftritt und macht ihn zu einem neuwagengleichen Museumsstück.

Wer aber solchen Aufwand
getrieben hat, wird das Auto bestimmt nicht mehr zum Einkaufen
benutzen, um es dabei ankarren zu lassen.

Ja. Verstehe ich. Diese Autos gehören ins Museum, daher brauchen diese Fahrzeuge auch keine vergünstigte, weil gar keine, Zulassung.

Wenn davon wenige Exemplare im Spitzenzustand dauerhaft
erhalten werden, reicht es.

Genau. Für’s Museum.
Unzählige historische Häuser/Bauwerke wären auch überflüssig, die könnte man durch Niedrigenergiehäuser ersetzen, weil wirtschaftlicher und umweltorientierter. Und da es reichlich alter Häuser gibt, die sich sehr ähnlich sind, würden davon wenige Exemplare im Spitzenzustand…

Wozu brauchen wir hunderttausende
solche Fahrzeuge in mehr oder weniger fragwürdigem Zustand auf
den Straßen? Abgesehen davon ist es jedermann anheim gestellt,
sein altes Auto weiterhin zu benutzen, solange es irgendwie
den nächsten TÜV-Termin übersteht. Aber Vergünstigungen gleich
welcher Art kommen außer den betroffenen Eigentümern
vermutlich niemandem plausibel vor.

Wir „brauchen“ sie nicht. Aber vielleicht wollen wir sie ja. Vielleicht sind sie angenehme Abwechslungen im Straßenbild, selten genug, aber dennoch schön.
„Brauchen“ wir denn schön gestaltete Straßen und Gehwege, Bäumchen im Stadtbild und Brunnen? „Brauchen“ wir teure Designer-Straßenlaternen etc. etc.?

Kultur kann man auch eingesperrt verkümmern lassen. Ist aber schade drum. Der Staat kann, finde ich, durchaus honorieren, dass Privatleute etwas zur Erhaltung unserer Kultur beitragen und dabei viel Geld aufwenden. Beim Denkmalschutz (Gebäude) ist’s schließlich auch so.

Die Einschränkungen bei den 07er Kennzeichen (statt 20 Jahre nun 30 Jahre Fahrzeugalter) kann ich nachvollziehen, auch wenn ich selbst direkt davon betroffen bin.
Ich habe u.a. einen 1986er Hartge BMW H5, einen 1985er Audi Coupé GT, einen 1986er Volvo 480 Turbo, einen 1970er VW Porsche 914 und einen 1980er Ford Transit Allrad, eine 1973er S-Klasse W116 kommt demnächst dazu.
Die würde ich alle immer wieder mal bewegen, würde damit Kosten verursachen, die ich auch bezahlen würde, hätte ich ein 07er Kennzeichen.
Aber ich würde sicher nicht damit versuchen, Geld EINZUSPAREN, denn ich sehe dies als ein (kostenintensives) Hobby an.

Wie gesagt, ich verstehe es ja sogar, dass man dem Missbrauch, mag er auch deutlich weniger dramatisch als stets breitgetreten sein, Einhalt gebieten muss.
Dass aber z.B. die künftige S-Klasse, die ich vielleicht 2000km im Jahr zu bewegen gedenke, wegen ein paar Lackmängel/Gebrauchsspuren kein H-Kennzeichen bekommt, ist absurd.

Grüße
formica

1 „Gefällt mir“

http://deuvet.de/fakt/hkennzeichen.htm

Offenbar sollen sehr kurzfristig die Anforderungen für das
H-Kennzeichen weiter verschärft werden.

Nach der Feinstaub-Diskussion kommt man nun durch die
Hintertür.

Wie seht Ihr das?
Betrifft das jemanden hier (außer mir) ?

Hallo!

Sind das wirklich 20 Jahre Fahrzeugalter, ab denen man bisher das H-Kennzeichen bekommt?

Grüße, Steffen!

Hi Steffen,

Sind das wirklich 20 Jahre Fahrzeugalter, ab denen man bisher
das H-Kennzeichen bekommt?

Meines Wissens nach sind es 30. Wie kommst Du auf 20?
Die in dem Artikel genannten 20 Jahre beziehen sich nur auf Regelungen bezüglich des zeitgemässen Umbaus der mindestens 20 Jahre alt sein muss.

Gruss Sebastian

Hi!

Ja, weil ich was von 20 Jahren gelesen habe,
hab das aber scheinbar nicht gründlich gelesen.

Grüße, Steffen!

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