(Funk?)-Fernsteurung Steckdose

Hi @ll,

Problembeschreibung: Bisher lief die Trinkwasser-Umwälzpumpe (dass gleich warmes Wasser zur Verfügung steht) quasi durchgehend 330.000 Stunden lt. Typenschild mit 15W. Nu isse seit 2 Jahren hin und Wasser fließt ungenutzt weg, bis es warm genug ist (Putzen, Duschen, Spülen…)
Lösungsidee: da ich es nicht als sinnvoll erachte, wieder pausenlos Strom und Wärmeverlust (Umlaufleitung gibt ja auch Wärme ab) möchte ich diese von den Verbrauchsstellen die neue Pumpe für einen einstellbaren Zeitraum fernsteuern (wie Treppenhauslicht). Optimum wäre: eine Art Funkklingeltaster in den insg. 4 Bädern und 3 Küchen, welche die Pumpe kurzzeitig laufen lässt (vermute 60Sek. könnten da schon ausreichend sein)
Nochmal andersrum: man geht ins Bad und möchte duschen, drückt den Taster (ganz toll wäre Rückmeldung), bereitet alles weitere vor und hat dann gleich Warmwasser…

Wie heißt sowas? Gerne gleich als Link)

Grüße
Ce

Funksteckdose?

7+ Sender, ein Empfänger automatisches Ausschalten nach einstellbarer Zeit durch 2 Stahlbetondecken?
ok… welcher?

Oh, so speziell. Wäre eine WLAN Steckdose mit Handy - App eine Überlegung wert?

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Diese Frage gehört ins Brett Heizung+Sanitär.
Es gibt dafür extra Steuerungen, die sogar erkennen, wenn der Warmwasserhahn geöffnet wird (meist durch Temperatursensoren auf Vor- und Rücklauf der Zirkulationsrohre) und die Pumpe einschalten. Und: Sogar lernfähige, die z. B. nach 24h oder 2 oder 3 ooder Tagen zur selben Zeit die Pumpe einschalten.
Daher besser bei den Heizungsbauern fragen.

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Bei soviel Betondecken kommt das Funksignal nicht mehr sicher an. Dann kommt vielleicht noch ne Störquelle dazu und der Sender schaltet den Schalter nicht. Das kann ja schon in der Wohnung mal passieren. Meine Info weiter unten ist da besser.

Zirkulationspumpe.

Das Schätzchen ist 37 Jahre alt geworden, Respekt!

Wasser ist billiger als Heizenergie und Strom. OK, das war jetzt ein Vergleich zwsichen Äpfeln, Silvesterraketen und Zylinderkopfdichtungen.

Nachgerechnet habe ich es nie, aber ein von mir sehr geschätzer Anlagenmechanikermeister für SHK bezeichnet die Zirkulationspumpe als reinen Komfort, den man sich mit erhöhten Kosten erkaufen muss.
Das ist wohl auch eine Frage, wie lang und dick die Leitungen zu den Zapfstellen sind - aber die Wassermenge, die bis zur Ankuft warmen Wassers ungenutzt bleibt, dürfte regelmäßig überbewertet sein. Hast du diese mal ausgelitert? Ich schon (Kunde beschwerte sich „Dauert ewig, da gehen zig Liter in den Ausguss“). Es dauerte in Wirklichkeit acht Sekunden und waren fast genau zwei Liter - somit ein Wert von rund 0,9 Cent.

Rechnen wir mal die Kosten der Zirkulation aus.
Da wären zuerst Stromkosten, sagen wir maximal 30 Sekunden mit zehn Watt, also 300 Ws oder 0,000083 kWh -gerad einmal 0,0025 Cent.
Dann stehen ja anschließend nicht zwei Liter Wasser in der Leitung und verlieren Wärme, sondern vier. (Wenn Zirkulationsleitung und Warmwasserleitung gleich lang sind und denselben Durchmesser haben. Aber halt, stimmt ja gar nicht: Während beim Warmwasserzapfen nur der Strang zu Zapfstelle heiß wird, wird die Zirkulationspumpe alle Zirkulations- und Warmwasserleitung im System erhitzen. Kommt man da mit zehn Litern hin? Vielleicht sind es auch 20.

Um zehn Liter von 10°C auf 45°C zu erhitzen, benötigt man 35 K * 1,16 Wh / (K *kg) * 10 kg = 406 Wh = 0,406 kWh. Mit Wirkungsgrad dann vielleicht 0,5 kWh Gas, für welches man irgendwas zwischen 3,5 Cent und 17 Cent bezahlen muss.

Also vergessen wir die Stromkosten und gehen nur von den Kosten aus, diese zehn Liter überflüssigerweise nachheizen zu müssen. Diese übersteigen wohlwollend gerechnet den Preis der vergeudeten Wasser um da 3,5 fache.

Mein AM SHK hat wohl Recht.

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Aber wohin geht denn die Wärme aus der abkühlenden Leitung? Je nach örtlichen Gegebenheiten letztlich meist ins Haus. Also stört das im Winter nicht und man braucht entsprechend weniger „absichtlich“ zu heizen. Wer im Sommer sein Wasser mit Gas heizt, statt die massig einfallende Sonnenstrahlung auszunutzen, sollte sich dann tatsächlich überlegen, ob die Zirkulation nicht verzichtbar wäre (oder ob er nicht doch mal langsam die Sonne anzapfen will).

Oder gleich eine neue Pumpe?

Danke… die Antwort ist zwar nicht die Lösung - aber erfrischend zum Nachdenken und nachrechnen.
Und siehe da: Ups…

Nü… Deinen Gedanken folgend komme ich ja quasi nur auf 5 Liter, die allerdings von ca. [~20°C bis 35°C, manchmal auch 50°C] auf 55°C erwärmt werden müssten…
(???)
Nur das „tote Wasser“ in dem Rücklaufrohr gilt es zu berücksichtigen - denn das „Warmwasser“ wird ja so oder so benötigt. Letztendlich ca. halbiert. Noch akribischer: wenn man wartet, bis Wassser Warm ist, dann fließt von dem Luxusnass auch ein Teil von in den Guss…
Aber danke, wirklich erhellend.
Nun, Du als Stromer… ich will das im UP genannte dennoch gerne haben. Shelly macht ja einiges möglich - und das erschwinglich. Nur die Kombi mit „Klingeltaster“ ist mir so noch nicht untergekommen

wenn meine Gemeinde eeendlich mal vernünftig wird und mehr als 30% Dachfläche freigibt, dann wird auch ein Schuh draus. Denn erst Ziegel und darauf dann Solarmodule… kostet nur doppelt. macht zusätzlich Probleme und verschwendet „Nutzfläche“ als eine Ganzdach-Lösung. Vorbereitungen laufen bereits für eine Auf- bzw. Umrüstung. (Und das bereits seit 2019)

Ja, dachte ich erst auch. Aber die Zirkulationspumpe kann ja nicht selektiv den Weg zur benutzten Zapfstelle umwälzen, sondern wälzt das gesamte System aus Warmwasser- und Zirkulationsrohren um.

Was ich natürlich als Komfortmerkmal akzeptiere und verstehe. Du hattest aber als Begründung (auch) Spareffekte genannt, die vermutlich nicht existieren.

Bei „Funk“ und „Reichweitenproblem“ fällt mir Rademachers „Duofern“-System ein. Alle mit 230V versorgten Geräte dieses Systems arbeiten nämlich gleichzeitig auch als Repeater.

Du müsstes nur einmal „kurz“ die Anleitungen durchforsten, ob es da auch eine Zeitfunktion gibt.

Beim Funksystem von Eltako gibt es definitiv Aktoren, die integrierte Nachlaufverzögerungen haben. Da sind einige Geräte ebenfalls in der Lage, als Repeater zu arbeiten.

Das von @L_B angesprochene System mit Temperatursensoren arbeitet „Wartezeit verringernd“, da es den geöffneten Warmwasserhahn erkennt und erst dann die Zirkulationspumpe zur schnelleren Durchströmung der Rohre anschmeißt. Vermutlich könnte man das auch überlisten, indem man kurz den Warmwasserhahn öffnet, so dass die Pumpe anfängt und dann nach einiger Wartezeit erst mit dem eigentlichen Zapfen beginnt. Aber die Wartezeit will man doch eigentlich verhindern und die Zirkulationspumpe wird sicher eine geringere Förderleistung haben als die Zapfstelle, zudem werden ja alle Leitungen mit Heißwasser durchspült - statt 12 Sekunden Wartezeit mit rauschendem Wasser hätte man dann vielleicht 3 Sekunden „antriggern“ mit offenem Hahn und anschließend eine Minute Wartezeit. Ich weiß ja nicht.

Man muss das sicher im Einzelfall mal scharf durchrechnen. Aber wir reden über Cent-Beträge.
Bei vielen Häusern würde die Energie einige Meter an den Kellerrohren, dann im Schacht an der Außenwand freiwerden - bei anderen im kombinierten Hausanschluss-Technik-Raum im EG und anschließend im zentralen Schacht innerhalb des Hauses.