Hi!
Kann mir jemand anschaulich einen Ansynchronmotor erklären? So, dass man es auch als Azubi versteht? 
Vielen Dank schonmal
Gruß
Tobias
Hi!
Ja das ist eigentlich verständlich, zumindest das, was ich benötige 
aber trotzdem verstehe ich noch nicht so ganz die wirkungsweise, die ansatzweise in dem absatz „Idealisierte physikalische Betrachtung („Ersatzschaltung“)“ behandelt wird. also halt die simple elektrische erklärung. Der Motor zieht ja beim anlauf einen sehr hohen strom und der geht ja beim betrieb zurück, wenn er seine nenndrehzahl erreicht. aber wieso zieht er am anfang soviel?
Gruß
Tobias
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Hi Tobias,
ich versuchs mal so zu erklären, wie ich das vor 35 Jahren verstanden habe:
Der Motor zieht beim Anlauf einen sehr hohen Strom, weil das Dreh-Magnetfeld des Stators im noch stehenden Rotor (Käfigläufer) erst einen Strom induzieren muss, der wiederum ein Magnetfeld im Rotor aufbauen muss.
Das Dreh-Magnetfeld des Stators treibt dann das induzierte Magnetfeld im Rotor der sich nun dreht vor sich her, bis dieses nahezu die Drehzahl des Drehmagnetfeldes erreicht hat.
Je größer der Unterschied zwischen der Drehzahl des Stator-Magnetfeldes und des Rotors ist, desto größer ist die Stromaufnahme der Statorwicklungen, deshalb bei Drehzahl Rotor = 0 höchster Strom.
Wird der Rotor durch Antrieb von Aussen schneller als die Nenndrehzahl gedreht, induziert sein sich schneller als das Stator-Drehmagnetfeld nun drehendes Magnetfeld in den Statorwindungen Spannung die in das Stromnetz zurückgeführt werden kann, so wird er zum Generator.
Gruß
BT
Also wenn ich das jetzt richtig verstanden habe:
- spannung wird an die ständerwicklungen angelegt
- in läufer wird an den käfigwicklungen eine spannung induziert(trafo), die einen strom zufolge hat
- der strom bewirkt ein magnetfeld, das dem magnetfeld der ständerwicklung hinterher eilt
- es wird nur solange eine spannung induziert, bis die differenz der magnetfeldänderung 0 ist und somit würde der motor stehen bleiben bzw langsamer werden. deswegen asynchron, weil die drehzahl des läufers nie die drehzahl des stators erreicht.
soweit richtig?
Hi Tobias,
soweit richtig?
das hast du gut beschrieben, denke ich.
Es ist mir zwar von manchen Leuten gesagt worden, dass man etwas nicht selber gut verstanden haben muss um es gut jemandem zu erklären, aber was soll’s.
Gruß
BT
aber trotzdem verstehe ich noch nicht so ganz die
wirkungsweise, die ansatzweise in dem absatz „Idealisierte
physikalische Betrachtung („Ersatzschaltung“)“ behandelt wird.
also halt die simple elektrische erklärung. Der Motor zieht ja
beim anlauf einen sehr hohen strom und der geht ja beim
betrieb zurück, wenn er seine nenndrehzahl erreicht. aber
wieso zieht er am anfang soviel?
Weil der Motor am Anfang steht. Er ist also wie ein Trafo, dessen Sekundärwicklung (der Läufer) kurzgeschlossen ist.
Wenn sich Läuferdrehzahl und Drehfelddrehzahl angleichen, dann wird der Läufer weniger schnell vom rotierenden Magnetfeld durchlaufen.
Die im Läufer induzierte Spannung sinkt, der Strom sinkt.
Würden sich Läufer und Magnetfeld gleich schnell drehen, dann würde der Läufer nur ein statisches Magnetfeld sehen.
Der Motor wäre dann vom Elektrischen her wie ein Trafo ganz ohne Belastung aussehen und minimalsten Strom ziehen.
Da aber dann auch keine Leistung mehr vom Drehfeld in den Läufer übertragen werden kann, sinkt dessen Drehzahl.