Fußbodenheizung

Hallo zusammen,

hier nochmal eine Anfrage von mir.

Wir wollen uns eine Wohnung kaufen, das Haus hat 4 Etagen (oben 2 Dachterassenwohnungen mit Fußbodenheizung) also eigentlich bereits die Technik mit eingeplant. Die anderen Wohnungen sind mit Flachheizkörpern ausgestattet.
Jetzt haben wir angefragt, ob wir auch eine Fußbodenheizung haben können und um wieviel das teurer wird. Wir bekamen die Auskunft das unsere Wohnung im EG (80 qm) um ca. 17.000 Euro teurer wäre.
Ist das wirklich so teuer?
Bei einer Teilung (also nur Bäder mit Fußbodenheizung wäre das gerauso teuer - hat uns zumindest der Verkäufer gesagt. Verstehe ich eigentlich nicht!
Was könnten wir für alternativen in Erwägung ziehen. Da wir eigentlich auf die Heizkörper verzichten wollten.
Wäre schön, wenn mir da jemand Auskunft geben könnte.
DANKE
Gruß
Petra

Ist das wirklich so teuer?

Nein, ist es nicht. Nur wird bei Fußbodenheizung gerne zugelangt, weil die Verkäufer wissen, dass die Kunden bereit sind, dafür zu zahlen. Ich habe, nach hartnäckigen Verhandlungen, für ein 2-geschossiges EFH komplett mit Fußbodenheizung 2000 € Aufpreis bezahlt. Und selbst das dürfte für die Baufirma reiner Profit gewesen sein.

Bei einer Teilung (also nur Bäder mit Fußbodenheizung wäre das
gerauso teuer - hat uns zumindest der Verkäufer gesagt.
Verstehe ich eigentlich nicht!

Die Teilung bringt nichts, weil die Heizkörper mit höheren Voraluftemperaturen ebdient werden, als die Fußbodenheizung. Da der Brenner dan die höhere Temperatur erzeugen muß, mußt Du das Wasser für die Fußbodenheizung dann wieder mit kalten mischen.

Habe gerade dort nochmal angerufen.

Die neue Auskunft war jetzt, das die Baupläne alle umgestaltet werden müssen und alles neu geplant werden muss das sind dann Architekten und Bauzeichner für Neu- und Umplanung zu bezahlen und das würde die Kosten rechtfertigen. Außerdem wäre es nur eine Grobschätzung, da ja die Vertragsfirmen mit genauen Preisen noch gar nicht bekannt sind.
Grobschätzung würde für mich heißen, es wird ja noch teurer!

Das glaub ich aber alles nicht, ich komme mir da schon irgendwie vereppelt vor.

Gruß Petra

Das mit der Teilung sehe ich auch so. Die Vorteile einer Fussbodenheizung liegt ja ua darin, daß die Vorlauftemperaturen kleiner sind, und damit energiesparender. Da würde eine Teilung nichts bringen.

Und die 17.000 EUR halte ich für stark überzogen - um es mal nett auszudrücken. Geh´ doch einfach mal zu einigen Handwerksbetrieben und laße dir vorrechnen, was das mehr kostet, und was da evtl. noch für Zusatzkosten anfallen könnten bezügl. Architekt, Bauzeichnungen usw.
Und frag´ den Verkäufer mal, was es denn kosten würde, wenn Du die Fussbodenheizg selber beauftragst…also nur diese reinen Zusatzkosten. Die müßte er ja dann recht genau beziffern können.

Gruß vom Manni, der dieses Jahr beinahe gebaut hätte :smile:

Das glaub ich aber alles nicht, ich komme mir da schon irgendwie vereppelt vor.

Es scheint sich um ein Abwehrangebot zu handeln. Die Firma will das offenbar nicht machen.

Kann ich dann eigentlich eine detaillierte Kostenaufstellung vom Bauherren für die Fußbodenheizung verlangen und diese prüfen lassen?
So im Sinne eines Kostenvoranschlags! (Wo die Kosten für diesen ganzen Umplanungskram mit drin ist)
Und ist die Firma verpflichtet mir solche Informationen auszuhändigen?
oder
Können die einfach in den Raum stellen, dass das 17 000,-- Euro kosten und jetzt nimmst du es so oder du lässt es.

Gruß Petra

Und wenn das so ist, und einer meiner zukünfigen Nachbarn würde auch eine Fußbodenheizung wollen, müsste er dann auch wieder die ganzen Planungskosten zahlen?

Und da setzt es bei mir aus!

Da habe ich immer das Gefühl mit uns kann man ja machen was man will - bis zum letzten schröpfen, oder mann lässt es eben - keiner steht uns zur Seite (doch würde schon, aber das kostet ja wieder eine Stange Geld)

hallo,

Es scheint sich um ein Abwehrangebot zu handeln. Die Firma
will das offenbar nicht machen.

So sehe ich das auch. 17.000 Euro sind ein schlechter Witz (soviel
bekommt der Planer für das ganze Haus, wenn er Glück hat. Moderne
Planungsprogramm schaffen die Ergänzung in einer, vielliecht zwei
Stunde. Wäre ein guter Stundenlohn.

lg
Richard

Da habe ich immer das Gefühl mit uns kann man ja machen was
man will -

Ihr müßt die Wohnung doch nicht kaufen. Der Immobilienmarkt ist ein Nachfragermarkt, da muß man sich nicht alles gefallen lassen. Sagt doch dem Verkäufer unterwelchen Bedingungen Ihr bereit wärt welchen Preis zu zahlen und dann muß sich der Verkäufer überlegen ob er verkauft oder nicht.

Ich kenne noch Zeiten, da haben Baugesellschaften fabrikneue VW-Golf in die Garage gestellt, um das Haus zu verkaufen.

  • keiner steht uns zur Seite (doch würde schon, aber das
    kostet ja wieder eine Stange Geld)

Man muß nicht alles mit sich machen lassen.

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Hallo zusammen,

und DANKE für die vielen Antworten.

Es ist aber immer noch so, nach einigen Telefonaten und Anfragen bei der Firma wurde noch nicht von den 17.000 Euro abgewichen. Ich habe jetzt die Grobkostenaufstellung angefordert.
Jetzt wurden mir allerdings telefonisch schon einige Details genannt:

Neue Zeichnungen (Plan)Architekt, Bauzeichner
andere Wärmedämmung
anderer Esstrich
Leitungen
anderer Parkett
Termostatregler usw.

und das schlimmste Problem ist angeblich die Schnittstelle zur Heizzentrale.

Was ich da nicht nachvollziehen kann ist:
In unserem Wohnungspreis ist ein Pakettboden in Buche eingerechnet - soll aber angeblich einen in Eiche brauchen ??? Dachte immer in meiner Wohnung kann ich das machen wie ich will - Hauptsache Fußbodenheizung gerecht???

Und dann müssen sich doch wenigstes die Preise für den Bodenbelag ausgleichen, d.h. Buche raus, Eiche rein und evtl. Aufpreis weil Eiche teurer! Oder vielleicht will ich ja meinen Bodenbelag selber reinlegen - ich muss doch nicht alles nehmen was die mir anbieten und das muss ja dann wieder abgezogen werden, wenn ich gar keinen Boden will…
Und die nicht benötigten Heizkörper müssten dann ja auch wieder gutgeschrieben werden???
Gruß Petra

Hallo zusammen,

und DANKE für die vielen Antworten.

Es ist aber immer noch so, nach einigen Telefonaten und Anfragen bei der Firma wurde noch nicht von den 17.000 Euro abgewichen. Ich habe jetzt die Grobkostenaufstellung angefordert.
Jetzt wurden mir allerdings telefonisch schon einige Details genannt:

Neue Zeichnungen (Plan)Architekt, Bauzeichner
andere Wärmedämmung
anderer Esstrich
Leitungen
anderer Parkett
Termostatregler usw.

und das schlimmste Problem ist angeblich die Schnittstelle zur Heizzentrale.

Was ich da nicht nachvollziehen kann ist:
In unserem Wohnungspreis ist ein Pakettboden in Buche eingerechnet - soll aber angeblich einen in Eiche brauchen ??? Dachte immer in meiner Wohnung kann ich das machen wie ich will - Hauptsache Fußbodenheizung gerecht???

Und dann müssen sich doch wenigstes die Preise für den Bodenbelag ausgleichen, d.h. Buche raus, Eiche rein und evtl. Aufpreis weil Eiche teurer! Oder vielleicht will ich ja meinen Bodenbelag selber reinlegen - ich muss doch nicht alles nehmen was die mir anbieten und das muss ja dann wieder abgezogen werden, wenn ich gar keinen Boden will…
Und die nicht benötigten Heizkörper müssten dann ja auch wieder gutgeschrieben werden???
Gruß Petra

Hallo,
wie oben von Nordlicht vermutet, ist das wohl eher ein Anwehrangebot.
Mit seriöser Presigestaltung hat das nichts zu tun. Weil:

Neue Zeichnungen (Plan)Architekt, Bauzeichner

Eine Angelegenheit von Minuten am Computer

andere Wärmedämmung

Hm? Wüsste jetzt nicht wo.

anderer Esstrich

Ja, aber das liegt im Bereich von einigen 100 Euro.

Leitungen

Welche? Oder meint er die Heizung selbst?

anderer Parkett

Auch da dürfte der Unterschied sehr geringfügig sein. Allerdings ist
Parkett eh nicht der Renner für eine Fußbodenheizung.

Termostatregler usw.

Ja, aber die sind ja wohl auch bei der anderen Heizung vorgesehen.

und das schlimmste Problem ist angeblich die Schnittstelle zur
Heizzentrale.

Wenn das für ihn ein Problem ist, dann ist er der falsche Mann für
den Job. So ähnlich, ein Brot backen für einen Bäcker. Das hat er in
seiner Ausbildung bzw. entsprechenden Schulung doch gelernt. Da soll
er seinen Heizungslieferanten fragen, die sagen ihm, was er nehmen
soll und wenn es sein muss, auch noch, wie er das einbauen muss.
Ich dachte, da wäre eh eine andere Wohnung mit Fußbodenheizung?

Dachte immer in meiner Wohnung kann ich das machen wie
ich will - Hauptsache Fußbodenheizung gerecht???

Ja, natürlich.

Und dann müssen sich doch wenigstes die Preise für den
Bodenbelag ausgleichen, d.h. Buche raus, Eiche rein und evtl.
Aufpreis weil Eiche teurer!

auch das dürfte klar sein
Oder vielleicht will ich ja meinen

Und die nicht benötigten Heizkörper müssten dann ja auch
wieder gutgeschrieben werden???

dito

Ergo: Der Mensch scheint nicht zu wollen, oder seine Frau hat
exklusive Wünsche auf dem Weihachtswunschzettel.

lg
Richard