Füttern von Kätzchen

hallo zusammen,
als übervorsichtige katzenmama muss ich doch mal nachfragen: wir haben zwei kätzenwelpen, eine 16, der ander 13 wochen alt. der kleine wiegt 1400g, die große 2200g, tendenz munter steigend. nun kommt mich gestern eine bekannte besuchen und fragt mich, wieviel wir den zwei rabauken so füttern, sie sähen so dürr aus. also die beiden bekommen dreimal am tag nassfutter, insgesamt zusammen eine dreiviertel bis ganze dose voll. dann haben sie den ganze tag trockenfutter stehen, quasi ad libitum, fressen es aber eher mürrisch. sie bekommen ca. einen katzenstick über den tag verteilt, als belohnung, wenn sie z.b. auf ihren namen hören (keine ahnung, ob das erzieherischen wert hat). jeden zweiten tag bekommen sie ein schälchen katzenmilch und der kleine bekommt dreimal die woche statt nassfuter einen proteinbrei (vom TA verschrieben), weil er immernoch so klein ist für sein alter. nachdem ich meiner bekannten genau das alles aufgezählt habe, hat sie quasi schockiert reagiert und gemeint, das wäre alles viel zu wenig. sie sind nicht dick (aber auch nicht dürr, es stehen keine knochen vor und man kann auch nicht die rippen zählen oder sowas), eher drahtig, aber haben immer ein gut gefülltes bäuchlein. übertreibt meine bekannte oder ist das über den tag verteilt wirklich zu wenig für zwei wachsende kätzchen?

LG Steff

Wir haben vor 3 Wochen eine 12 Wochen alte Katze auf der Straße aufgelesen. Nach oblligater Vorstellung beim Tierarzt wurd Futter für kleine Katzen trocken und naß gekauft und der Kleinen vorgesetzt.

Aber wie Katzen so sind: Das schmeckte alles nicht, sie mußte unbedingt das gleiche Futter haben wir die Erwachsenen, das eigene ließ sie stehen.

Also kein Spezialfutter mehr. Und die Kleine gedeiht prächtig.

Allerdings: Wir haben immer eine mit Trockenfutter gefüllte Schale auf der Fensterbank stehen. Falls mal einer Hunger kriegt.

Bei Tierkindern wie bei Menschenkindern (wie oft kommen Mütter mit der Klage: Mein Sohn ißt nichts!) gilt eine schlichte Regel: Bei vollem Teller ist noch niemand verhungert.

Hallo,

so junge Katzen dürfen eigentlich fressen, so viel sie wollen. Sie müssen wachsen und sind sehr aktiv, haben daher einen recht hohen Grundumsatz. Wichtig sind ausreichend hochwertige Fette und Eiweiße.

Das TroFu würde ich weglassen, wäre besser, wenn sie erst garnicht auf den Geschmack kommen. Ich habe gute Erfahrungen mit 4 Mahlzeiten körperwarmen, hochwertigen NaFus gemacht, welches einen Fleischanteil von mindestens 70, besser 80% haben soll. Was die Menge pro Mahlzeit angeht: soviel sie wollen. Finde die Menge durch Versuch und Irrtum heraus, ich würde so auf 50-100g pro Katze und Mahlzeit tippen, bei Premiumfutter (kein Wh*** und Kite***-Dreck, der zur Hälfte aus Getreide besteht). Empfehlenswerte Sorten sind z.B. alle, die es hier gibt: http://www.sandras-tieroase.de

Katzenmilch braucht keiner, aber wenn es schmeckt und als Leckerli, dann soll es OK sein. Das gleiche gilt für die Sticks. Gute Belohnungen sind z.B. gekochte Hühnerherzen bzw. -mägen (für Welpen in etwas kleinere Stücke schneiden).

Gruß,

Myriam

okay, also doch eher tendinziell zu wenig. allerdings, wenn ich die beiden soviel fressen lassen würde, wie sie wollten, würde dass zumindest bei der großen mit erbrechen enden. dass nassfutter ist schon hochwertig. im fachhandel für welpen gekauft. sie kriegen manchmal gekochtes huhn (extra für sie ohne gewürze zubereitet), aber eher selten. ich dachte immer, trockenfutter wär ganz gut, für die zähne und so. bin ich einem irrtum aufgesessen?
katzenmilch gibts auch deswegen, weil sie sowenig trinken, wir geben auch immer einen schuss ins wasser, da stehen die drauf.
ich muss auch ehrlich sein, ich will halt nicht, das die beiden als adulte tiere fett werden. die katze meiner oma ist so ein monster, hat immer bekommen, wenn er wollte und hat als gefühlte 10kg tiger alle menschen terrorisiert. jetzt haben sie ihre festen zweiten, betteln zwischendurch eher nicht, bekommen aber eben so viel (oder wenig?), dass sie den napf restlos leer putzen.
da hab ich gleich mal ne andere frage, ab wann könnte man ihnen (wenn überhaupt) rohes fleisch füttern?

LG Steff

dass
nassfutter ist schon hochwertig. im fachhandel für welpen
gekauft.

Auch der Kram im Fressnapf hat nur 60% Fleisch (Royal Canin, Hills …), das ist die Mittelklasse. Ich kenne außer vielleicht Nutro und Precept keine wirklich empfehlenswerten Futtersorten, die man irgendwo im Laden kaufen könnte, ganz spezifische Fachgeschäfte wie Cat’s Country bei München ausgenommen.

trockenfutter wär ganz gut, für die zähne und so. bin ich
einem irrtum aufgesessen?

TroFu hat keine besondere Wirkung gegen Zahnstein. Sie beißen drauf, es zerpsringt in einige Teile, sie schlucken es runter. Wenn sie größer sind, schlucken sie es oft ganz runter. Kein Zahnbelagabrieb festzustellen. Gegen Zahnbelag hilft Zähneputzen oder die Gabe größerer Fleischstücke, welche die Tiere mit den Reißzähnen (Backenzähnen) zerteilen müssen.

katzenmilch gibts auch deswegen, weil sie sowenig trinken, wir
geben auch immer einen schuss ins wasser, da stehen die drauf.

Wenn Du ausschließlich NaFu gibst, ist die Wasserversorgung praktisch schon gewährleistet. Ich würde nicht schon mit Lockmitteln anfangen, das ist der erste Schritt dazu, dass die Katzen bestimmen, was es zu essen gibt.

ich muss auch ehrlich sein, ich will halt nicht, das die
beiden als adulte tiere fett werden.

Verstehe ich, aber solange sie noch mitten im Wachstum sind, sollten sie wirklich reichlich versorgt sein.

Dicke Katzen gibt es, wenn sie sich nicht genug bewegen (Einzelkatze in der Wohnung) und zuviel Leckerli oder Nahrung mit zuviel pflanzlichen Inhaltsstoffen bekommen. Aufgrund spezieller Eigenschaften des Katzen-Organismus nehmen sie von pflanzlichen Kohlehydraten besonders stark zu. daher ist TroFu der Dickmacher Nr. 1, weil es (mit Ausnahme einger weniger Sorten) zu ca. 2/3 aus Pflanze besteht. Zudem hat es einen sehr hohen Fettanteil, sonst würde kaum eine Katze das Zeug fressen. Mehr Info in diesem Artikel, wenn er auch sehr einseitig geschrieben ist, finde ich ihn interessant: FAQ:2262

da hab ich gleich mal ne andere frage, ab wann könnte man
ihnen (wenn überhaupt) rohes fleisch füttern?

Wenn Du ernsthaft vorhast, die Katzen zu BARFen, dann fang ruhig gleich an, wenn ich auch anmerken möchte, dass Katzen BARFen nicht ganz ohne ist.

http://www.diekatzenbarfbarpage.de/14043.html
http://www.savannahcat.de/katzenernaehrung.html

Rohes Fleisch als Snack bei sonstiger Fertigfuttergabe ist nicht so empfehlenswert, da dann der Verdauungsapparat mit Unverständnis reagieren kann.

Gruß,

Myriam

Hallo!
Ich habe mir soeben die Antworten zu Deiner Frage durchgelesen. Hier wird aus einem Pubs ein Donnerschlag gemacht. Lass Deinen Katzen fressen was sie am liebsten wollen, das bekommt denen am Besten. Die ganze Erbsenzählerei bringt nichts.
Ich bin Baujahr 1940, wir hatten nach dem Krieg Enten, Hühner und Kaninchen. Zwangsläufig auch Hund und Katze. Als Futter kriegten Hund und Katze dasselbe, was wir gegessen hatten. Extrafutter oder sogar Fleisch für Hund und Katze - Fehlanzeige. Wir hatten ausser unserer Kleintierschlachtung selbst nichts, und Hund und Katze sind beide alt geworden.
Gruss Frank

ja, damals, 14-18 in den Ardennen …
… als die Türken Wien belagerten, da haben wir Sägemehl gefressen und sind auch satt geworden O_O

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richtig, die Tiere wurden ja auch auf dem Hof gehalten, und die Katzen haben sich ihre gesunde Kost über Mäuse und Vögel reingeholt.

Geht bei Wohnungshaltung schlecht.

Das wir ihr den Tieren noch vorgesetzt habt, war für die ja ein Leckerli obendrauf.

Zur Frage:

Ich habe zwei Buben mit 18 Wochen bekommen. Am Tag sind zwei 400g Dosen drauf gegangen, weil die so verfressen waren plus Rohfleisch und Leckerlis.

Heute kriegen sie max die Hälfte und meine sind definitiv nicht zu fett mit knapp 4,5 kg.

Ich würde der größeren mehrere kleinere Portionen am Tag hinstellen, wenn sie zum kotzen neigt.
Hab auch so ein Gierschlund zu Hause.

LG
Wölkchen