Funktion Gleichstrommotor

Hallo Experten,

ich hoffe mir kann jemand mit einfachen Worten die prinzipielle Funktion des Stromwendens beim Gleichstrommotor erklären.

Ich habe bereits das www durchforstet und unterschiedliche Quellen durchstöbert. Jedoch hänge ich grundlegend an folgendem Problem:

Bei Anlegen einer Spannung an die Kohlebürsten enststeht in der Ankerwicklung ein elektrisches Magnetfeld, dessen Pole sich den Polen des beispielsweise permanenten Magneten im Ständer ausrichten.
Es entsteht also die Drehbewegung.
Bei einem dreipoligen Gleichstrommotor stehen sich immer 1 Spule 2 Spulen gegenüber. So verstehe ich, dass der Strom den Weg des geringsten Widerstandes geht und durch die 1 Spule fließt (?).
Es gibt jedoch eine Stellung des Kommutators zu den Bürsten, in der eine gewisse symmetrische Anordnung der Bauteile vorliegt. Und zwar dann, wenn eine Bürste zu gleichen Flächenteile zwei Spulen überdeckt. Also genau im Stromwendepunkt.
In diesem Fall verstehe ich nicht wie es dennoch zu einer Drehbewegung kommen kann - einerseits beim Anlaufen und andererseits im Betrieb.
Beide Wege durch die Ankerwicklung sind aus meiner Sicht gleichwertig (Widerstand). Damit jedoch die Drehbewegung entsteht oder aufrechterhalten werden kann, muss sich doch der Strom für eine Richtung entscheiden.

Ich hoffe, ich habe meine Problematik verständlich erklärt. Gerne hätte ich hier noch ein Bild angehangen, leider sehe ich bei wer-weiss-was keine Möglichkeit.

Für Antworten bin ich sehr dankbar.

Grüße,
Tobias

Da können wir sehr lange drüber diskutieren.
Deine Bezugnahme auf bestimmte Bilder macht es zur Voraussetzung, dass du mir die Bilder zugänglich machst. Also zB den Link zum (vermutlich) Wikipedia-Eintrag usw. angibst.
Grundsätzlich gibt es zwei gleichwertige Ansätze die Drehbewegung in einem Gleichstrommotor zu erklären:

  1. auf einen stromdurchflossenen Draht in einem Magnetfeld wirkt eine Kraft (die in eine Drehbewegung „umgewandelt“ wird);
  2. ein stromdurchflossener Leiter erzeugt ein Magnetfeld (ebenso natürlich eine Spule = viele Leiter), das sich nach einem (hier bereits vorhandenen) anderem Magnetfeld ausrichtet.

Der Stromwender bzw. Kommutator hat die Aufgabe, die Ströme so auf die Spulen aufzuteilen, dass in jeder Lage des Rotors eine resultierende Kraft (entsteht aus der Überlagerung aller wirkenden Einzelkräfte) entsteht, die eine Drehbewegung zur Folge hat.
Er muss also, wenn sich die Spule weitergedreht hat, dafür sorgen, dass nun die Ströme anders durch die Spule(n) fliessen.

Okay, erstmal der Anfang. Wenns dich interessiert, gerne mehr (oder viel mehr),

mit feundlichen Grüßen, Charly Mohr

([email protected])

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