Hallo!
Ich habe meine zwei PCs neulich mit 10MBit Ethernet-Karten vernetzt (Koaxkabel). Die Karten lassen sich im Voll- und im Halbduplex-Verfahren betreiben.
Worin besteht hierbei der Unterschied und bringt es Vorteile, eine Betriebsart zu wählen (Übertragungsrate etc.)?
Ich habe meine zwei PCs neulich mit 10MBit Ethernet-Karten
vernetzt (Koaxkabel). Die Karten lassen sich im Voll- und im
Halbduplex-Verfahren betreiben.
Worin besteht hierbei der Unterschied und bringt es Vorteile,
eine Betriebsart zu wählen (Übertragungsrate etc.)?
Hi Jörg.
Der Vorteil liegt eigentlich auf der Hand, wenn du dir die Bedeutung der Wörter vollduplex und halbduplex vor Augen hälst.
zur Info: im Halbduplexverfahren sendet immer nur eine Maschine und die andere wartet, bis sie eine Pause in der Übertragung erkennt. Dann wird von der 2. Maschine eine Übertragung gestartet. Ergo: es sendet jeweils nur eine Maschine (meist geschieht das abwechselnd).
Im Vollduplexverfahren senden und empfangen die Geräte gleichzeitig. Dies machen sie so lange, bis festgestellt wird, daß auf dem Netz zu viele Kollisionen stattfinden (absolut zeitgleicher Zugriff der Maschinen auf das Medium).
„Intelligente“ Karten erkennen das und stellen sich automatisch auf halb-duplex um. Wenn dann keine Kollisionen mehr auftauchen, versuchen sie wieder im Voll-Duplex-Modus zu starten.
Bei deiner Verkabelung heißt das folgendes: (du hast BNC-Verkabelung gearbeitet, also hast du 10Base2 = 2MBit/s)
halbduplex = 2 Mbit/s , da immer nur in eine Richung Datenstrom generiert wird.
vollduplex = 2 x 2 MBit/s, da in beide Richtungen (nahezu zeitgleich) Datenstrom generiert wird.
BNC verkabelung wird kaum mit fullduplex arbeiten, da nur 2 „drähte“ enthalten sind - der kern + mantel. senden und empfangen braucht aber 2 getrennte (doppelleitungen) wie bei TP