Hallo,
nach Befragung mehrerer Personen zum obigen Thema habe ich leider noch keine eindeutige Antwort erhalten. Wann denn mit Fugen E und wann ohne? Heisst es: des Lineals oder des Lineales?
In Hoffnung auf Antworten,
Markus
Hallo,
nach Befragung mehrerer Personen zum obigen Thema habe ich leider noch keine eindeutige Antwort erhalten. Wann denn mit Fugen E und wann ohne? Heisst es: des Lineals oder des Lineales?
In Hoffnung auf Antworten,
Markus
Hallo, Markus!
nach Befragung mehrerer Personen zum obigen Thema habe ich
leider noch keine eindeutige Antwort erhalten. Wann denn mit
Fugen E und wann ohne? Heisst es: des Lineals oder des Lineales?
Ich bin der Überzeugung, dass es sich hier um eine rein stilistische Frage handelt. Von der Wortbedeutung her sollten beide Versionen im Grunde identisch sein, wenn auch „des Lineales“ eher in der gehobenen/schriftlichen Sprache angesiedelt wirken mag; in der Umgangssprache verschluckt man ja gerne ebensolche Feinheiten wie das von Dir angesprochene „e“.
Ich bin auf der Suche nach einem Beispiel, bei dem nicht beide Varianten möglich sind, aber ich finde keines. Einzige Ausnahme, bei denen üblicherweise die „Langform“ vorgezogen wird, dürften Wörter sein, die auf s- oder z-Laute enden. Des Hauses, des Schwanzes, des Hasses sind da m.E. die gängigen Formen.
Gruß!
Christopher
Hallo, Markus,
wie Christopher schon sagte, handelt es sich bei dem „e“ in „Lineal e s“ nicht um ein Fugen-e.
Dieses „e“ rührt her von den sehr viel vokalreichern (sic!, statt: vokalreicher e n) Deklinationsformen, die sich in Fülle bis ins Frühneuhochdeutsche, reichlich bis in 19. Jhdt. und zum Teil bis heute gehalten haben.
Früher hatte der Dativ stets ein „e“ am Ende und des Genitiv vor dem „s“ stets auch ein „e“.
Die Sprachökonomie - oder einfacher gesagt: die Maulfaulheit der Deutschen, ich korrigiere: der meisten Deutschen - ließ diese „e“ zurückgehen und fast ganz verschwinden.
Ein Fugen-e finden wir in den Wörtern: Les e buch, Wart e zimmer.
Das „e“ wird hier meist aus Gründen der leichteren Aussprache eingefügt, wenn zwei Konsonanten bei Wortbildungen aufeinander stoßen.
Es gibt aber auch Formen wie: Reitstunde, Schlingpflanze, wo das „e“ nicht auftritt; vermutlich ist hier die Aussprache der aufeinanderfolgenden Konsonanten leichter.
vgl. dazu den § 882 im Grammatikduden.
Zu deiner Frage:
Heisst es: des Lineals oder des Lineales?
Du kannst beide Formen verwenden und wie Chris sagte, die mit „e“ klingt literarischer, stilistisch gehoben oder großmäulig, je nach dem Hörer bzw. Leser. 
Gruß Fritz