Hallo an alle Sprachgewandten!
Weiß jemand ,wo die in Deutschland (aber nicht bei uns in Österreich) gebräuchlichen Ausdrücke FUNZEN und HARZEN eigentlich herkommen??
Die Bedeutung ist mir ja ungefähr bekannt, aber wo liegen die Ursprünge?
Danke für den „Nachhilfeunterricht“
„funzt“ ist aus „funktionieren“ verderbt, wobei „funzeln“ und „die Funzel“ = eine trübe brennende Leuchte eine Patenrolle gespielt haben mag. Vielleicht auch die dir bekannt sein könnende „Funzn“.
"Wôs saan Sie? A Kollegin saan Sie? A Funzn saan Sie!
DÖF I steh auf dr Stoßn und waot aufa Daxi, ower skummt ned.
Hallo an alle Sprachgewandten!
Weiß jemand ,wo die in Deutschland (aber nicht bei uns in
Österreich) gebräuchlichen Ausdrücke FUNZEN und HARZEN
eigentlich herkommen??
Die Bedeutung ist mir ja ungefähr bekannt, aber wo liegen die
Ursprünge?
Danke für den „Nachhilfeunterricht“
Vielleicht auch die dir bekannt sein könnende „Funzn“.
"Wôs saan Sie? A Kollegin saan Sie? A Funzn saan Sie!
… können Dialekte sein. Im Kölner Raum gehörte das zum Bodensatz der untersten Schublade! In einer Antwort vor ein paar Wochen hier im Brett sträubte sich die Tastatur bei dieser Buchstabenkombination, ich musste sie umschreiben.
Hier auch noch der Eintrag aus „Auf gut Österreichisch“:
>>>
Funzen
die, auch Funsen (Umgangsspr.): schlecht brennendes Licht, Funzel, Funsel;
(abwertend) Schimpfwort für eine unangenehme, eingebildete Frau
alldieweil mir bloß der Kluge und ein ziemlich abgespeckter Wahrig zur Verfügung stehen, hier einmal wieder ein spekulatives Alternativangebot:
Wenn Fritz, der sonst alle Finessen des Oberdeutschen kennt, der Begriff noch nicht über den Weg gelaufen ist, könnte die Verbreitung nördlich durch den Limes begrenzt sein. In diesem Fall täte ich alternativ zum mhd/ahd Harz als Begriff aus der römischen Besatzungszone haerere anbieten. Bis mindestens Aalen ist der Begriff geläufig.
Es kann auch sein, dass bei den weltläufigeren Schwaben im Vergleich zu den schwerblütigen Alemannen entweder nie nummes harzet, oder sie sich darob weniger Gedanken machen und es daher nicht beschreiben müssen .
Das Grimm’sche Wörterbuch in dieser Ausgabe erschien zwischen 1852 und 1961 (eine Neuausgabe der Teile A-F erscheint seit 1965), und ist als Quellenangabe zu neueren Entwicklungen in der deutschen Sprache denkbar ungeeignet.
Bzgl. „harzen“ müsste man bei Walter tatsächlich nach dem Zusammenhang fragen. Möglicherweise meint er das Wort tatsächlich in Zusammenhang mit den Hartz-Gesetzen, die nach Peter Hartz benannt sind, dem Vorsitzenden der Arbeitsmarkt-Kommission der deutschen Bundesregierung. http://de.wikipedia.org/wiki/Hartz-Konzept
Ich denke mit dem wackelnden Licht, der „Funzn“ wird es nichts zu tun haben, schon gar nicht mit einem liederlichen Frauenzimmer!.
Ich habe doch unten „funzen“ schon als Derivat von „funktionieren“ entlarvt.
Die Nebenbedeutungen habe ich allenfalls als Paten in Betracht gezogen.
Und das fragewürdige Frauenzimmer war nur eine Zugabe für unseren ösitanischen Fragesteller.
Das wundert mich. Ich kenne den Begriff in drei Bedeutungen: Harzgewinnung (pechen); Verkleben der verletzten Baumrinde mit Harz (das rinnen des Harzes); ein Werkstück mit Harz oder Kunstharz versiegeln oder verkleben.
Lies mal eine Woche die NZZ (Neue Zürcher Zeitung);
da findest du „harzen“ bestimmt, vielleicht sogar in der
Überschrift eines Artikels im Wirtschafts- oder Politikteil…
Ungefähr im Sinne der Bedeutung, die Y. hier nannte.
Aber es ging hier - soweit ich sehe - um „new speech“.
Glaube ich nicht.
Ich kenne das Wort auch erst seit ein paar Jahren, seit ich die NZZ
lese. In der Schweiz scheint das _ kein new speech_ zu
sein. Es ist wohl eher ein (ganz gut sich selbst erklärender)
Helvetizismus - steht für „es geht nur langsam und zäh(flüssig)
voran“ bei Verhandlungen, Diskussionen etc.