ich bin gerade dabei, ein Tool zu schreiben, das anhand des Punktestandes des DAX die Preise verschiedener KO-Zertifikate errechnen soll. Dazu nutze ich die Formeln von Wikipedia:
Dummerweise rechnet der Algorithmus nicht richtig, die Werte unterscheiden sich von den tatsächlichen.
Ich nehme an, der dort aufgeführte Basispreis entspricht dem Punktestand des Indizes und der Strike der KO-Schwelle.
Beispiel 1: Bei dem short-Papier DR1FKE (KO-Schwelle bei 7195, Aufgeld 10 EUR)
errechne ich für einen Indexstand von 3998 einen Preis von 31,87 EUR.
Es müssten aber 32,38 EUR sein.
Beispiel 2: Bei dem long-Papier 721791 (KO-Schwelle bei 2720, Aufgeld 10 EUR)
errechne ich für einen Indexstand von 3998 einen Preis von 12,88 EUR.
Es müssten aber 13,51 EUR sein.
Beispiel 1: Bei dem short-Papier DR1FKE (KO-Schwelle bei 7195,
Aufgeld 10 EUR)
errechne ich für einen Indexstand von 3998 einen Preis von
31,87 EUR.
Es müssten aber 32,38 EUR sein.
Wo liegt hier der Fehler?
Deine Fehler liegen darin, 10 EUR Aufgeld anzunehmen und davon auszugehen, daß es keine weiteren Faktoren gibt. Nachbörslich könnte z.B. schon der neue Finanzierungslevel eingerechnet sein.
Rechne das tagsüber nochmal durch mit realtime Dax-Stand und zeitgleicher Preisstellung des Emittenten.
ich habe es gerade wieder mit einem Short- und einem Long-Zertifikat versucht, leider passt das immer noch nicht. Die Daten beziehe ich übrigens von http://www.onvista.de. Das Aufgeld habe ich nun anhand des dort angegebenen „Aufpreis in % des Briefwertes“ errechnet. Leider wird dieser Wert dennoch nicht mit dem Aufpreis zum gewünschten Indexstand übereinstimmen - wie kann ich diesen denn exakt berechnen?
Abgesehen davon sind die Abweichungen so gravierend, dass eigentlich nicht alleine der Aufpreis für den Rechenfehler verantwortlich sein kann.
ich habe es gerade wieder mit einem Short- und einem
Long-Zertifikat versucht, leider passt das immer noch nicht.
hab ich auch schon festgestellt…
Die Daten beziehe ich übrigens von http://www.onvista.de. Das
Aufgeld habe ich nun anhand des dort angegebenen „Aufpreis in
% des Briefwertes“ errechnet. Leider wird dieser Wert dennoch
nicht mit dem Aufpreis zum gewünschten Indexstand
übereinstimmen - wie kann ich diesen denn exakt berechnen?
Daten von Drittanbietern würde ich nie trauen.
Ich komme für DR1FKE so auf den Briefkurs:
(Basispreis-Indexstand)*(1+(Zinsbereinigungsfaktor*Referenzzinssatz EONIA))*Bezugsverhältnis
(7195,70-4022,00)*(1+(1,5*0,851:100))*1/100
3173,70*1,012765*0,01=32,14
Und dann (Index-Basis)*(1+ZBF_[in diesem Fall: 0,025]+RefZ[heute: 0,00855]_). Das sollte passen. Dein Berechnungsprogramm kann natürlich nur funktionieren, wenn du die Variablen Index, täglich veränderte Basis, Zinsbereinigungsfaktor (laut Prospekt änderbar) und EONIA immer aktuell hältst. Und für zukünftige Preisberechnungen weißt du den EONIA nicht, da wird es also Abweichungen geben.
ich bin heute erst dazu gekommen die Formel zu testen. Jedenfalls funktioniert sie solange gut, wie der Index noch weit vom Basispreis entfernt ist. Bei höherem Hebel beginnen wieder die Ungenauigkeiten. Andersherum wenn man anhand der bekannten Daten (Indexstand/Kurs/EONIA etc.) den Zinsbereinigungsfaktor berechnet kommen unrealistische Werte (20-60) dabei heraus.
Um bei der Dresdner zu bleiben , so sind bei DR2GJ3 oder DR2GWX Differenzen von ca. 30 cent bei der Berechnung.
Allgemein gestaltet es sich schwer, den Zinsbereinigungsfaktor im Prospekt zu finden, daher kann man ihn jetzt auch anhand bekannter Kursdaten berechnen.
Was mich auch verwirrt hat, ist dass bei der Formel zu short-Zertifikaten Zinsbereinigungsfaktor*Referenzzinssatz gerechnet wird und bei den long Zinsbereinigungsfaktor+Referenzzinssatz. Ist das Absicht oder ein Tippfehler?
Das Programm ist jedenfalls dazu gedacht, dass der Benutzer die Daten des Papieres einträgt (EONIA wird automatisch bezogen) und dann anhand einer Indexmarke der zugehörige Kurswert berechnet wird, um beispielsweise tagesgültige Stop-market- oder SL-Orders exakt zu platzieren.
Allgemein gestaltet es sich schwer, den Zinsbereinigungsfaktor
im Prospekt zu finden, daher kann man ihn jetzt auch anhand
bekannter Kursdaten berechnen.
nun ja, gerade bei solchen Produkten lohnt sich ein Blick in den Prospekt.
Was mich auch verwirrt hat, ist dass bei der Formel zu
short-Zertifikaten Zinsbereinigungsfaktor*Referenzzinssatz
gerechnet wird und bei den long
Zinsbereinigungsfaktor+Referenzzinssatz. Ist das Absicht oder
ein Tippfehler?
Absicht, sonst stimmt das Ergebnis nicht
Das Programm ist jedenfalls dazu gedacht, dass der Benutzer
die Daten des Papieres einträgt (EONIA wird automatisch
bezogen) und dann anhand einer Indexmarke der zugehörige
Kurswert berechnet wird, um beispielsweise tagesgültige
Stop-market- oder SL-Orders exakt zu platzieren.
Ich fürchte du kommst nicht drumrum, beim Emittenten nach der genauen Formel oder nach zuverlässigen Berechnungstools zu fragen.