Funk DLRG / Verein möglich?

Liebe/-r Experte/-in,

folgende Situation:
Ich bin einem Wassersportverein, der regelmäßig Segel- und Kanuregatten ausrichtet. Auf unserem Gelände ist auch die DLRG beheimatet, die während dieser Veranstaltungen die Wasserwacht übernimmt.
Um während der Regatta in Kontakt zu bleiben (Start - Ziel - Büro - Helfer) benutzen wir Funkgeräte. Da wir teilweise 3 -4 km überbrücken müssen reichen die Dinger aus dem Baumarkt nicht aus!
Freundlicher Weise hilft uns die DLRG mit ihren Funkgeräten aus, die locker 20 km schaffen.
Wir würden uns aber gerne ebensolche Funkgeräte anschaffen, also wahrscheinlich Richtung Seefunkgeräte oder wie die heißen (ja, ich hab da sehr wenig Ahnung von!).
Was wir nun natürlich am liebsten hätten wären Geräte, mit denen wir grundsätzlich auf einer allgemeinfreien Frequenz unseren Regattafunk abwickeln, aber im Notfall auch die DLRGH direkt anfunken können, bzw von denen direkt erreicht werden können…
Gibt es sowas? Ist sowas möglich, erlaubt? Wenn ja, nach was müssen wir da ausschau halten???
Ich bin über jeden hinweis dankbar!

Mit freundlichen Grüßen
Jens

Hallo Jens,

die Handfunkgeräte der DLRG arbeiten im 2-Meter-Band, d. h. auf einer Frequenz bei etwa 145 - 165 MHz. Dieser Frequenzbereich ist aber nur für BOS, also Behörden und Organisationen mit Sicherheitsaufgaben (dazu gehören Polizei, Feuerwehr, Rotes Kreuz und andere Rettungs-organisationen, THW und auch das DLRG) vorbehalten. Ganz streng genommen macht sich Euer DLRG strafbar, wenn er Euch seine Handfunkgeräte ausleiht.

Zu Deinem Problem: Handfunkgeräte (HFG), die Euren Aufgaben gewachsen sind, gibt´s im CB-Funk-Bereich. Diese können allerdings nicht im 2-Meter-Band arbeiten. Ich empfehle daher, dem DLRG ein oder zwei Geräte für die Zeit, in der Ihr auf dem Wasser seid, auszuleihen. CB-Funkgeräte verfügen über mehrere Kanäle, so könnt Ihr Euch untereinander unterhalten. Wenn Ihr mit dem DLRG in Kontakt treten wollt, müßt Ihr nur auf einen, vorher verabredeten, Kanal wechseln. Besorgt Euch im Zubehör gleich für jedes Gerät eine aufsteckbare Gummi-Antenne dazu. Die verringert zwar die Reichweite ein wenig, aber das HFG wird wesentlich handlicher als mit der serienmäßigen Teleskop-Antenne.

Natürlich gibt´s bei fast jeder Lösung auch Nachteile, so auch hier: CB-Funk ist für Jedermann zugänglich. Wundert Euch deshalb bitte nicht, wenn Ihr plötzlich einen LKW-Fahrer oder ein paar Kinder auf Eurem Kanal habt. In diesem Fall einfach den Kanal wechseln. Fast jedes CB-Funkgerät hat wenigstens 40 Kanäle, gute sogar 80, das sollte reichen, denke ich.

Gruß, Erik
FF Billigheim/Baden, Stützpunktwehr

Da muss ich meinen Vorpostern leider wiedersprechen, die Jungs sollten nochmal nen Funklehrgang machen.

Das die DLRG BOS Funkgeräte verwendet ist richtig, jedoch werden diese nur Benutzt um mit den anderen Organisationen zu Funken. Auf den Wasserseitigen Absicherungen die DLRG bei euch macht, und euch Funkegräte ausgibt wird wahrscheinlich einer von der 3 Funkkanäle die DLRG hat benutzt und das ist kein BOS Funk. D.h. die machen sich da auch nicht Strafbar da diese 3 Funkkanäle kein BOS sondern Betriebsfunk sind und als solche Angemeldet sind.
Im Prinzip also einfach : DLRG Fragen welche Funkgeräte Sie benutzt diese Anschaffen und auf die Frequenz anmelden lassen. Oder aber dauerhaft welche von den HFG leihen!

Gruß

PelikanHH(BOS FRN, alternativ Adler Hamburg)
DLRG Hamburg Altona / Lv Hamburg Disponent der DLRG einsatzzentrale Hamburg