Wer kann mir sagen, welche Funktion ein(e) Taufpatin/Taufpate hat. Ist sie/er letztendlich nur ein Geschenkeesel an Weihnachten und bei Geburtstagen?
Das hängt ganz davon ab, welchen Sinn du ihm/ihr geben möchtest. Ursprünglich war/ist es so gedacht: Der/Die Taufpate(n) übernehmen mit den Eltern die Verantwortung für das Wohlergehen und die (religiöse) Erziehung des Kindes. Daher ist es logisch, dass auch nur gläubige Christen diese Verantwortung übernehmen können. Früher war es auch üblich, dass die Taufpaten im Todesfalle der Eltern das Kind zu sich genommen haben.
Wir haben dies sogar notariell festgehalten und diese Urkunde dann in einer kleinen Feierstunde den Taufpaten (einem Ehepaar) geschenkt.
mfG
Gerd
kann man sich als Taufpatin eigentlich wieder „austragen“? In meinem Fall ist es wohl so, dass die Eltern nicht mehr möchten, dass die Taufpaten das Kind sehen (keine Ahnung warum), und nur Geschenkesel, wie Melanie sagt, möchte ich auch nicht sein, sehe auch keinen Sinn als Taufpatin genannt zu werden wenn ich es nicht sein darf.
Gruß
Merit
Äh…das habe ich bisher noch nicht erlebt, aber ich werde mich mal erkundigen. Aber: „Taufpate sein“ ist in erster Linie kein Privileg, das die Eltern jemandem verleihen, um ihn/sie als besonderen Freund zu kennzeichnen. Es geht um das Kind. Damit will ich sagen: Es kann ja sein, dass das Kind später mal heilfroh sein wird, wenn du als Ansprechpartnerin zur Verfügung stehst, unabhängig davon, ob das den Eltern passt. Sich „auszutragen“ macht daher keinen Sinn: Wenn die Beziehung eh nicht besteht (z.B. weil die Eltern das verhindert haben), dann ist die Patenschaft sowieso hinfällig und warum sollte man dann noch etwas schenken?
Gerd