Funkfernbedienung für Steckdosen

Hallo allseits,

aus optischen Gründen habe ich in meiner Wohnung die Deckenlampen abmontiert, und verwende Stehlampen. Dadurch verliere ich natürlich die Lichtschalter. Im Moment hängen die Lampen an Funkschaltern aus dem Baumarkt. Das klappt prinzipiell ganz gut, aber so viele Fernbedinungen ich auch kaufe … ich habe immer genau eine zu wenig zur Hand, und drücke immer im falschen Moment die falsche Taste und mache das Licht im Schlafzimmer an statt im Wohnzimmer, was mir regelmäßig Knatsch mit meiner Freundin einbringt :smile:

Ein erster Versuch, einfach die Verdrahtung zu ändern und einige Steckdosen mit den Lichtschaltern zu koppeln ist fehlgeschlagen, komischer Weise wurde meine Wohnung nicht zimmerweise verdrahtet, sondern in „Ebenen“: die bodennahen Steckdosen aller Zimmer hängen zusammen an einer Sicherung, und die Deckenlichter und Lichtschalter aller Zimmer an einer anderen. Ich müsste also je Lampe einen Schaltdraht über den Zählerschrank an die Bodensteckdose führen, habs auch schon probiert, aber mit der Einziehfeder ist kein Durchkommen.

Die Idee wäre nun, in die Deckenauslässe der ehemaligen Deckenlampen Sender einzubauen, die die Bodenlampen schalten. Die Sender würden mit den normalen Lichtschaltern betätigt.

Gibt es solche Systeme, und wenn ja, wo? Gibt es dazu auch Empfänger für den Einbau hinter einer Steckdose, damit die hässlichen Empfangsbommel verschwinden?

…Armin

Ein erster Versuch, einfach die Verdrahtung zu ändern und
einige Steckdosen mit den Lichtschaltern zu koppeln ist
fehlgeschlagen, komischer Weise wurde meine Wohnung nicht
zimmerweise verdrahtet, sondern in „Ebenen“: die bodennahen
Steckdosen aller Zimmer hängen zusammen an einer Sicherung,
und die Deckenlichter und Lichtschalter aller Zimmer an einer
anderen. Ich müsste also je Lampe einen Schaltdraht über den
Zählerschrank an die Bodensteckdose führen, habs auch schon
probiert, aber mit der Einziehfeder ist kein Durchkommen.

Um Gottes Willen. Diese Verdrahtung ist völlig normal und keineswegs „komisch“. Ich rate Dir ganz dringend derartige Versuche zu unterlassen! Ein Elektriker hat nicht umsonst 3,5 Jahre gelernt wie man ein Haus verdrahtet und welche Vorschriften es dafür gibt!

Die Idee wäre nun, in die Deckenauslässe der ehemaligen
Deckenlampen Sender einzubauen, die die Bodenlampen schalten.
Die Sender würden mit den normalen Lichtschaltern betätigt.

Gibt es solche Systeme, und wenn ja, wo? Gibt es dazu auch
Empfänger für den Einbau hinter einer Steckdose, damit die
hässlichen Empfangsbommel verschwinden?

Es gibt ja fast nichts was es nicht gibt. Such einfach mal bei Conrad.de oder ELV.de die Haussteuerungssysteme durch. Sehr preiswert und flexibel wäre auch http://www.free-control.de. Aufgrund Deiner elektrischen Vorkenntnisse solltest Du Dir zur Installation aber besser einen Elektriker dazuholen.

die bodennahen
Steckdosen aller Zimmer hängen zusammen an einer Sicherung,

Um Gottes Willen. Diese Verdrahtung ist völlig normal und
keineswegs „komisch“.

Widerspruch.
Alle „Steckdosen in Bodennähe“ aller Zimmer auf eine Sicherung ist sehr unschön, zumal in der Aussage der Verdacht begründet ist, dass nicht bodennahe Steckdosen widerum auf dem Lichtstromkreis liegen.
Eine Trennung von Lichtstromkreisen und Steckdosenstromkreisen wäre allerdings gut und vorbildlich.

Die Idee wäre nun, in die Deckenauslässe der ehemaligen
Deckenlampen Sender einzubauen, die die Bodenlampen schalten.
Die Sender würden mit den normalen Lichtschaltern betätigt.

Sowas gibts. Und zwar gut, teuer und auch schön klein.

http://www.schalk.de/pdfs/dbfs3u4.pdf

Gibt es solche Systeme, und wenn ja, wo? Gibt es dazu auch
Empfänger für den Einbau hinter einer Steckdose, damit die
hässlichen Empfangsbommel verschwinden?

http://www.schalk.de/pdfs/db-fe3s.pdf

Aufgrund Deiner elektrischen Vorkenntnisse solltest Du Dir zur
Installation aber besser einen Elektriker dazuholen.

Der Einbau erfordert arbeiten am 230V Netz und gehört in die Hände des Fachmanns, richtig.

Widerspruch.
Alle „Steckdosen in Bodennähe“ aller Zimmer auf eine Sicherung
ist sehr unschön, zumal in der Aussage der Verdacht begründet
ist, dass nicht bodennahe Steckdosen widerum auf dem
Lichtstromkreis liegen.

Was Du da gleich wieder rausfolgerst habe ich überhaupt nicht gesagt. Die Aussage bezog sich nur darauf, dass es völlig normal ist dass Steckdosen einen eigenen Kreis bilden und Lichtstromkreise einen anderen. Ich habe nie gesagt dass es „schön“, geschweige denn sinnvoll, ist wenn die Steckdosen aller Zimmer auf einer Sicherung liegen.

Eine Trennung von Lichtstromkreisen und Steckdosenstromkreisen
wäre allerdings gut und vorbildlich.

Soll ich jetzt auch sagen: „Widerspruch. Eine Trennung von Lichtstromkreisen und Steckdosenstromkreisen WÄRE nicht nur gut, sondern sie IST gut.“?

Was Du da gleich wieder rausfolgerst habe ich überhaupt nicht
gesagt.

Du hast einfach nur „Diese Verdrahtung ist völlig normal“ gesagt. Und das direkt hinter dem Zitat, wo der Status Quo beschrieben wurde.

Die Aussage bezog sich nur darauf, dass es völlig
normal ist dass Steckdosen einen eigenen Kreis bilden und
Lichtstromkreise einen anderen.

Dann schreib es zukünftig auch so.

Wenn es Dir nur um die Trennung geht: Normal ist eine solche Installation natürlich auch nicht.
In Wohnbauten habe ich diesen Fall bislang noch nicht erleben dürfen.
Ich möchte wetten, dass in über 90% der in den letzten Jahren installierten Wohnungen eine Trennung von Licht- und Steckdosenstromkreisen nicht erfolgt ist.

Alle „Steckdosen in Bodennähe“ aller Zimmer auf eine Sicherung
ist sehr unschön, zumal in der Aussage der Verdacht begründet
ist, dass nicht bodennahe Steckdosen widerum auf dem
Lichtstromkreis liegen.

Das Posting tut mir echt gut in der Seele. Es ist schon richtig, dass ich keine 3,5 Jahre Elektriker gelernt habe, aber ich kenne mich soweit in der Elektrik aus dass ich schon weiß was ich tue. Es hätte ja sein können, dass diese Verdrahtung, wo mir meine Intelligenz sagt, dass da ein Erbsenzähler der Vater des Gedanken war und kein Elektriker, einen mir verborgenen tieferen Sinn hat, ich fand sie einfach nur dämlich gemacht.

Natürlich sind die Steckdosen, die an den Lichtschaltern angebracht sind nicht separat verdrahtet, die laufen mit dem Licht mit :smile:

Ich habe auch erwogen, einfach ein Einziehrohr vom Lichtschalter rüber zur Bodensteckdose unter Putz zu spitzen, aber das Einziehen eines Schaltdrahtes erschien mir dann doch die kleinere Operation. Was am Einlegen eines Schaltdrahtes vorschriftswiedrig sein soll war und ist mir auch nicht klar.

http://www.schalk.de/pdfs/dbfs3u4.pdf

Danke, ich werde das bei nächster Gelegenheit checken. Eventuell ist Kanal spitzen doch die beste Variante :smile:

Der Einbau erfordert arbeiten am 230V Netz und gehört in die
Hände des Fachmanns, richtig.

Ich denke, ich bin der Aufgabe gewachsen. Soooo kompliziert ist das nun auch wieder nicht, dass man 3,5 Jahre alleine dafür die Schulbank drücken müsste :smile:

Natürlich sind die Steckdosen, die an den Lichtschaltern
angebracht sind nicht separat verdrahtet, die laufen mit dem
Licht mit :smile:

Das hatte ich mir gedacht.
Nun, diese Installation hat keinen verborgenen Zweck.
Es war wohl so einfacher für den Installateur (obwohl - wieso eigentlich?) oder er hat es halt so gelernt.

Ich habe auch erwogen, einfach ein Einziehrohr vom
Lichtschalter rüber zur Bodensteckdose unter Putz zu spitzen,
aber das Einziehen eines Schaltdrahtes erschien mir dann doch
die kleinere Operation. Was am Einlegen eines Schaltdrahtes
vorschriftswiedrig sein soll war und ist mir auch nicht klar.

Hmm, Du gibst den Außenleiter von Sicherung A (Licht) auf eine Steckdose. Diese Steckdose hing aber an Sicherung B (Steckdosen).
Nun hast Du zwei Stromkreise in einer Dose.
Und Du belastest den Neutralleiter von Stromkreis B mit dem Strom von Sicherung A und B. Es kann dann also evtl. der doppelte Strom darüber fließen, von anderen unschönen Dingen mal abgesehen.
Also wenn, dann müssen N und L vom Schalterstromkreis kommen.
Und man müsste den fremden N und L aus der Dose entfernen.

Der Einbau erfordert arbeiten am 230V Netz und gehört in die
Hände des Fachmanns, richtig.

Ich denke, ich bin der Aufgabe gewachsen. Soooo kompliziert
ist das nun auch wieder nicht, dass man 3,5 Jahre alleine
dafür die Schulbank drücken müsste

Kompliziert nicht, aber man muss an manches denken, worauf ein Laie nicht sofort kommt.
Leider funktionieren auch unzulässige Installation machmal Jahre ohne Probleme. Ich sag immer: Ein Auto fährt auch ohne Bremse. Eine Steckdose klappt auch ohne Schutzleiter.

Ich denke, ich bin der Aufgabe gewachsen. Soooo kompliziert
ist das nun auch wieder nicht, dass man 3,5 Jahre alleine
dafür die Schulbank drücken müsste :smile:

Eben, die 3,5 Jahre Lehrzeit die ich hinter mir habe lernst Du doch locker by doing. Wie sag ich immer: Es gibt Lampen die Leuchten - und welche die funktionieren.